{"id":13266,"date":"2011-06-12T11:56:22","date_gmt":"2011-06-12T09:56:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=13266"},"modified":"2011-06-14T12:42:39","modified_gmt":"2011-06-14T10:42:39","slug":"zitronen-thymian-huhn-mit-dem-tollsten-weiswein-aller-zeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=13266","title":{"rendered":"Zitronen-Thymian-Huhn mit dem tollsten Wei\u00dfwein aller Zeiten"},"content":{"rendered":"<p>Wenn mich ein <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/daheimundunterwegs\/sendungsbeitraege\/2011\/0607\/kochen.jsp\">Fleischrezept<\/a> anspringt, muss es schon verdammt gut sein, denn ansonsten lasse ich mich ja neuerdings eher von vegetarischen Rezepten anspringen. Das hier habe ich \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.bjoern-freitag.de\/flash_index.htm\">Bj\u00f6rn Freitag<\/a> gefunden, dem ich auf Twitter <a href=\"https:\/\/twitter.com\/#!\/bjoernfreitag\">folge<\/a>, und es sprang mich v\u00f6llig zu Recht an. Ganz simpel zuzubereiten, wenige Zutaten, kein Schnickschnack. Perfekt f\u00fcr einen entspannten Sommerabend.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/zitronenhuhn.jpg\" alt=\"\" title=\"zitronenhuhn\" width=\"380\" height=\"507\" class=\"alignnone size-full wp-image-13267\" \/><\/p>\n<p>Ein <strong>Bio-Huhn<\/strong> f\u00fcllen mit<br \/>\n2 <strong>Bio-Zitronen<\/strong>, geviertelt,<br \/>\n1 Bund <strong>Thymian<\/strong>,<br \/>\n1\/2 Knolle <strong>jungem Knoblauch<\/strong>,<br \/>\n<strong>Meersalz<\/strong> und<br \/>\n<strong>schwarzem Pfeffer<\/strong>.<\/p>\n<p>Im Originalrezept stand was von einer halben Zehe, aber ich behaupte, Knolle passt besser. Das Huhn auf einem Gitter in den Ofen schieben und in der Schiene darunter ein tiefes Blech einschieben, das mit <\/p>\n<p>500 ml <strong>Wasser<\/strong><\/p>\n<p>gef\u00fcllt ist. Im auf 180\u00b0 vorgeheizten Ofen f\u00fcr circa 90 Minuten braten; bei uns waren es 15 Minuten mehr. Das Huhn tranchieren und w\u00e4hrenddessen ein S\u00f6\u00dfchen zaubern. Dazu den aufgefangenen Bratensaft mit<\/p>\n<p>200 ml <strong>Wei\u00dfwein<\/strong> und<br \/>\n200 ml <strong>Gefl\u00fcgelfond<\/strong> (bei uns Gem\u00fcsebr\u00fche) auf ein Drittel einkochen lassen und mit<br \/>\n1 EL <strong>Butter<\/strong> aufmontieren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/zitronenhuhn2.jpg\" alt=\"\" title=\"zitronenhuhn2\" width=\"380\" height=\"507\" class=\"alignnone size-full wp-image-13268\" \/><\/p>\n<p>Das Originalrezept wollte dazu Polenta mit Pinienkernen, ger\u00f6steten Zwiebeln und Pecorino \u2013 habe ich gemacht, fand ich aber zu geschmacksintensiv zum Huhn. Ich war absolut gl\u00fccklich nur mit ein bisschen Fleisch, das herrlich duftete und ganz sanft nach Zitrone und Thymian schmeckte, und einem Klecks Sauce, bei der die Zitrone so richtig durchknallte. <\/p>\n<p>Dazu gab&#8217;s meinen liebsten Wei\u00dfwein, den ich in London im <a href=\"http:\/\/www.stjohnbreadandwine.com\/\">St. John Bread and Wine<\/a> das erste Mal getrunken habe. Ich zitiere mich mal eben <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=12214\">selbst<\/a>: \u201eEin <a href=\"http:\/\/www.domaineboudau.fr\/en\/vin\/188\/Muscat-Sec-Vin-de-Pays-Cotes-Catalanes.html\">Muscat sec von Domaine Boudau<\/a> 2010. Die Nase sagt: Bergamotte-Tee, der unter gelben B\u00e4umen serviert wird. Und der Gaumen sagt gar nichts mehr, sondern wirft sich ergeben dem Stoff zu F\u00fc\u00dfen: viel, viel Frucht, ohne s\u00fc\u00df zu sein, viel, viel Kraft, ohne den Kopf zu pl\u00e4tten, ein ganz gro\u00dfer Mund, eine ganz leichte S\u00e4ure, und \u00fcber allem eben diese Bergamotte-Note, die vom Gebirge runterweht und ein bisschen Schnee mitbringt. Sowas habe ich noch nie getrunken, aber davon brauche ich jetzt dringend eine Kiste.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/MuscatSecDomaineBoudau.jpg\" alt=\"\" title=\"MuscatSecDomaineBoudau\" width=\"380\" height=\"435\" class=\"alignnone size-full wp-image-13269\" \/><\/p>\n<p>Diese Kiste ist inzwischen bei mir angekommen. Der Winzer liefert leider nur nach Frankreich und Monaco, aber Google verr\u00e4t einem mehrere Shops in Deutschland. Ich pers\u00f6nlich bestellte bei <a href=\"http:\/\/www.karl-kerler.de\/Weinversand-Champagner.htm\">Karl Kerler<\/a> in N\u00fcrnberg* und bin mit Liefergeschwindigkeit und Service sehr zufrieden \u2013 bei meiner Adresse hatte sich ein kleiner Fehler eingeschlichen, weswegen die kostbare Kiste wieder zum Versender zur\u00fcckging. Nach einem freundlichen Mailwechsel bekam ich den Schatz ohne erneue Kosten nochmals zugeschickt. Danke daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Inzwischen kann ich den Geschmack auch noch etwas genauer definieren: Der Schnee vom Gebirge erinnert mich an Eisbonbons. Ganz k\u00fchle, klare Eisbonbons, die nach Earl Grey schmecken, ohne die Klebrigkeit von Bollos zu haben oder die lauwarme Langeweile von Teebeuteln. Stattdessen duftet einem eine eisige Glasplatte entgegen, auf der das Aroma aufgetragen scheint, und genauso schmeckt der Wein dann auch. Klar definierte, deutliche Geschmacksnoten, nicht das \u00fcblich diffuse \u201eirgendwas mit tropischen Fr\u00fcchten\u201c oder \u201emineralisch\u201c. Der Wein bleibt nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig lange am Gaumen, macht den Mund aber ganz gro\u00df und steigt bis in die Nase. Und: Er ver\u00e4ndert sich nicht gro\u00dfartig, ganz egal, ob man dazu Zitronenhuhn isst oder \u2013\u00a0gerade beim Tippen ausprobiert \u2013 Honigbr\u00f6tchen.<\/p>\n<p>Ich kriege mich seit gestern abend nicht mehr ein \u00fcber diesen Wein, denn er ist der einzige, den ich \u2013 behaupte ich mal \u2013 aus allen anderen Wei\u00dfweinen, die ich in den letzten zwei Jahren getrunken habe, herausschmecken w\u00fcrde, so einzigartig finde ich seinen Geschmack.<\/p>\n<p>(Wir brauchen kein Duftfernsehen. Wir brauchen Geschmacksblogs!)<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>* Wie mir ein freundlicher <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/\">Leser<\/a> gerade (Dienstag mittag) mitteilt, ist bei Herrn Kerler der Muscat \u00fcbers Wochenende ausverkauft worden. Was mich in die knifflige Lage bringt, entweder weiter \u00fcber meine Lieblinge zu schreiben und sie dann selber nicht mehr zu kriegen, weil meiner Leserschaft sie ordert, oder alle Kostbarkeiten f\u00fcr mich zu behalten, was total asig w\u00e4re. <\/p>\n<p>O-Ton Niggemeier: \u201ee-kel-haft, wie dir deine leser einfach blindlings folgen, e-kel-haft. einen wein- und fressmob kommandierst du da!\u201c <\/p>\n<p>Ich signiere meine Mails jetzt nur noch mit \u201eGeliebte F\u00fchrerin\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn mich ein Fleischrezept anspringt, muss es schon verdammt gut sein, denn ansonsten lasse ich mich ja neuerdings eher von vegetarischen Rezepten anspringen. 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