{"id":10514,"date":"2010-10-17T08:06:31","date_gmt":"2010-10-17T06:06:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=10514"},"modified":"2010-10-17T08:06:31","modified_gmt":"2010-10-17T06:06:31","slug":"bucherfragebogen-7-ein-buch-das-dich-an-jemanden-erinnert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=10514","title":{"rendered":"B\u00fccherfragebogen 7: ein Buch, das dich an jemanden erinnert"},"content":{"rendered":"<p>Viele meiner B\u00fccher erinnern mich an jemanden. Direkt vor meiner Nase (meine Sofaecke, in der ich am liebsten mit dem MacBook sitze, ist direkt vor dem B\u00fccherregal) stehen <em>Im Dutzend billiger<\/em> und <em>Aus Kindern werden Leute<\/em>, die ich aus dem B\u00fccherschrank von meiner Omi habe. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/buecherfragen7.jpg\" alt=\"\" title=\"buecherfragen7\" width=\"380\" height=\"423\" class=\"alignnone size-full wp-image-10544\" \/><\/p>\n<p>Meine Mutter hat relativ fr\u00fch nach der Geburt von mir und meiner Schwester wieder gearbeitet, und deswegen sind wir oft bei Omi gewesen. Neben ihrer Schokoladentruhe war ich haupts\u00e4chlich an ihrem B\u00fccherregal interessiert, das leider nicht so gut gef\u00fcllt war wie die Schokoladentruhe. Aber die beiden oben genannten Werke sind mir sofort ins Auge gefallen, weil sie so gut gelaunte Umschl\u00e4ge hatten, die ich bescheuerterweise bei irgendeinem Umzug kaputtgekriegt habe, weswegen sie jetzt etwas schmucklos aussehen. <\/p>\n<p>Die beiden B\u00e4nde sind 1957 gedruckt worden, die <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Cheaper_by_the_Dozen\">B\u00fccher<\/a> selbst sind schon etwas \u00e4lter. Es sind Erinnerungen (bitte folgen Sie dem Wikipedia-Link f\u00fcr Genaueres) von zweien der zw\u00f6lf Kinder von <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Frank_Bunker_Gilbreth\">Frank B. Gilbreth<\/a>, der Arbeitsabl\u00e4ufe effizienter gestalten wollte. Das galt auch f\u00fcr die Kinderaufzucht und das Lernen. So wird im Buch sehr plastisch beschrieben, wie allen Kindern hintereinander die Mandeln rausgenommen wurden, weil das \u201epraktischer\u201c war als alle Jahre wieder den Arzt kommen zu lassen. Ein Satz hat sich bis heute in meinem Wortschatz gehalten, den der Vater wutentbrannt einem Sohn hinterherschleuderte, der sich partout nicht die Mandeln rausnehmen lassen wollte: \u201eKomm jetzt her oder ich rei\u00dfe sie dir mit einem stumpfen Schuhl\u00f6ffel raus!\u201c Ein weiteres Zitat, wenn es um die enorme finanzielle Belastung der Familie geht, und das ich auch gerne bringe, wenn ich gerade nicht gebucht bin: \u201e\u00fcber den H\u00fcgel ins Armenhaus\u201c.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem wird das Ferienhaus der Familie beschrieben, an dessen W\u00e4nden das Sonnensystem angemalt ist, damit die Kinder es sich beim Vorbeilaufen merken. Was ich nat\u00fcrlich toll fand, genau wie die Schallplatten mit den franz\u00f6sischen Vokabeln, die dauernd im Hintergrund liefen, die Organisation, die so ein Riesenhaushalt mit sich bringt, und der manchmal grenzwertige Humor, den man anscheinend in Gro\u00dffamilien braucht (siehe \u201eSchuhl\u00f6ffel\u201c).<\/p>\n<p>Meine Omi hat die B\u00fccher als Geschenk bekommen; sie hat als Haush\u00e4lterin bei einer fast so gro\u00dfen Familie gearbeitet, und die Kinder haben ihr die Werke geschenkt. Im ersten Band steht die Widmung: \u201eF\u00fcr unsere liebe Frau F. von dem beinahe halben Dutzend A.: Peter, J\u00fcrgen, Uwe, Hans, Elke.\u201c<\/p>\n<p>Deren Eltern sind schon lange verstorben (meine Omi lebt auch bereits seit 15 Jahren nicht mehr), und von den Kindern wei\u00df ich nur, dass Elke als Kind gestorben ist; sie ertrank bei einem Bootsausflug auf dem <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Steinhuder_Meer\">Steinhuder Meer<\/a>. Insofern erinnern mich die beiden B\u00fccher gleich an zwei Menschen: an die mir unbekannte Elke und eben meine Omi.<\/p>\n<p>(<a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=8724\">Der gesamte Fragebogen<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele meiner B\u00fccher erinnern mich an jemanden. Direkt vor meiner Nase (meine Sofaecke, in der ich am liebsten mit dem MacBook sitze, ist direkt vor dem B\u00fccherregal) stehen Im Dutzend billiger und Aus Kindern werden Leute, die ich aus dem B\u00fccherschrank von meiner Omi habe. 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