{"id":18199,"date":"2013-01-03T09:11:11","date_gmt":"2013-01-03T07:11:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=18199"},"modified":"2013-01-03T13:13:32","modified_gmt":"2013-01-03T11:13:32","slug":"links-vom-3-januar-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=18199","title":{"rendered":"Links vom 3. Januar 2013"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der <em>New Yorker<\/em> <a href=\"http:\/\/www.newyorker.com\/reporting\/2013\/01\/07\/130107fa_fact_green?currentPage=all\">\u00fcber<\/a> den Show-Taschendieb Apollo Robbins<\/strong> und warum sich inzwischen nicht nur Las Vegas, sondern auch Neurowissenschaftler_innen und das Milit\u00e4r f\u00fcr ihn interessieren:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWhen Robbins hits his stride, it starts to seem as if the only possible explanation is an ability to start and stop time. At the Rio, a man\u2019s cell phone disappeared from his jacket and was replaced by a piece of fried chicken; the cigarettes from a pack in one man\u2019s breast pocket materialized loose in the side pocket of another; a woman\u2019s engagement ring vanished and reappeared attached to a key ring in her husband\u2019s pants; a man\u2019s driver\u2019s license disappeared from his wallet and turned up inside a sealed bag of M&#038;M\u2019s in his wife\u2019s purse.<\/p>\n<p>After the performance, Robbins and I had dinner at the bar. \u201cA lot of magic is designed to appeal to people visually, but what I\u2019m trying to affect is their minds, their moods, their perceptions,\u201d he told me. \u201cMy goal isn\u2019t to hurt them or to bewilder them with a puzzle but to challenge their maps of reality.\u201d<\/p><\/blockquote>\n<p>(via <a href=\"http:\/\/twitter.com\/dirksteins\">@dirksteins<\/a>)<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Michael Schmidt, Leiter des Klassik-Portals beim Bayerischen Rundfunk, <strong><a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/essayunddiskurs\/1961755\/#\">vergleicht<\/a> im Deutschlandfunk Wagner und Verdi miteinander. <\/strong>Ein sch\u00f6ner Reinkommer ins Wagner- und Verdi-Jahr 2013.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eGiuseppe Verdi und Richard Wagner gelten gleicherma\u00dfen als die gro\u00dfen Vollender des musikdramatischen Stils. Beide setzen musikalische Ausdrucksmittel freier und ungebundener ein, was sich in einer Aufgabe der starren Rezitativ-Arie-Gliederung \u00e4u\u00dfert oder auch im freieren Umgang mit der Harmonik. Trotzdem nehmen die durchkomponierten Musikdramen bei Wagner und Verdi sehr unterschiedliche Erscheinungsformen an.<\/p>\n<p>Verdis Musik wirkt mit ihren einpr\u00e4gsamen Melodien oft volksnah. Seine Opern zeichnen realistische Charaktere und Typen, deren bewegendes Schicksal aus der jeweiligen Situation heraus illustriert wird. Wagner dagegen zeigt sich in seinen Opern als Mythomane, der von Ideen geleitet wird. Meist w\u00e4hlte er mythologische Stoffe, um eine allgemeing\u00fcltige Aussagekraft zu erlangen. Verdi war die Idee einer solchen Kunstreligion oder die Idee des K\u00fcnstlers als Propheten v\u00f6llig fremd. W\u00e4hrend Wagner mit G\u00f6ttern, Halbg\u00f6ttern oder mythischen Wesen wie Siegfried und Br\u00fcnnhilde operierte, ging es Verdi um die Darstellung konkreter menschlicher Personen wie Othello und Desdemona.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>(vermutlich via <a href=\"https:\/\/twitter.com\/DKultur\">@DKultur<\/a>)<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang, wenn auch ohne Verdi und Wagner: <strong>die laut <em>NYT<\/em> <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2012\/12\/21\/arts\/music\/the-best-classical-music-recordings-of-2012.html\">besten Klassik-Einspielungen des letzten Jahres<\/a><\/strong>. Falls ihr eure Bibliothek erweitern oder \u00fcberhaupt mal aufbauen wollt. Immer eine gute Idee!<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Andreas Beyer, Professor f\u00fcr Kunstgeschichte und Leiter des Deutschen Forums f\u00fcr Kunstgeschichte in Paris, er\u00f6ffnet in der <em>FAZ<\/em> eine neue Serie: \u201eDie zweite Reihe.\u201c Sie befasst sich mit den <strong>Kunstsch\u00e4tzen der Berliner Gem\u00e4ldegalerien, die mehr Beachtung verdient h\u00e4tten<\/strong>. Den Start macht die \u201eAuffindung des heiligen Sebastian\u201c von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Georges_de_la_Tour\">Georges de la Tour<\/a>. Ich bin schon nach <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/kunst\/die-zweite-reihe-1-de-la-tours-auffindung-des-heiligen-sebastian-12012060.html\">diesen ersten Zeilen<\/a> sehr angefixt.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie Besonderheit des Berliner Gem\u00e4ldes wird im Vergleich mit einer weiteren Fassung des Bildes im Pariser Louvre deutlich. Diese gilt gemeinhin als das Original, die Berliner Variante als Kopie (weshalb sie dort auch unter \u201eWerkstatt\u201c firmiert und ins Untergeschoss verbannt wurde). Grund daf\u00fcr ist, dass in Paris die Bildfl\u00e4che insgesamt heller erscheint.<\/p>\n<p>In der Pariser Fassung hat der Maler durch erhebliche Beimischung von Lapislazuli f\u00fcr einen dauerhaften Erhalt der blauen Farbe gesorgt; im Berliner Bild, das materiell scheinbar weniger ambitioniert ausgef\u00fchrt worden ist (deshalb die Werkstattzuschreibung), hat das Fehlen dieses Zusatzes zu fr\u00fchzeitiger Verdunkelung gef\u00fchrt. Das bewirkt freilich, dass im Berliner Bild der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chiaroscuro\">Chiaroscuro<\/a>-Effekt, das spektakul\u00e4re Helldunkel, weitaus st\u00e4rker zum Tragen kommt. Und f\u00fcr nichts ist Georges de la Tour bekannter und zu Recht mehr gesch\u00e4tzt.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>(via <a href=\"http:\/\/twitter.com\/helge_david\">@helge_david<\/a>)<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Und zum Schluss <strong><a href=\"http:\/\/www.herzdamengeschichten.de\/2013\/01\/02\/der-doppelte-wolf-des-dezembers\/\">zwei Buchtipps von Herrn Buddenbohm<\/a><\/strong>, die einem eventuell einen Klo\u00df im Hals verschaffen.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWenn man zu Borchert Schnurre parallel liest \u2013 nein, dann kann man sich dennoch nicht vorstellen, was aus ihm geworden w\u00e4re, wenn er l\u00e4nger Zeit gehabt h\u00e4tte. Wie er wohl zum Frieden gefunden h\u00e4tte. Nur bei den Naturschilderungen merkt man vielleicht ganz kurz, nur ein, zwei Zeilen lang, was ihm im Frieden noch m\u00f6glich gewesen w\u00e4re, bei den Liebesgeschichten ahnt man es vielleicht auch, wie sie sp\u00e4ter geendet h\u00e4tten, wenn sie nicht im und durch den Krieg geendet h\u00e4tten. Borchert hat das Theaterst\u00fcck \u201eDrau\u00dfen vor der T\u00fcr\u201c in nur acht Tagen geschrieben, das ist eine brennende Intensit\u00e4t, die man auch den Geschichten anmerkt, er hatte einfach keine Zeit, er hat geschrieben und geschrieben, mit der Hand, immer weiter, in Heften und auf Zeitungsr\u00e4ndern, wenn kein anderes Papier da war, in fliegender, fiebernder Eile. Er hat nach dem Krieg erst gemerkt, wie gut er Prosa schreiben konnte, er dachte zuerst, er sei Lyriker, beruflich hielt er sich lange Zeit f\u00fcr einen Schauspieler. Als die Geschichtentexte dann endlich kamen, da war das Aufschreiben schon kaum noch zu schaffen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der New Yorker \u00fcber den Show-Taschendieb Apollo Robbins und warum sich inzwischen nicht nur Las Vegas, sondern auch Neurowissenschaftler_innen und das Milit\u00e4r f\u00fcr ihn interessieren: \u201eWhen Robbins hits his stride, it starts to seem as if the only possible explanation is an ability to start and stop time. 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