{"id":18945,"date":"2013-04-28T15:22:05","date_gmt":"2013-04-28T13:22:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=18945"},"modified":"2013-04-28T16:17:43","modified_gmt":"2013-04-28T14:17:43","slug":"zweites-semester-zweite-woche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=18945","title":{"rendered":"Zweites Semester, zweite Woche"},"content":{"rendered":"<p><strong>Montag<\/strong><\/p>\n<p>Der Geh\u00f6rbildungskurs f\u00e4llt wieder aus, und wieder erfahre ich es erst, als ich vor der T\u00fcr zum Seminarraum stehe und den dort angeklebten Zettel lese. Gut, dann ziehe ich den geplanten Bibliotheksbesuch um eine Stunde vor, gehe aus dem f\u00fcnften in den ersten Stock des <a href=\"http:\/\/www.uni-muenchen.de\/aktuelles\/lmu_shop\/index.html\">Schweinchenbaus<\/a> und suche dort den Handapparat der Dozentin des Werkh\u00f6renkurses. (Nebenbemerkung zum Link: Ich kichere seit Minuten dar\u00fcber, dass auf einer offiziellen LMU-Seite dieser Begriff verwendet wird, wenn auch in Anf\u00fchrungszeichen. Das Geb\u00e4ude hei\u00dft \u00fcbrigens wegen seiner fiesen pinkfarbenen Fassade so. Armes Ding.)<\/p>\n<p>Ich finde den Handapparat nicht, aber da kommt schon ein Kommilitone auf mich zu, der mich vor dem Regal hat herumirren sehen: \u201eWir kopieren den Ordner gerade. Sollen wir dir was mitkopieren?\u201c Ich bejahre, z\u00fccke Kleingeld, dann bezahlt wieder jemand anders von uns vieren, dann ich wieder, gerade wie&#8217;s halt so passt, und warte auf meine Kopien. Als wir alle mit jeweils 40 Seiten versorgt sind, fragt eine Kommilitonin, was sie mir schulde. Ich bin kurz davor, ihr den Kopf zu t\u00e4tscheln und meine, die 80 Cent w\u00e4ren schon okay so.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?attachment_id=18951\" rel=\"attachment wp-att-18951\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/130425_LMU.jpg\" alt=\"\" title=\"130425_LMU\" width=\"500\" height=\"670\" class=\"alignnone size-full wp-image-18951\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>(Das ist nicht der Schweinchenbau, sondern das wundersch\u00f6ne Hauptgeb\u00e4ude, und ich stehe gerade vor Raum A 214.)<\/em><\/p>\n<p><strong>Dienstag<\/strong><\/p>\n<p>Die erste Sitzung im Kurs \u201eSkulptur und Plastik 1890\u20131950\u201c. Bei der Dozentin hatte ich letztes Mal den Portr\u00e4tkurs, und weil ich ihre Kodderschnauze so mag, war schon vor dem Erscheinen des Vorlesungsverzeichnisses klar, dass ich wieder bei ihr sitzen werde. Dieses Mal lerne ich also was \u00fcber Skulpturen, und das habe ich bitter n\u00f6tig, denn davon habe ich noch weniger Ahnung als von Bildern. Einer ihrer ersten S\u00e4tze ist, dass man sich bei Plastik eh nur um die Jahre 1900 bis 1930 k\u00fcmmern m\u00fcsste, davor w\u00e4re alles traditionell und danach alles \u201eJeder ist ein K\u00fcnstler\u201c. Ich lerne, dass abstrakte Kunst immer noch die Natur als Bezugspunkt hat und sie, ta-daa, abstrahiert, w\u00e4hrend konkrete Kunst keinen Bezugsrahmen mehr habe. Warum sie dann \u201ekonkret\u201c hei\u00dft, habe ich vergessen. (Danke, <a href=\"https:\/\/twitter.com\/percanta\">percanta<\/a> wei\u00df es: \u201eBei konkreter Lyrik wird das Prinzip der Autoreferentialit\u00e4t ins Extrem getrieben, Sprache verweist auf sich selbst bzw. stellt sich in der konkreten Lyrik selbst dar.\u201c So ist es bei der Kunst auch.)<\/p>\n<p>Bei der Referatvergabe schnappe ich mir einen K\u00fcnstler, von dem ich noch nie geh\u00f6rt habe, mit einem Werk, dass ich noch nie sah. Das hat im letzten Semester mit <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=17835\">Hans Memling<\/a> wunderbar geklappt \u2013 ich bin seitdem ein Groupie der alten Niederl\u00e4nder \u2013, das klappt dieses Mal mit Herrn <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alexander_Archipenko\">Archipenko<\/a> und seiner <em><a href=\"http:\/\/www.google.de\/imgres?sa=X&#038;hl=de&#038;biw=1324&#038;bih=724&#038;tbm=isch&#038;tbnid=vP-TEf8WHYfMfM:&#038;imgrefurl=http:\/\/www.lauritz.com\/de\/auktion\/kopie-nach-alexander-archipenkos-schreitenden-20-jh\/i2322746\/%3FReturnUrl%3Dhttp%253A%252F%252Fwww.lauritz.com%252FItemList%252FItemList.aspx%253FLanguageId%253D4%2526SO%253D2%2526IgId%253D44%25232322746EndTagRU&#038;docid=sdUCplV3I-XE4M&#038;imgurl=http:\/\/193.238.185.184\/images\/2322746%253Fsize%253Dlarge%2526index%253D1&#038;w=300&#038;h=368&#038;ei=-A99UcfALIK14AS-lIDYDw&#038;zoom=1&#038;iact=rc&#038;dur=551&#038;page=1&#038;tbnh=138&#038;tbnw=111&#038;start=0&#038;ndsp=39&#038;ved=1t:429,r:0,s:0,i:83&#038;tx=44&#038;ty=62\">Schreitenden<\/a><\/em> hoffentlich auch.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Im Prop\u00e4deutikum, das die Vorlesung \u201eKunstgeschichte 1500\u20132000\u201c begleitet und \u00fcber das ich <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=18921\">hier<\/a> schon einmal schrieb, befassen wir uns dieses Mal mit der Baugeschichte des Petersdoms. Ich lerne Namen und Begriffe wie <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Antonio_da_Sangallo_der_J%C3%BCngere\">Sangallo<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.arthistoricum.net\/themen\/themenportale\/renaissance\/lektion-9\/5-der-neubau-von-st-peter-in-rom\/\">UA 1<\/a> und stelle erfreut fest, dass ich noch eine Menge der architektonischen Begriffe kenne, die ich f\u00fcr die Klausur auswendig lernen musste. Ich stelle allerdings auch fest, was ich schon wieder alles vergessen habe. (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kolossalordnung\">Kolossalordnung<\/a>! Wei\u00df ich doch!)<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Abends gab&#8217;s Fu\u00dfball im Fernsehen, da schlug so ein bayerischer Verein einen aus Barcelona. Vor meinem Fenster in der \u00e4u\u00dferst spie\u00dfigen Maxvorstadt hupten einige Menschen zaghaft, w\u00e4hrend andere im Vereinstrikot sich lautstark freuten. Ich widerstand dem Drang, mein Gomez-Trikot triumphal aus dem Fenster zu h\u00e4ngen, und prostete anderen Fans imagin\u00e4r und auf Twitter zu.<\/p>\n<p><strong>Mittwoch<\/strong><\/p>\n<p>Zweite Stunde Werkh\u00f6ren, in der ich mich etwas d\u00e4mlicher anstellte als im Skulpturenkurs. Als die Referate vergeben wurden, war ich g\u00e4nzlich unvorbereitet (ich h\u00e4tte beim Kopieren am Montag mal die anderen Seiten im Ordner angucken sollen, wo die Themenvorschl\u00e4ge lagen), bat die Dozentin, mir einfach ein Thema zu geben und darf jetzt im Juni bei wahrscheinlich 30 Grad \u00fcber das Weihnachtsoratorium referieren. <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weihnachts-Oratorium_(Bach)#Teil_I:_.E2.80.9EJauchzet.2C_frohlocket.E2.80.9C\">Jauchzet, frohlocket<\/a>.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Nach dem Kurs trug mich mein Fahrrad mit dem sch\u00f6nen Namen Grane (das googeln Sie bitte mal selbst, am sinnigsten im Zusammenhang mit Wagners <em>Ring<\/em>) vom Schweinchenbau ins Hauptgeb\u00e4ude, wo ein weiterer Lieblingsdozent mit der Vorlesung \u201eAltniederl\u00e4ndische Malerei\u201c auf mich wartete. Auch bei ihm war klar, den w\u00e4hle ich, ganz egal wor\u00fcber er redet, aber dass es ausgerechnet meine neuen Lieblinge sind, macht das ganze nat\u00fcrlich noch toller. In der letzten Stunde meinte er zur Einleitung: \u201eIch kann Sie nur zu Ihrer hervorragenden Kurswahl begl\u00fcckw\u00fcnschen. Die Geschichte der europ\u00e4ischen Malerei ist ohne die Niederl\u00e4nder nicht nachzuvollziehen.\u201c Nach den schmeichelhaften Worten folgten allerdings 90 Minuten lang verschiedene Stammb\u00e4ume aus Burgund und Flandern aus 200 Jahren und der dringende Hinweis, das auswendig zu lernen, \u201edas begegnet Ihnen immer wieder.\u201c \u00c4chz.<\/p>\n<p>In dieser Stunde kamen zu den Namen wie Johann Ohnefurcht, Philipp der Gute, Maria von Burgund und Maximilian von \u00d6sterreich die passenden L\u00e4ndereien dazu. Wir streiften per Powerpoint durch Br\u00fcgge, Antwerpen, Breda, Utrecht, Br\u00fcssel und Gent, ich lernte die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lukas-Madonna\">Lukas-Madonna<\/a> (Lukas hat ein Buch in der Hand; er gilt als der Evangelist, der die erste Biografie der Mutter Gottes schrieb) und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Maria_lactans\">Maria lactans<\/a> als \u00dcberbegriff kennen und erg\u00f6tzte mich zum wiederholten Male an allem, was Jan van Eyck jemals gemalt hatte.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Abends gab&#8217;s Fu\u00dfball im Fernsehen, da schlug so ein Verein aus Dortmund einen aus Madrid, was ich aber erst ab der zweiten Halbzeit bewusst mitbekam, weil ich davor unplanm\u00e4\u00dfig viel arbeiten musste. So f\u00fcr Geld. Mach ich ja auch noch. <\/p>\n<p><strong>Donnerstag<\/strong><\/p>\n<p>Erste Sitzung in Musikwissenschaft bzw. der Ringvorlesung Musikgeschichte. In diesem Semester befassen wir uns mit allem zwischen 1830 und heute, was ich f\u00fcr ein ziemlich gewagtes Unterfangen hielt, weil das alles in meinem Kopf noch nicht recht zusammenpassen will, so von Wagner zu Cage und so. Aber: Der Professor begann schlauerweise damit, uns einen kurzen gesellschaftspolitischen Abriss \u00fcber das 19. und 20. Jahrhundert zu geben und so Str\u00f6mungen aufzuzeigen, die sich auch musikalisch niederschlugen und die sich teilweise sogar glichen. Also zum Beispiel die vielen technischen Neuerungen, die das 19. Jahrhundert mit sich brachte und so neue Instrumente schuf; unser heutiges Klavier ist ein Kind des 19. Jahrhunderts, und die Bl\u00e4ser arbeiten auf einmal mit Ventilen anstatt mit Klappen. Der Klang ver\u00e4ndert sich, die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr das Orchester ver\u00e4ndern sich \u2013 genau wie im 20. Jahrhundert, wo auf einmal Synthesizer und Computer zum Instrumentarium geh\u00f6rten. Technik bedeutete auch, dass durch Schallplatten, CDs und MP3s aus dem ephemeren Kunstwerk Musik auf einmal ein st\u00e4ndig pr\u00e4sentes wurde. Die Arbeitsbedingungen von K\u00fcnstlern \u00e4nderten sich; sie wurden von Hofkomponisten zu eigenst\u00e4ndigen Unternehmern und sind es bis heute. Wagner legte mit seinem soganannten \u201eKunstwerk der Zukunft\u201c und seiner \u201eunendlichen Melodie\u201c den Grundstein f\u00fcr die Zw\u00f6lftonmusik, den Bruch von Dur- und Moll-Tonalit\u00e4ten und das \u201eGesamtkunstwerk\u201c. Im 20. Jahrhundert begann Sch\u00f6nberg mit <em><a href=\"http:\/\/open.spotify.com\/album\/6D0F7JfTsN5VSBMz3nBacj\">Farben<\/a><\/em> die \u201eBefreiung von Klang und Ger\u00e4usch\u201c \u2013 es gibt keine Melodie mehr, der man folgt, sondern nur noch \u201echangierende Kl\u00e4nge\u201c. Weitere Stichworte: Filmmusik, politische Musik, popul\u00e4re Musik, Globalisierung. Okay, sold. Gimme more.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?attachment_id=18949\" rel=\"attachment wp-att-18949\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/dresslikeamuwistudent.jpg\" alt=\"\" title=\"dresslikeamuwistudent\" width=\"500\" height=\"590\" class=\"alignnone size-full wp-image-18949\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>(<a href=\"http:\/\/www.threadless.com\/product\/1284\/Do-Re-Mi-Quack\">Dress<\/a> like a MuWi-student.)<\/em><\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Theoretisch h\u00e4tte ich jetzt zwei Stunden Pause bis zur Vorlesung in KuGi, aber wer sind wir denn, im Caf\u00e9 rumsitzen kann ich auch wann anders: Ich setze mich stattdessen in die Vorlesung \u201eFranz\u00f6sische Kunst des 17. Jahrhunderts: Architektur, Skulptur, Malerei\u201c. Tolles Thema \u2013\u00a0eher untoller Dozent. Das ist n\u00e4mlich der Herr, bei dem ich im letzten Semester was \u00fcber die Romanik lernen durfte, und er ist der einzige, bei dem ich mal eingeschlafen bin. Und: Er r\u00fcckt seine Folien erst nach Aufforderung heraus, was im Wintersemester so aussah: Zu Weihnachten, also zwei Monate nach Vorlesungsbeginn, standen sie zum Download bereit, jedenfalls der erste Teil \u2013 250 Seiten unbeschriftete Bilder, 300 MB. Ist klar. Wenn ich nicht einen riesigen Bildband zum Thema besessen h\u00e4tte, aus dem nebenbei fast alle Bilder stammten, w\u00e4re ich mit Pauken und Trompeten durch die Klausur gefallen. Ich habe in der VL nie einen roten Faden gesehen, wir sprangen von Kirche zu Kirche, hier ein Kapitell, da ein Tympanon, dort ein Kreuzgang, ich wusste nie, warum und wieso und ich war dauernd genervt. Aber: Nach der letzten Stunde dachte ich nicht mehr, schnarch, Romanik, sondern WOW, ROMANIK! Anscheinend hat er mir doch etwas beibringen k\u00f6nnen bzw., noch besser, die Liebe zu einer Epoche in mir wecken k\u00f6nnen, ohne dass ich es gemerkt habe. <\/p>\n<p>Daher setze ich mich jetzt in seine neue Vorlesung, in der wieder zu 95 Prozent Senior_innen sitzen (letztes Mal waren wir 14 Leute in der Klausur aus einem H\u00f6rsaal, in den 150 Menschen reinpassen und der immer gut gef\u00fcllt war) und versuche wachzubleiben. Das klappt bis jetzt, aber genau wie beim letzten Mal springen wir gerade von einer Schlossfassade zur n\u00e4chsten, dann ne Kirche in Paris, dann ein Platz in habichvergessen &#8230; egal, ich muss nicht mitschreiben, ich kriege hier keine Punkte, und irgendwas wird schon h\u00e4ngenbleiben.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Und dann endlich die Vorlesung zur Kunstgeschichte, Renaissance bis heute, bei einem neuen Dozenten. Eine meiner Kommilitoninnen beschwerte sich im Skulpturenkurs bei mir, dass sie ihn nicht so toll f\u00e4nde, woraufhin ich h\u00e4ndewedelnd widersprach. Der gute Mann hat es n\u00e4mlich drauf, seine Folien fast werbisch zu verfassen. Immer sch\u00f6n Dinge anteasern, die man nur versteht, wenn man ihm zuh\u00f6rt \u2013 Zusammenh\u00e4nge, Details, K\u00fcnstler und was die mit anderen K\u00fcnstlern zu tun haben. Oder mit diesem Bild, was wir gerade sehen. Oder mit dem, was wir vor f\u00fcnf Minuten gesehen haben. Ich pers\u00f6nlich habe 20 Aha-Effekte in jeder Sitzung und h\u00e4nge an seinen Lippen. Au\u00dferdem bewundere ich ihn f\u00fcr seine Contenance, denn in der ersten Sitzung meldete sich mitten im Satz eine Dame in der ersten Reihe und hielt ihre Hand stoisch f\u00fcnf Minuten hoch, bis er sie sah, woraufhin sie die Kracherfrage loslie\u00df, ob das klausurrelevant sei. Klausurrelevant. Erste Sitzung. Ich war schon beim Fremdsch\u00e4men, als er meinte, \u00fcber die \u201etechnischen Details\u201c des Kurses spr\u00e4chen wir am Ende, als sie noch mal nachlegte: \u201eWann ist denn die Klausur?\u201c Und daraufhin wurde er ein bisschen lauter und meinte, wenn das unsere einzige Sorge w\u00e4re, ob irgendwas klausurrelevant sei, dann sollten wir unsere Studienwahl bitte noch mal \u00fcberdenken. An mein Herz!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?attachment_id=18953\" rel=\"attachment wp-att-18953\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/130426_LMU.jpg\" alt=\"\" title=\"130426_LMU\" width=\"500\" height=\"397\" class=\"alignnone size-full wp-image-18953\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>(Die LMU er\u00f6ffnet den Sommer: Die Springbrunnen sind an.)<\/em><\/p>\n<p><strong>Freitag<\/strong><\/p>\n<p>Wie Montag ein sehr kurzer Unitag, der nur aus einem Kurs besteht, n\u00e4mlich der \u00dcbung zur Vorlesung in Musikgeschichte. Auch wieder ein neuer Dozent, und der wird es etwas schwerer haben, an mein Herz zu kommen: Er kann n\u00e4mlich nicht stillhalten. Wenn er nicht in der Gegend rumwandert und gestikuliert, steht er vorne am Pult oder am Overheadprojektor oder am Rechner oder am CD-Spieler und daddelt mit irgendwas rum, mit Kreide, mit der Beamer-Fernbedienung, mit einem Stift, mit seinen Unterlagen. Es. Macht. Mich. Wahnsinnig. Ich habe irgendwann nur noch in mein Moleskine geguckt, auch wenn ich gerade nichts zur <a href=\"http:\/\/open.spotify.com\/track\/6IBxyCHeXatRw0szLfMcmQ\">Symphonie Fantastique<\/a> von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hector_Berlioz\">Berlioz<\/a> zu notieren hatte, aber sonst w\u00e4re ich irgendwann aufgesprungen und h\u00e4tte ihn an irgendwas gefesselt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag Der Geh\u00f6rbildungskurs f\u00e4llt wieder aus, und wieder erfahre ich es erst, als ich vor der T\u00fcr zum Seminarraum stehe und den dort angeklebten Zettel lese. 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