{"id":20982,"date":"2014-05-25T10:42:31","date_gmt":"2014-05-25T08:42:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=20982"},"modified":"2014-05-27T13:15:58","modified_gmt":"2014-05-27T11:15:58","slug":"kunst-gucken-playtime-kunstbau-im-lenbachhaus-munchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=20982","title":{"rendered":"Kunst gucken: PLAYTIME, Kunstbau im Lenbachhaus, M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p><em>(Dieser Eintrag steht auch in meinem <a href=\"http:\/\/embracingbrancusi.de\/2014\/05\/kunst-gucken-playtime-kunstbau-im-lenbachhaus-munchen\/\">Zweitblog<\/a>, wo die Bilder etwas gr\u00f6\u00dfer sind.)<\/em><\/p>\n<p>Der Kurs <em>Spaces of Experience<\/em> wird immer mehr zur Wundert\u00fcte. Am Anfang dachte ich, naja, da gucken wir uns halt ein paar Museen an, was soll sich da schon gro\u00df unterscheiden, das sind ja immer R\u00e4ume mit Zeug drin, aber je l\u00e4nger der Kurs dauert, desto spannender werden die Einblicke. Wir waren zum Beispiel in der <a href=\"http:\/\/www.pinakothek.de\/alte-pinakothek\">Alten Pinakothek<\/a>, wo wir \u00fcber den Einfluss von Wandfarben und Licht auf die Kunstrezeption sprachen. Danach kam das <a href=\"http:\/\/www.bayerisches-nationalmuseum.de\/index.php?id=1\">Bayerische Nationalmuseum<\/a> dran, in dem ich die sogenannten <em>period rooms<\/em> kennenlernte \u2013 also R\u00e4ume, die so gar nicht dem heute gewohnten <em>white cube<\/em> entsprechen, sondern R\u00e4ume, die die BesucherInnen in eine bestimmte Stimmung versetzen sollen, indem durch Einrichtung und Gestaltung des Raums eine Epoche erweckt wird. So gibt es R\u00e4ume, die an eine gotische Kirche erinnern, wieder andere sind im Stil von r\u00f6mischen Thermen gestaltet, und ein dritter ist quasi selbst das Ausstellungsst\u00fcck: Die <a href=\"http:\/\/www.bayerisches-nationalmuseum.de\/index.php?id=545&#038;tx_paintingdb_pi%5Bdetail%5D=122\">Holzvert\u00e4felung der Augsburger Weberstube<\/a> wurde auf eine eigens daf\u00fcr gestaltete Wand aufgebracht, so dass man sich wirklich wie im 15. Jahrhundert f\u00fchlt. Was eine wissenschaftliche Auseinandersetzung aber erschwert \u2013 der Kurator erw\u00e4hnte, dass man die Wandvert\u00e4felung nat\u00fcrlich auch auf ein Stahlger\u00fcst h\u00e4tte anbringen k\u00f6nnen, aber das war Ende des 19. Jahrhunderts \u2013 aus der Zeit stammt der Raum \u2013 noch nicht <em>en vogue<\/em>.<\/p>\n<p>Dann kam die <a href=\"http:\/\/www.hypo-kunsthalle.de\/\">Hypo-Kunsthalle<\/a>, die sich von den bisherigen Museen dadurch unterschied, dass sie keine st\u00e4ndige Sammlung hat, was die Organisation von Ausstellungen erschwert. Normalerweise laufen die Deals zwischen Museen flapsig ausgedr\u00fcckt so: \u201eLeihst du mir deinen Kirchner, leihe ich dir meinen Picasso.\u201c Diese M\u00f6glichkeit hat die Hypo-Kunsthalle nicht, weswegen sie meist mit anderen Museen kooperiert, das hei\u00dft, eine Ausstellung findet nacheinander an zwei Orten statt. Was das andere Museum davon hat? Ganz simpel: mehr Einnahmen. Ein Beispiel: Bei einer Kooperation mit dem <a href=\"http:\/\/www.khm.at\/\">Kunsthistorischen Museum in Wien<\/a> waren die Einnahmen durch Kataloge deutlich h\u00f6her als bei einer Einzelausstellung im KHM \u2013\u00a0aus dem schlichten Grund, dass das KHM eher eine Touristenattraktion ist. Touris gucken sich die Kunst pflichtschuldig an, wollen aber keinen schweren Katalog mit nach Hause schleppen. Die Hypo-Kunsthalle wird eher von M\u00fcnchnerInnen besucht bzw. Menschen, die gezielt diese eine Ausstellung sehen wollen, und die geben dann auch mal 40 Euro aus und tragen drei Kilo Papier in die U-Bahn. Schon werden deutlich mehr Kataloge zur gleichen Ausstellung verkauft und beide Museen haben was davon.<\/p>\n<p>Was ich an dem Haus auch spannend finde, ist seine variable Ausstellungsarchitektur. Die R\u00e4ume sind sehr wandelbar, weswegen ich bei der von uns besuchten <a href=\"http:\/\/www.hypo-kunsthalle.de\/ausstellungen\/details\/dixbeckmann\/\">Dix-Beckmann-Ausstellung<\/a> auch fast in den Ausgang anstatt in den Eingang gelaufen w\u00e4re, denn der lag bei meinem letzten Ausstellungsbesuch (<a href=\"http:\/\/www.hypo-kunsthalle.de\/ausstellungen\/details\/pracht-auf-pergament\/\">Pracht auf Pergament<\/a>, 1000 Jahre alte B\u00fccher) eben am anderen Ende. Diese Ausstellung kam f\u00fcr mich etwas fr\u00fch; jetzt, mit meinem ganzen frisch erworbenen Mittelalterwissen, k\u00f6nnte ich sie viel mehr w\u00fcrdigen. Aber ich war ja damals schon eine brave Besucherin und habe 40 Euro f\u00fcr drei Kilo Papier ausgegeben und kann mir daher jetzt immerhin noch den Katalog angucken.<\/p>\n<p>Dann kam das <a href=\"http:\/\/www.hausderkunst.de\/\">Haus der Kunst<\/a> und die <a href=\"http:\/\/www.hausderkunst.de\/agenda\/detail\/matthew-barney\/\">Matthew-Barney-Ausstellung<\/a> zu seinem Film <em>River of Fundament<\/em>, die mich \u00fcberraschenderweise doch beeindruckt hat (hatte ich nicht erwartet). Hier fand ich nat\u00fcrlich besonders die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Haus_der_Kunst#Geschichte\">Geschichte<\/a> des Hauses spannend, die inzwischen auch wieder sichtbar ist. Wo nach dem 2. Weltkrieg versucht wurde, die klassische Nazi-Architektur zu verschleiern, wurde nach und nach bewusst zur\u00fcckgebaut. Bl\u00f6derweise habe ich mir ausgerechnet das Wort \u201eBlutwurstmarmor\u201c f\u00fcr die rostroten S\u00e4ulenverkleidungen gemerkt. Und noch mehr sinnloses Wissen: Die Fliesengr\u00f6\u00dfe der Fu\u00dfb\u00f6den ist im ganzen Haus unterschiedlich, je nachdem wie langsam oder schnell man die BesucherInnen an den Werken vorbeif\u00fchren will. In der ehemaligen Ehrenhalle \u2013\u00a0die heutige Mittelhalle, also der Riesenraum, in den man reinkommt, wenn man geradeaus durchgeht \u2013 sind die Fliesen ungef\u00e4hr ein mal einen Meter gro\u00df: perfekte Stechschrittweite. Im ersten Stock, wo die kleinen Bildwerke h\u00e4ngen, sind es ungef\u00e4hr 50 mal 50 Zentimeter, damit man sich m\u00f6glichst langsam bewegt. Und im Erdgeschoss, da wo jetzt gerade Barney vor sich hinmonumentiert, liegen Fliesen, die ungef\u00e4hr 65 mal 65 Zentimeter gro\u00df sind: die \u201eSchlenderfliesen\u201c. Der Begriff ist seit dem Besuch gnadenlos in meinem Wortschatz.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/lenbach_TimeClock_500.jpg\" alt=\"lenbach_TimeClock_500\" width=\"500\" height=\"640\" class=\"alignnone size-full wp-image-20992\" \/><\/p>\n<p><em>Tehching Hsieh, \u201eOne Year Performance 1980-1981 (Waiting to Punch the Time Clock)\u201c<br \/>\nPhotograph by Michael Shen<br \/>\n\u00a9 2014 Tehching Hsieh<br \/>\nCourtesy the artist and Sean Kelly, New York<\/em><\/p>\n<p>Letzten Mittwoch besuchten wir den <a href=\"http:\/\/www.lenbachhaus.de\/das-museum\/architektur\/kunstbau\/\">Kunstbau<\/a> des <a href=\"http:\/\/www.lenbachhaus.de\/\">Lenbachhauses<\/a>, also diesen lustigen Ausstellungsraum an der U-Bahn-Station K\u00f6nigsplatz, wo man aus dem Haus raus auf die Rolltreppen zur U-Bahn guckt und umgekehrt die U-Bahn-G\u00e4ste beim Runterfahren ein bisschen Kunst mitkriegen. Die Ausstellung: <a href=\"http:\/\/www.lenbachhaus.de\/ausstellungen\/playtime\/\">PLAYTIME<\/a>. Ich zitiere von der Ausstellungswebsite (Binnen-I, yay):<\/p>\n<blockquote><p>\u201eArbeit verspricht nicht nur Selbstverwirklichung, sondern auch soziale Anerkennung und gesellschaftliche Teilhabe. Nicht zuletzt deshalb hat in den letzten Jahrzehnten eine enorme Entgrenzung zwischen Arbeit und Privatleben stattgefunden. Das Paradox von Arbeit liegt heute vor allem darin, dass der arbeitende Mensch durch die zunehmende Automatisierung und Technisierung \u00fcberfl\u00fcssig zu werden scheint, w\u00e4hrend gleichzeitig alles zu Arbeit wird. (&#8230;)<\/p>\n<p>Die Ausstellung PLAYTIME kn\u00fcpft an die in Jacques Tatis gleichnamigen Film ge\u00e4u\u00dferte, feinsinnige Kritik der modernen Arbeitswelt an und stellt verschiedene Fragen: Wie setzen sich K\u00fcnstlerInnen unterschiedlicher Generationen und Hintergr\u00fcnde mit dem Thema Arbeit auseinander? Was bedeutet k\u00fcnstlerisches Arbeiten heute? Und inwiefern unterscheidet sich k\u00fcnstlerische Arbeit von anderen Formen der Arbeit?\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Ausstellung versammelt Videokunst, Zeichnungen, Fotografien, Dokumentationen von Performances und Objektkunst und ist damit von vornherein sehr abwechslungsreich. Noch spannender sind nat\u00fcrlich die einzelnen Auseinandersetzungen mit dem Thema \u2013 und f\u00fcr mich als Kursteilnehmerin bzw. Studentin wie immer die Hintergrundinfos bzw. Diskussionen mit der Kuratorin. So habe ich zum Beispiel noch nie dar\u00fcber nachgedacht, ob es sich um verschiedene Kunstwerke handelt bzw. sich das Wesen des Werks \u00e4ndert, wenn sich das Medium \u00e4ndert, mit dem es wiedergegeben wird.<\/p>\n<p>Eines meiner liebsten Werke war <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Martha_Rosler\">Martha Rosler<\/a>s <em><a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Semiotics_of_the_Kitchen\">Semiotics of the Kitchen<\/a><\/em> von 1975 (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=3zSA9Rm2PZA\">hier<\/a> auf YouTube zu sehen), das ich im letzten Semester im Kurs \u00fcber amerikanische Kunst seit 1945 kennengelernt habe. Dieses Werk habe ich zum ersten Mal vollst\u00e4ndig in einem Ausstellungskontext gesehen und das f\u00fchlte sich ein bisschen an wie einen Klassiker zu lesen. Rosler setzt sich mit der Rolle der Frau auseinander, die traditionell in der K\u00fcche verortet ist. Sie zeigt, wie auf Shopping-Kan\u00e4len, verschiedene K\u00fcchenutensilien in alphabetischer Reihenfolge in die Kamera, nutzt sie aber nicht so, wie wir heute im Zeitalter von kuscheligen Foodblogs eine Pfanne oder ein Messer zeigen w\u00fcrden, sondern geht aggressiv mit ihnen um bzw. nutzt harte, abgesetzte Bewegungen statt des klischee-igen Umgangs, den man erwartet. Wir haben uns generell bei den Videoinstallationen gefragt, ob es noch das gleiche Kunstwerk ist, wenn es von einer DVD abgespielt wird. Es gibt durchaus K\u00fcnstlerInnen, die genau vorgeben, wie ihr Werk wiedergegeben werden soll \u2013 auf welchem Ger\u00e4t welcher Bauweise, in welchem Abstand stehen eventuell Sitzgelegenheiten davor oder eben nicht, soll der Raum dunkel sein, muss es \u00fcberhaupt ein Extraraum sein usw. Geh\u00f6rt die Wiedergabe des Werks noch zum Inhalt oder ist es eine \u00c4u\u00dferlichkeit, die verhandelbar ist?<\/p>\n<p>Ein weiteres Kunstwerk hat mich l\u00e4nger besch\u00e4ftigt: <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Tehching_Hsieh\">Tehching Hsieh<\/a> hat mit seinem <em>Time Clock Piece<\/em> eine einj\u00e4hrige Performance geschaffen, die viele Dokumente erzeugte. Sein Werk: ein Jahr lang, jeden Tag zu jeder vollen Stunde eine Karte in einer Stempeluhr stempeln. Was mich so irre macht an diesem Werk, ist der schiere Aufwand an k\u00f6rperlicher und geistiger Kraft, die dazu n\u00f6tig ist, ein Jahr lang nie richtig durchzuschlafen und nichts wirklich machen zu k\u00f6nnen, weil es alle 60 Minuten unterbrochen wird. Von einem Jahr ausgesprochener Anstrengung bleibt nichts \u00fcbrig, was irgendeinen Nutzen hat, wenn man schlichte kapitalistische Ma\u00dfst\u00e4be anlegt. Was stattdessen \u00fcbrig bleibt, sind Berge von Stempelkarten, ein Video, das den K\u00fcnstler bei jedem Stempeln zeigt sowie Fotos, auf denen das gleiche zu sehen ist. Hier fand ich eben diese Dokumente spannend, denn Hsieh \u00fcberl\u00e4sst es den jeweiligen Museen, was sie von diesem Werk ausstellen: alles? Nur eine Stempelkarte oder 150? Nur das Video und nicht die Bilder? Nur ein paar Bilder und kein Video? Ich finde dieses flexible Kunstwerk sehr interessant, mal abgesehen von der Performance an sich, die mir fassungslose Bewunderung abringt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/lenbach_HUMAN_RESOURCES500.jpg\" alt=\"lenbach_HUMAN_RESOURCES500\" width=\"500\" height=\"705\" class=\"alignnone size-full wp-image-20989\" \/><\/p>\n<p><em>Julian R\u00f6der, from the series: \u201eHuman Resources\u201c, 2007\u20132009<br \/>\nbacklight illuminated A1A transfer print in aluminium frame, 70 x 50 cm<br \/>\nCourtesy the artist and Russi Klenner, Berlin<\/em><\/p>\n<p>Ich habe mich gefreut, mal einen Blick auf <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Andrea_Fraser\">Andrea Fraser<\/a>s <em>Untitled<\/em> von 2003 werfen zu k\u00f6nnen, denn davon hatte selbst ich, die immer noch erschreckend ungebildet ist, was zeitgen\u00f6ssische Kunst angeht, etwas geh\u00f6rt. Ich zitiere die K\u00fcnstlerin, die den Begleittext zu ihrem Werk selbst verfasste:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDas Projekt <em>Untitled<\/em> begann im Herbst 2002, als Fraser den Galeristen Friedrich Petzel bat, einen Sammler zu finden, der an einem Projekt partizipieren w\u00fcrde, bei dem dieser Sex mit der K\u00fcnstlerin in einem Hotelzimmer haben w\u00fcrde und die Begegnung auf einem vorab gekauften Videoband dokumentiert werden sollte. Der Verkauf war arrangiert und die K\u00fcnstlerin und der Sammler trafen sich in einem Hotel in New York Anfang 2003. Das entstandene Video, das bis auf die L\u00f6schung des Tons unbearbeitet blieb, wurde als Kunstwerk definiert; von der Auflage von f\u00fcnf erhielt der teilnehmende Sammler die Auflagennummer 1\/5.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Fraser stellt das Werk nur noch \u00e4u\u00dferst selten in Sammelausstellungen aus; stattdessen ist es fast ausschlie\u00dflich in ihren Werkschauen zu sehen. Umso mehr hat es mich gefreut, es im Kunstbau zu finden. Auch hier ist die Aufstellung wichtig: Man sieht dem tonlosen Video auf einem kleinen Monitor zu, der in Knieh\u00f6he in einer Ecke gedr\u00e4ngt steht. Man kann sich nicht hinsetzen und entspannt einem Geschlechtsakt zugucken, sondern lungert irgendwie komisch-voyeuristisch im Museumsgang rum. In unserer Gruppe kam die Frage nach dem Jugendschutz auf, woraufhin die Kuratorin erkl\u00e4rte, dass man sich bewusst gegen irgendwelche Hinweisschilder entschieden habe, sondern die Menschen an der Kasse angewiesen sind, Familien mit Kindern oder Jugendliche darauf hinzuweisen, welche Art Material zu sehen sein wird. Die Idee fand ich sehr gut; das Kunstwerk bekommt so keinen seltsamen Schmuddelcharakter, und einen pers\u00f6nlichen Hinweis finde ich eh netter als noch mehr Schilder bzw. Text an den W\u00e4nden. Wobei ich dessen Menge sehr angenehm fand.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/2014_Playtime500.jpg\" alt=\"2014_Playtime500\" width=\"500\" height=\"333\" class=\"alignnone size-full wp-image-20995\" \/><\/p>\n<p><em>Ausstellungsansicht PLAYTIME<br \/>\nDieter Roth, \u201eSolo Szenen\u201c<br \/>\nDan Perjovschi, \u201eStill Drawings Moving News\u201c<br \/>\nFoto: Lenbachhaus<br \/>\nSt\u00e4dtische Galerie im Lenbachhaus, M\u00fcnchen<\/em><\/p>\n<p>Weitere Lieblinge der Ausstellung waren die B\u00fcrozeichnungen von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Peter_Piller\">Peter Piller<\/a>, die zwischen 2000 und 2004 entstanden. Als Angestellter einer Medienagentur verarbeitete er den schnarchigen B\u00fcroalltag auf dem Firmenbriefpapier, das jetzt mit S\u00e4tzen und Bildern versehen gerahmt im Museum h\u00e4ngt. Oder die Fotoserie <em><a href=\"http:\/\/www.julianroeder.com\/HUMAN-RESOURCES\">Human Resources<\/a><\/em> von Julian R\u00f6der. Erst in dieser Ausstellung ist mir die Perfidie dieses Begriffs so richtig aufgefallen. Au\u00dferdem die Wandbemalung von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dan_Perjovschi\">Dan Perjovschi<\/a>. Er gestaltete, mit dicken Eddings ausgestattet, die Wandfl\u00e4che direkt am Eingang und stimmt einen so auf die Ausstellung ein. Mir kam sein Werk zwar eher politisch motiviert vor anstatt dass es dem Motto der Ausstellung folgte, aber vielleicht ist es bei ihm eher die Arbeit des Wandbeschriftens an sich und nicht so sehr der Inhalt, der passt. Er leistet f\u00fcr die Ausstellung eine Arbeit, und mit dem Ende der Schau endet auch sein Werk, denn die W\u00e4nde werden wieder \u00fcberstrichen. Das fasst er \u00fcbrigens selbst ganz rechts unten in der Ecke zusammen: &#8220;They pay me to mess with their walls, can you believe it?&#8221;<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.lenbachhaus.de\/ausstellungen\/playtime\/\">PLAYTIME<\/a> l\u00e4uft noch bis zum 29. Juni. Den Katalog kann man sich tollerweise f\u00fcr lau <a href=\"http:\/\/www.lenbachhaus.de\/downloads\/downloads-zu-playtime\/\">als eBook runterladen<\/a>. Keine 40 Euro, keine drei Kilo Papier.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Dieser Eintrag steht auch in meinem Zweitblog, wo die Bilder etwas gr\u00f6\u00dfer sind.) Der Kurs Spaces of Experience wird immer mehr zur Wundert\u00fcte. Am Anfang dachte ich, naja, da gucken wir uns halt ein paar Museen an, was soll sich da schon gro\u00df unterscheiden, das sind ja immer R\u00e4ume mit Zeug drin, aber je l\u00e4nger [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-20982","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-weblog"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20982","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20982"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20982\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21005,"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20982\/revisions\/21005"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20982"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20982"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20982"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}