{"id":10703,"date":"2010-10-25T08:24:52","date_gmt":"2010-10-25T06:24:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=10703"},"modified":"2016-10-13T17:32:34","modified_gmt":"2016-10-13T15:32:34","slug":"bucherfragebogen-14-ein-buch-aus-deiner-kindheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=10703","title":{"rendered":"B\u00fccherfragebogen 14: ein Buch aus deiner Kindheit"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/buecherfragen14a.jpg\" alt=\"\" title=\"buecherfragen14a\" width=\"380\" height=\"449\" class=\"alignnone size-full wp-image-10727\" \/><\/p>\n<p><em>Unser erstes Kunstbuch<\/em> von Frances Kennet und Terry Measham (kein \u00dcbersetzer_innenname im Buch zu finden). Das Buch m\u00fcsste ich so mit zehn Jahren bekommen haben, denn es ist von 1978. Darin werden verschiedene Kunstwerke abgebildet und kindgerecht erkl\u00e4rt. Die Mischung fasziniert mich immer noch: Da hat eine persische Miniatur den gleichen Stellenwert wie Magritte, ich habe in diesem Buch zum ersten Mal die <em>Guernica<\/em> gesehen, den <em>Mann mit dem Goldhelm<\/em>, Tizian und Seurat, ich habe den Pointilismus und den Impressionismus kennengelernt, ohne die Worte daf\u00fcr zu kennen, und ich liebe dieses Buch bis heute. Weil es jedes Kunstwerk und jede Stilrichtung als einzigartig und faszinierend darstellt. <\/p>\n<p>Der Text erkl\u00e4rt anhand der Bilder, was Perspektive ist, was die Grundfarben sind, wie eine Komposition entsteht, und es l\u00e4dt ein, es selbst einmal zu versuchen. Zum Beispiel, indem man Farben anmischt oder sich an einer Pinnwand darin \u00fcbt, eine Komposition zu erstellen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/buecherfragen14c.jpg\" alt=\"\" title=\"buecherfragen14c\" width=\"380\" height=\"271\" class=\"alignnone size-full wp-image-10728\" \/><\/p>\n<p>Gleichzeitig \u201eantwortet\u201c es mit Fragen auf Einw\u00fcrfe, die man vielleicht hat, wenn der Ozean bei Paul Klees <em><a href=\"http:\/\/www.germanposters.de\/klee-paul-sindbad-der-seefahrer.jpg\">Der Seefahrer<\/a><\/em> aus Quadraten besteht oder die Fische so bunt sind:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eSchau dir die drei Fische genauer an. Obwohl jeder anders aussieht, haben ihre Schuppenmuster gewisse \u00c4hnlichkeit. Und wie steht es mit dem Muster auf Sindbads Hemd? Es gleicht dem auf seinem Boot. Hast du je geh\u00f6rt, dass ein Fischer sein Boot so anmalte, dass es zu seinen Kleidern passte? K\u00f6nnte es sein, dass Klee einfach Spa\u00df daran hatte, diese farbigen Muster zu erfinden?\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Buch macht eine so gro\u00dfe Welt auf anstatt mit Fakten einzusch\u00fcchtern, und es bringt einem Kunst ganz einfach nahe, ohne Zeigefinger, ohne \u201eDas ist gute Kunst, das ist schlechte Kunst\u201c, stattdessen: losgehen, losgucken, pers\u00f6nlich entdecken. Das kriegt mein Patenkind auch, wenn es alt genug ist (und ich es noch in einem Antiquariat finde).<\/p>\n<blockquote><p>\u201eSchau dir ein Bild \u00f6fter an!<br \/>\nVersuche, an einem anderen Tag wiederzukommen, um eines deiner Lieblingsbilder (im Museum) anzuschauen. Beim zweiten Mal wirst du auf ihm manches bemerken, was dir vorher entgangen ist. Picasso sagte einmal, ein Bild w\u00fcrde nur durch die Person lebendig, die es betrachtet. Dass man jedesmal etwas Neues auf ihnen entdeckt, macht den Umgang mit Bildern so spannend.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/buecherfragen14b.jpg\" alt=\"\" title=\"buecherfragen14b\" width=\"380\" height=\"263\" class=\"alignnone size-full wp-image-10729\" \/><\/p>\n<p>Mein Lieblingsbild hat sich \u00fcbrigens seit circa 30 Jahren nicht ge\u00e4ndert. Es ist in diesem Buch abgedruckt, und ich kenne kein sch\u00f6neres. Es ist <em><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Datei:Claude_Monet-Waterlilies.jpg&#038;filetimestamp=20041219101220\">Der Seerosenteich<\/a><\/em> von Monet; ich mag bis heute das flirrende Licht, die scheinbare Schwerelosigkeit der Br\u00fccke, das unscharfe und unwirklich wirkende Gesamtmotiv, die Farbigkeit, ach, herrlich einfach. Ich war bei meinem ersten Besuch in Paris nat\u00fcrlich im <a href=\"http:\/\/www.musee-orsay.fr\/en\/home.html\">Mus\u00e9e d&#8217;Orsay<\/a>, wo es <a href=\"http:\/\/bit.ly\/bdnjuQ\">h\u00e4ngt<\/a> \u2013 nur um feststellen zu m\u00fcssen, dass es gerade ausgeliehen war. Immerhin war der oben gezeigte Van Gogh da.<\/p>\n<p>(<a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=8724\">Der gesamte Fragebogen<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser erstes Kunstbuch von Frances Kennet und Terry Measham (kein \u00dcbersetzer_innenname im Buch zu finden). Das Buch m\u00fcsste ich so mit zehn Jahren bekommen haben, denn es ist von 1978. Darin werden verschiedene Kunstwerke abgebildet und kindgerecht erkl\u00e4rt. 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