{"id":1988,"date":"2007-04-30T08:24:44","date_gmt":"2007-04-30T06:24:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=1988"},"modified":"2007-04-30T08:25:24","modified_gmt":"2007-04-30T06:25:24","slug":"the-last-king-of-scotland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=1988","title":{"rendered":"The Last King of Scotland"},"content":{"rendered":"<p><em><a href=\"http:\/\/imdb.com\/title\/tt0455590\/\">The Last King of Scotland <\/a>(Der letzte K\u00f6nig von Schottland \u2013 In den F\u00e4ngen der Macht)<\/em> erz\u00e4hlt die Geschichte eines jungen, idealistischen Arztes Nicholas (James McAvoy) aus Schottland, der eher aus Unwissenheit denn aus \u00dcberzeugung nach bestandenem Examen nach Uganda reist, um dort auf dem Land zu arbeiten. Zuf\u00e4llig begegnet er dem neuen Herrscher des Landes, Idi Amin (Forest Whitaker), der ihn kurzerhand einl\u00e4dt, sein Leibarzt zu werden. Nicholas z\u00f6gert, schlie\u00dflich wollte er eher den Einheimischen helfen als dem Pr\u00e4sidenten, aber er l\u00e4sst sich von den Versprechungen, das ugandische Gesundheitswesen mitaufbauen zu k\u00f6nnen, blenden und sagt zu. <\/p>\n<p>Bis zu diesem Zeitpunkt ist <em>Last King<\/em> noch eine h\u00fcbsche Landpartie, wir sehen einen Staat im Aufbruch, viele gut gelaunte Schwarze, bunte Kost\u00fcme und diverse blitzende Fahrzeuge aus Stuttgart. Nat\u00fcrlich wissen wir aus dem Geschichtsunterricht, dass ein Film, in dem Idi Amin angeblich dein Freund ist, irgendwie nicht gut weitergehen kann. Aber Whitaker schafft es, den Diktator nie v\u00f6llig durchgedreht zu zeigen. Die ersten Anfl\u00fcge von Paranoia sind zwar bald da, aber Whitaker widersteht der Versuchung, den Klischeeirren zu geben. Selbst die abscheulichsten Morde kann er irgendwie zurechtargumentieren, ohne dass man ihm dabei gro\u00df widersprechen kann.<\/p>\n<p>Ebenso beeindruckend: James McAvoy als Nicholas. Eigentlich ist seine Rolle nicht unbedingt der Schwiegermuttertraum \u2013 karrieregeil, realit\u00e4tsfremd und so d\u00e4mlich, sich ausgerechnet an eine Frau seines Chefs ranzumachen \u2013, aber auch er kriegt uns irgendwie auf seine Seite. Und das nicht erst zum Schluss, als er k\u00f6rperlich sehr schmerzhaft in Ungnade f\u00e4llt. Netterweise geht <em>The Last King of Scotland <\/em>sehr sparsam mit Metzelszenen um; die wenigen, die da sind, reichen dann aber auch f\u00fcr ein paar Bilder im Kopf, die man l\u00e4nger nicht loswird. <\/p>\n<p>Der Film hat eine frei erfundene Handlung, f\u00fchlt sich aber trotzdem sehr wahrhaft an. Er ist opulent und, so weit ich das beurteilen kann, sehr real ausgestattet, was den Kontrast zwischen diesem anscheinend wundersch\u00f6nen Land und seiner blutigen Geschichte noch brutaler ausfallen l\u00e4sst. Er konzentriert sich eher auf sehr elementare menschliche Regungen als auf die Historie, und belehrt dabei nicht, sondern bildet nur ab. Wahrscheinlich habe ich deswegen erstmal einen Tag \u00fcber ihn nachdenken m\u00fcssen, bevor ich meine Meinung dazu aufgeschrieben habe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The Last King of Scotland (Der letzte K\u00f6nig von Schottland \u2013 In den F\u00e4ngen der Macht) erz\u00e4hlt die Geschichte eines jungen, idealistischen Arztes Nicholas (James McAvoy) aus Schottland, der eher aus Unwissenheit denn aus \u00dcberzeugung nach bestandenem Examen nach Uganda reist, um dort auf dem Land zu arbeiten. 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