{"id":16743,"date":"2012-07-10T17:57:07","date_gmt":"2012-07-10T15:57:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=16743"},"modified":"2012-07-11T13:10:52","modified_gmt":"2012-07-11T11:10:52","slug":"filmfest-munchen-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=16743","title":{"rendered":"Filmfest M\u00fcnchen 2012"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe einen weiteren Grund gefunden, nach M\u00fcnchen zu fliegen neben Fu\u00dfball und der wundervollen Bayerischen Staatsoper: das Filmfest. Ich hatte zwar nur noch Zeit f\u00fcr die letzten beiden Tage, aber in denen habe ich in <a href=\"http:\/\/www.probek.net\/\">charmanter Begleitung<\/a> sieben Filme gesehen. F\u00fcr den Besuch in der Pinakothek der Moderne am Sonntag (wegen der ich eigentlich da war!) hat die Kondition nicht mehr gereicht, aber immerhin noch f\u00fcr <em>Taxi Driver<\/em> auf DVD. Ein rundum cineastisches Wochenende also. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/ffmuc_tickets.jpeg\" alt=\"\" title=\"ffmuc_tickets\" width=\"484\" height=\"648\" class=\"alignnone size-full wp-image-16750\" \/><\/p>\n<p>Unser toller Plan: Wir gucken uns ein paar Trailer an oder picken uns Filme nach Namen, Darsteller_innen oder Regisseur_innen raus. Das hat manchmal ganz gut geklappt, manchmal leider so was von gar nicht. <\/p>\n<p><strong>Freitag, 17 Uhr, <em><a href=\"http:\/\/www.filmfest-muenchen.de\/de\/filmprogramm\/film-abc.aspx?filmId=3707\">Wagner&#8217;s Dream<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich twitterte vor Wochen mal den <a href=\"http:\/\/wagnersdream.metoperafamily.org\/\">Trailer<\/a> und ahnte wehm\u00fctig, dass ich diesen Film nie sehen w\u00fcrde \u2013 und dann lachte er mich im Programm an. Der charmante Begleiter besorgte Karten, und so sa\u00df ich gut gelaunt im Gasteig. Der Film deckt eine Zeitspanne von f\u00fcnf Jahren ab: von der Idee einer Neuinszenierung von Wagners <em><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ring_des_Nibelungen\">Ring<\/a><\/em> durch <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Robert_Lepage\">Robert Lepage<\/a>, \u00fcber die ersten B\u00fchnenbildideen bis hin zur Installation in der Metropolitan Opera und den Premieren der vier <em>Ring<\/em>-Opern.<\/p>\n<p>Was mich v\u00f6llig umgehauen hat, war das B\u00fchnenbild, das im Trailer gut zu sehen ist. Neben der rein mechanischen Funktion der einzelnen beweglichen Elemente kam noch die spezielle Oberfl\u00e4che der Elemente hinzu: Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob es eine LED-Technologie war, aber die grafische Oberfl\u00e4che macht nicht nur Projektionen (auch in 3D) auf sie m\u00f6glich, sondern reagiert auch auf Bewegungen der S\u00e4nger_innen. So blubberten zum Beispiel bei den Rheint\u00f6chtern pl\u00f6tzlich Blasen an ihnen entlang, je nachdem, wo sie hinrutschten.<\/p>\n<p>F\u00fcr das 45-Tonnen-Gebilde musste die Met sogar ihren B\u00fchnenboden mit Stahltr\u00e4gern <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2010\/06\/08\/arts\/music\/08met.html\">verst\u00e4rken<\/a>, weil die Gefahr bestand, dass es schlicht zu schwer f\u00fcr die B\u00fchne ist. Das unheilvolle Knirschen, als die \u201eTreppe\u201c, wie ich sie nenne, zum ersten Mal auf die verst\u00e4rkte B\u00fchne geschoben wurde, war mit einer der spannendsten Momente im Film. Denn sonst war es leider eine routinierte und gut anzusehende, aber doch relativ \u00fcberraschungsarme Doku. Das freut sicher die Besetzung und das Publikum in New York, dass fast alles nach Plan lief, von den \u00fcblichen Pannen bei der Premiere mal abgesehen, aber ich als Kinog\u00e4ngerin h\u00e4tte gerne etwas mehr Drama gehabt. Daf\u00fcr haben mich Kleinigkeiten vers\u00f6hnt: Als Lepage seine Inspiration Island und Vulkane anspricht, die man danach als B\u00fchnenbild und Projektion in der <em>Walk\u00fcre<\/em> wiedersieht, erklingt im Hintergrund der <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=sAuBhWWmFTA\">Feuerzauber<\/a> aus eben dieser Oper. Und bei der Konstruktion der Elemente in Lepages \u201e<a href=\"http:\/\/lacaserne.net\/index2.php\/exmachina\/\">Werkstatt<\/a>\u201c h\u00f6ren wir Fafner und Fasolts <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4jSLtUvHxgQ\">Motiv<\/a>, die Walhall errichten. Das war schon sch\u00f6n.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 19.30 Uhr, <em><a href=\"http:\/\/www.filmfest-muenchen.de\/de\/filmprogramm\/film-abc.aspx?filmId=3611\">Strutter<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Warum wir uns den Film aussuchten, wei\u00df ich schon gar nicht mehr. In den ersten f\u00fcnf Minuten dachte ich auch, uh-oh, ich wei\u00df schon, warum ich sonst kein Independent-Kino gucke, denn die darstellerischen Leistungen der Jungs und M\u00e4dels machten relativ schnell klar, dass sie Kumpels von Regisseur Kurt Voss waren und keine Profis. Der Hauptdarsteller Flannery Lunsford schlug sich aber recht wacker, und sobald er zum ersten Mal sang, hatte der Film gewonnen. <\/p>\n<p>Inhalt: S\u00e4nger einer kleinen Band wird von Freundin verlassen, die sich ausgerechnet sein musikalisches Idol als neuen Lover aussucht. Die Band zerbricht &#8230; und so weiter und so fort. Alles charmant und h\u00fcbsch erz\u00e4hlt, gro\u00dfartige Songs, und nach dem Film waren Regisseur und einige Darsteller_innen anwesend. Nach einigen Fragen \u2013\u00a0unter anderem die nach der Finanzierung, die von <a href=\"http:\/\/www.kickstarter.com\/projects\/strutter\/strutter-a-film-by-allison-anders-and-kurt-voss?ref=live\">Kickstarter<\/a> erledigt wurde \u2013 rockte Lunsford dann noch das Haus.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/ffmuc_lansford.jpg\" alt=\"\" title=\"ffmuc_lansford\" width=\"500\" height=\"547\" class=\"alignnone size-full wp-image-16745\" \/><\/p>\n<p>Ich war in sehr puscheliger Stimmung und freute mich auf Matthew McConaughey, Gina Gershon und Emile Hirsch. Ganz. B\u00f6ser. Fehler.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 22.30 Uhr, <em><a href=\"http:\/\/www.filmfest-muenchen.de\/de\/filmprogramm\/film-abc.aspx?filmId=3573\">Killer Joe<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p>(Achtung, total verspoilert, damit niemand sich diesen Film mehr anguckt.)<\/p>\n<p>Den Film hatte Kai wegen Regisseur William Friedkin ausgesucht; ich las nur \u201eMatthew McConaughey\u201c im Programm und quietschte Zustimmung. Nach zehn Minuten im Kino war das Quietschen einem fassungslosen Z\u00e4hneknirschen gewichen. W\u00e4re ich alleine gewesen, w\u00e4r ich sofort rausgegangen, so hielt ich es noch bis zur 80. Minute aus, aber dann ging wirklich nichts mehr. Drau\u00dfen stand ich mit zitternden H\u00e4nden rum, twitterte \u201eAltherrenkackschei\u00dfe\u201c und schnorrte Besucherinnen um Zigaretten an, denn meine G\u00fcte! brauchte ich nach diesem Dreck eine Kippe. Meine Reaktion war \u00fcbrigens die <a href=\"http:\/\/www.imdb.com\/title\/tt1726669\/reviews-8\">vom Regisseur gewollte<\/a>: &#8220;You&#8217;re not supposed to enjoy it.&#8221; HAT FUCKING FUNKTIONIERT, Friedkin.<\/p>\n<p>Das erste \u201eAch du Schei\u00dfe\u201c entfuhr mir, als eine halbbekleidete Gershon Hirsch die Wohnwagent\u00fcr \u00f6ffnet und die Kamera sich an ihrer unrasierten Scham weidet. Total wichtiger Plotpoint! Echt! Dann kam T\u00f6chterchen Dottie ins Spiel, die wunderbar das total wichtige Filmklischee \u201eblonde Nymphe\u201c erf\u00fcllt. Die Kerle sind komplette Deppen oder sadistische Arschl\u00f6cher, die Frauen raffgierige Biester, die mit Sex alles erreichen. Oder eben Dottie, die zun\u00e4chst v\u00f6llig verpeilt r\u00fcberkommt und dem Killer brav ihre Jungfr\u00e4ulichkeit schenkt, weil Mama und Papa sie darum bitten. Auch sie sehen wir v\u00f6llig unbekleidet (TOTAL WICHTIGER PLOTPOINT!). Das einzige, was mich ein winziges bisschen mit diesem Schei\u00df auss\u00f6hnen konnte, war eine einzige Dialogzeile, wo man mitkriegt, dass die Verpeilte doch nicht so doof ist. So sitzt Dottie mit Killer Joe am Esstisch und fragt: &#8220;When are you going to kill our Mama?&#8221;, woraufhin er tadelnd meint, dass sei keine &#8220;proper dinner conversation&#8221;. Dottie: &#8220;Not if you plan to poison her.&#8221;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend McConaughey Gershon das Gesicht blutig schlug, bin ich gegangen. Kai erz\u00e4hlte mir zwar noch, dass Dottie \u201egewinnt\u201c und alle anderen dahingerafft werden \u2013 oder so \u00e4hnlich, ich hab nicht zugeh\u00f6rt, ich war mit Rumzetern besch\u00e4ftigt \u2013, aber das war mir egal. Rauchen. Und trinken. Viel trinken.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/ffmuc_filmewegsaufen.jpeg\" alt=\"\" title=\"ffmuc_filmewegsaufen\" width=\"484\" height=\"648\" class=\"alignnone size-full wp-image-16746\" \/><\/p>\n<p>(Auf diese Runde folgten noch drei. Bis halb sechs Uhr morgens waren wir damit besch\u00e4ftigt und ich wieder mit der Welt vers\u00f6hnt.)<\/p>\n<p><strong>Samstag, 14 Uhr, <em><a href=\"http:\/\/www.filmfest-muenchen.de\/de\/filmprogramm\/film-abc.aspx?filmId=3715\">Das Kino und sein Double: Erinnerung an Rainer Werner Fassbinders \u201eDespair\u201c<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Sehr spannende Doku \u00fcber die Dreharbeiten zu <em><a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Despair_(film)\">Despair<\/a><\/em> mit Dirk Bogarde und Andr\u00e9a Ferr\u00e9ol. Regisseur Robert Fischer ist gleichzeitig einer der <strike>Leiter<\/strike> Programmkuratoren des Filmfests, und seine Begeisterung f\u00fcr das Medium war nach dem Film sehr, sehr sp\u00fcrbar. Was mich aber v\u00f6llig dahingerafft hat, war die Anwesenheit <strike>eines D\u00e4nen, dessen Namen und Funktion ich peinlicherweise vergessen habe<\/strike> von <a href=\"http:\/\/braadthomsen.com\/\">Christian Braad Thomsen<\/a>, seines Zeichens Autor, Filmemacher und Fassbinder-Spezialist. Er hat Fassbinder bei den Filmfestspielen in Cannes 1978, wo <em>Despair<\/em> aufgef\u00fchrt wurde, im Hotelzimmer interviewt. Fischer wusste von diesem Interview und bat um ein paar O-T\u00f6ne f\u00fcr die Doku \u2013 und bekam stattdessen das ganze Material, Bild und Ton. Die Szenen sind erstmals zu sehen, und Thomsen erz\u00e4hlte mit wackeliger Stimme, dass er sie auch zum ersten Mal nach \u00fcber 30 Jahren wiedersehe \u2013 &#8220;I didn&#8217;t have the courage to watch it&#8221;.<\/p>\n<p>(Danke an J\u00f6rg Etzel f\u00fcr die Korrekturen. Etzel war in diesem Jahr einer der Redakteure f\u00fcr den Katalog zum Filmfest.)<\/p>\n<p><strong>Samstag, 17 Uhr, <em><a href=\"http:\/\/www.filmfest-muenchen.de\/de\/filmprogramm\/film-abc.aspx?filmId=3752\">Working Girl<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Einer meiner <em>guilty pleasures<\/em>: <em>Working Girl<\/em> von 1988 mit Melanie Griffith, Sigourney Weaver und Harrison Ford. Den Song <em><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=cv-0mmVnxPA\">Let the River Run<\/a><\/em> von Carly Simon singe ich gerne, wenn ich auf dem Laufband triumphiere, und in diesem Film habe ich zum ersten Mal die Unsinnigkeit von High Heels verstanden, weil Griffith morgens mit bequemen Sneakers ins B\u00fcro kommt, um sich da die angeblich so wichtige <em>corporate footwear<\/em> anzutun. Ich hatte den Film noch nie im Original gesehen \u2013\u00a0h\u00e4tte ich das, w\u00e4re mir seit 20 Jahren die Piepsstimme von Griffith auf den Zeiger gegangen. Egal. Sch\u00f6ner Film.<\/p>\n<p><strong>Samstag, 19.30 Uhr, <em><a href=\"http:\/\/www.filmfest-muenchen.de\/de\/filmprogramm\/film-abc.aspx?filmId=3598\">Rampart<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Dieser Film hat die M\u00e4nnerfreundschaft @probek \u2013 <a href=\"https:\/\/twitter.com\/thetruemilhouse\">@thetruemilhouse<\/a> wahrscheinlich empfindlich gesch\u00e4digt. Eigentlich versuchte Kai, mir <em><a href=\"http:\/\/www.filmfest-muenchen.de\/de\/filmprogramm\/film-abc.aspx?filmId=3559\">Your Sister&#8217;s Sister<\/a><\/em> schmackhaft zu machen, obwohl er ihn schon gesehen hatte. Milhouse twitterte aber, er w\u00fcrde uns <em>Rampart<\/em> ans Herz legen: \u201eSehr intensiv, fast experimentell. Schon wirklich eigen. War erst ver\u00e4rgert, fand ihn kurze Zeit sp\u00e4ter toll.\u201c Da ich Kai davor bewahren wollte, einen Film zweimal sehen zu m\u00fcssen \u2013 falsch verstandene R\u00fccksichtnahme, wie ich inzwischen wei\u00df \u2013, sa\u00dfen wir also um 19.30 Uhr in <em>Rampart<\/em>, und dieses Mal w\u00e4re Kai gerne nach zehn Minuten gegangen. Das erfuhr ich aber erst nach 60 Minuten, als ich zum ersten Mal fl\u00fcsterte: \u201eDas n\u00e4chste Mal h\u00f6ren wir nicht auf Milhouse.\u201c Danach quengelten wir leise weiter vor uns hin, teilten Erdn\u00fcsse und warteten nicht mal darauf, dass der Abspann zu Ende war.<\/p>\n<p>Die Story, copypaste von der ffmuc-Seite: \u201eDave Brown ermittelt in Los Angeles in einer Anti-Gang-Einheit. In seinen Methoden ist er wenig zimperlich, die Grenzen zwischen Recht und Unrecht sind bei ihm flie\u00dfend. Was er nicht wei\u00df: Seine Einheit steht unter Beobachtung. Als er eines Tages bei der Misshandlung eines Verd\u00e4chtigen gefilmt wird, ger\u00e4t sein Leben vollends aus den Fugen: Er steht im Zentrum eines Polizeiskandals \u2013 seine Karriere als Cop ist beendet. Und auch privat l\u00e4uft alles schief: Die beiden Ex-Frauen und seine T\u00f6chter wenden sich von ihm ab.&#8221;<\/p>\n<p>Klingt erstmal okay. Das Dumme ist nur, dass Woody Harrelson nicht der Schauspieler ist, diesen Film tragen zu k\u00f6nnen. Denn statt eines banalen Actionfilms oder eines Mainstream-Dramas \u2013 das hatte ich nach dem obenstehenden Text vermutet \u2013 ist <em>Rampart<\/em> eher eine Meditation als ein stringent erz\u00e4hlter Film. Jede Szene dauert gef\u00fchlt zehn Minuten, und in ihr passiert meist: nichts. Oder nur Zeug, das in 30 Sekunden h\u00e4tte abgefr\u00fchst\u00fcckt werden k\u00f6nnen. Oder Zeug, das langweilt und die Story nicht vorantreibt, die, wie gesagt, sowieso nur in Ans\u00e4tzen vorhanden ist.<\/p>\n<p>Kai war danach extrem genervt (k\u00f6nnte auch Hunger gewesen sein, man kommt hier ja zu nix au\u00dfer Erdn\u00fcssen), ich auch, aber dummerweise arbeitet <em>Rampart<\/em> in einem weiter. In mir jedenfalls. Ich gr\u00fcbele immer noch \u00fcber die Motivation von Brown, seiner Biografie, seinem Verhalten Frauen gegen\u00fcber, das so gar nicht zu seinen brutalen Methoden passen will, die er im Arbeitsalltag hat \u2013\u00a0und dann in Ans\u00e4tzen doch &#8230; sein Charakter erscheint mir immer vielschichter, je l\u00e4nger ich \u00fcber den Film nachdenke. Und wenn dieser ne halbe Stunde k\u00fcrzer gewesen w\u00e4re und einen anderen Hauptdarsteller gehabt h\u00e4tte, h\u00e4tte ich wahrscheinlich \u201eMeisterwerk\u201c getwittert. Hm. Muss ich allen Ernstes noch mal gucken. (Ich h\u00f6re das Gackern aus M\u00fcnchen bis hierher!)<\/p>\n<p><strong>Samstag, 22 Uhr, <em><a href=\"http:\/\/www.filmfest-muenchen.de\/de\/filmprogramm\/film-abc.aspx?filmId=3550\">Safety Not Guaranteed<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Der letzte Film, den wir verschwitzt erreichten, weil die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/S-Bahn_M%C3%BCnchen\">Stammstrecke<\/a> in M\u00fcnchen pausierte (London-Feeling) und wir vom Cinemaxx am Isartor in die <a href=\"http:\/\/www.hff-muenchen.de\/\">HFF<\/a> mussten. Schwitzen macht mich quengelig, aber der Film hatte mich nach einer Minute vers\u00f6hnt. <\/p>\n<p>Der Ausgangspunkt von <em>Safety<\/em> ist eine Anzeige, die 1997 wirklich geschaltet wurde \u2013 und zwar, weil das <em>Backwoods Home Magazine<\/em> in Seattle ihre Anzeigenseite nicht voll bekam. Daher <a href=\"http:\/\/www.backwoodshome.com\/articles2\/silveira125.html\">texteten<\/a> sie selbst: \u201eWanted: Somebody to go back in time with me. This is not a joke. You&#8217;ll get paid after we get back. Must bring your own weapons. I have only done this once before. Safety not guaranteed.\u201c<\/p>\n<p>Im Film bittet Reporter Jeff seine Chefin darum, dieser Anzeige nachzugehen. Die Praktikant_innen Darius und Arnau werden von ihm mitgeschleppt, um den Absender auf die Spur zu kommen. Eigentlich will Jeff aber nur seine alte Jugendliebe wiederfinden, Darius empfindet sich als Au\u00dfenseiterin und f\u00fchlt sich auf dieser Au\u00dfenseitermission wohl, und Arnau war eben einfach da. Sie finden den Absender Kenneth, Jeff blitzt bei ihm ab, w\u00e4hrend Darius sich sein Vertrauen erk\u00e4mpft, weil sie sowohl eine Mission hat als auch \u00fcberzeugend Kenneths Formulierung der Anzeige bem\u00e4ngelt, denn sie wisse nicht, ob ein Morgenstern eine passende Waffe sei.<\/p>\n<p>Ich will von dem Film \u00fcberhaupt nichts verraten, au\u00dfer dass ich mein Make-up verheult habe und mir gleichzeitig der Bauch vom Lachen wehtat. Sch\u00f6ne Grundidee, clever ausformuliert, und vor allem l\u00e4sst der Film seine Figuren nie im Stich, so obskur die Story auch sein mag. Man hat nie das Gef\u00fchl, das ist jetzt blo\u00df ne Finger\u00fcbung. Ganz im Gegenteil. Man kommt raus und denkt, ja klar, 42, logisch, alles flie\u00dft, passt schon. Und dann ist es auch noch warm und man wei\u00df, dass zuhause (oder beim charmanten Gastgeber) ein Bier wartet. Perfekt. Perfekter Abschluss.<\/p>\n<p>N\u00e4chstes Jahr wieder.<\/p>\n<p>Ach ja, und Kai hat endlich was zu essen gekriegt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/ffmuc_doener.jpeg\" alt=\"\" title=\"ffmuc_doener\" width=\"478\" height=\"640\" class=\"alignnone size-full wp-image-16751\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe einen weiteren Grund gefunden, nach M\u00fcnchen zu fliegen neben Fu\u00dfball und der wundervollen Bayerischen Staatsoper: das Filmfest. 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