{"id":21443,"date":"2014-11-02T11:42:55","date_gmt":"2014-11-02T09:42:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=21443"},"modified":"2014-11-03T10:26:27","modified_gmt":"2014-11-03T08:26:27","slug":"bucher-oktober-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=21443","title":{"rendered":"B\u00fccher Oktober 2014"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/ausw.jpg\" alt=\"ausw\" width=\"500\" height=\"708\" class=\"alignnone size-full wp-image-21449\" \/><\/p>\n<p><strong>Bettina Suleiman \u2013 <em><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/351846552X\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=351846552X&#038;linkCode=as2&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkId=4LCKGSLIOBE3LDCC\">Auswilderung<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=351846552X\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Da bin ich auf die <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/literatur\/2014-10\/bettina-suleiman-auswilderung\/komplettansicht\">Besprechung<\/a> in der <em>Zeit<\/em> reingefallen, denen das Buch sehr gut gefallen hat. Ich fand, es war eine okaye Zuglekt\u00fcre, die man von Hamburg bis M\u00fcnchen durchkriegen konnte, auch wenn ich die letzten Seiten nur noch quergelesen habe. Die Grundidee ist allerdings spannend: WissenschaftlerInnen bringen Gorillas Zeichensprache bei, lassen sie bei Menschen leben, die Gorillas ziehen sich irgendwann sogar Kleidung an, weil sie sich ihren ArtgenossInnen anpassen \u2013 und scheitern dann kl\u00e4glich, als sie wieder in die Wildnis versetzt werden sollen, woraufhin das Programm mit den vermenschlichten Tieren irgendwie anders zuende gebracht werden muss. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/guard.jpg\" alt=\"guard\" width=\"500\" height=\"659\" class=\"alignnone size-full wp-image-21447\" \/><\/p>\n<p><strong>Marti Perarnau \u2013 <em><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3888979749\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3888979749&#038;linkCode=as2&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkId=YGARF3KOHSBWHK2B\">Herr Guardiola. Das erste Jahr mit Bayern M\u00fcnchen<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3888979749\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Das Ding hat 382 Seiten auf meinem iPad und ich bin nach 150 ausgestiegen. Das ist alles sehr faszinierend, wie nah Perarnau dem Trainerstab und den Spielern kommt, aber irgendwann reichte mir das dann auch, zum zwanzigsten Mal zu lesen, wie genau Guardiola die Videos der Gegner analysiert, dass M\u00fcller nie ein Mittelfeldspieler wird und Lahm und Schweinsteiger vor Spielintelligenz nur so triefen. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/update.jpg\" alt=\"update\" width=\"500\" height=\"387\" class=\"alignnone size-full wp-image-21446\" \/><\/p>\n<p><strong>Dirk von Gehlen \u2013 <em><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/384930325X\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=384930325X&#038;linkCode=as2&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkId=PDHGTIV5ZZS2DY3N\">Eine neue Version ist verf\u00fcgbar. Update: Wie die Digitalisierung Kunst und Kultur ver\u00e4ndert<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=384930325X\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Gro\u00dfartig. Von Gehlen setzt Kunst und Kultur mit Software gleich, die dauernd ein Update bekommt \u2013\u00a0bekommen muss \u2013 und daher stets im Fluss bleibt. F\u00fcr mein Referat in digitaler Kunstgeschichte, das \u00fcber Software und Open Source gehen sollte, bohrte ich einige seiner Thesen weiter auf, indem ich sie auf die ver\u00e4nderten Bedingungen f\u00fcr uns KunsthistorikerInnen abklopfte. Ich sprach \u00fcber verbesserte Recherche- und Publikationsm\u00f6glichkeiten, wies aber auch darauf hin, dass die Digitalisierung uns ein bisschen das Hoheitswissen klaut. Wie sind nicht mehr die W\u00e4chterInnen der Hochkultur, die der arme P\u00f6bel braucht, um ein Werk zu verstehen \u2013 wir sind quasi nicht mehr die Compiler, die aus dem Quelltext Kultur eine verst\u00e4ndliche Sprache f\u00fcr das Publikum machen; wer heute ins Museum geht, kann immer sein Smartphone z\u00fccken und braucht weder Audioguides noch lange Erkl\u00e4rungstafeln. Die Allgegenwart von Smartphones ist nat\u00fcrlich auch eine Chance, aber Museen haben recht lange gebraucht, die digitalen Helferlein zuzulassen. Der Wissenschaft f\u00e4llt das noch schwerer, denn wo kommen wir denn da hin, wenn die Studis nur noch online recherchieren anstatt sich in der Bibliothek um ein einziges Buchexemplar zu pr\u00fcgeln? Meine Grundthese war: Die digitalen M\u00f6glichkeiten sind da und wir w\u00e4ren doof, sie nicht zu nutzen. Unsere Stunde war leider viel zu schnell rum, aber ich erntete eher Widerspruch als Zustimmung, gerade was gemeinsames Arbeiten oder Publizieren anging (Open Source, Open Content, Publish first, filter later usw.). Gerade deswegen fand ich es lustig, dass von Gehlens Buch <a href=\"http:\/\/www.dirkvongehlen.de\/index.php\/neue-version\/\">gemeinschaftsfinanziert war und man ihm beim Schreiben \u00fcber die Schulter gucken konnte<\/a>. Und es ist kein Murks geworden, sondern im Gegenteil ein Buch, das den Kopf sch\u00f6n weit aufmacht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/aufsch.jpg\" alt=\"aufsch\" width=\"500\" height=\"635\" class=\"alignnone size-full wp-image-21445\" \/><\/p>\n<p><strong>Anne Wizorek \u2013 <em><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3596030668\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3596030668&#038;linkCode=as2&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkId=4UC7FRV5BYAMY2D6\">Weil ein Aufschrei nicht reicht: F\u00fcr einen Feminismus von heute<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3596030668\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Da verweise ich extrem faul auf die <a href=\"http:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2014\/10\/anne-wizorek-weil-ein-aufschrei-nicht-reicht-fuer-einen-feminismus-von-heute.htm\">Rezension<\/a> meiner Druckeschw\u00e4rzeschwester Kaltmamsell, denn sie sagt genau das, was ich auch sagen w\u00fcrde. <\/p>\n<p>Tl;dr: Bitte lesen, lohnt sich, ist wichtig, bitte lesen, bitte lesen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/hades.jpg\" alt=\"hades\" width=\"500\" height=\"504\" class=\"alignnone size-full wp-image-21448\" srcset=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/hades.jpg 500w, https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/hades-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p><strong>Katharina Greve \u2013 <em><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/377045507X\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=377045507X&#038;linkCode=as2&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkId=SFOPEAJ3FQBD5ASM\">Hotel Hades<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=377045507X\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Wunderbar. Ich bin ja ein gnadenloser Fan von Greve, ich mag alles (wenn ich an <em><a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=13447\">Ein Mann geht an die Decke<\/a><\/em> und <em><a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=15267\">Patchwork<\/a><\/em> erinnern darf?), und das hier mochte ich besonders. Wir erfahren n\u00e4mlich, dass das Elysion der VIP-Bereich des Hades ist, in das man nur unter besonderen Umst\u00e4nden reinkommt. Daf\u00fcr kann man dort ewig Oktoberfest feiern, wenn man will, was ich schon mal sehr hoffnungsvoll finde (ich plane selbstverst\u00e4ndlich einen Aufenthalt da oben). Wir sind dabei, als ein Imbissbudenkoch, seine Kundin und deren Liebhaber ermordert werden und nun auf die Bereiche der Nachwelt verteilt werden. Das ganze passiert in den \u00fcblichen hervorragenden Greve-Dialogen, die komisch, r\u00fchrend oder gnadenlos krachig sind. Wie immer ist auch dieses Buch nicht nur lustig und nicht nur traurig und nicht nur zum Nachdenken, sondern alles, und deswegen kriegt es, knapp vor von Gehlen, auch den Stempel \u201eLieblingsbuch des Monats\u201c. <\/p>\n<p>Okay, die Widmung hat geholfen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/hadessignatur.jpg\" alt=\"hadessignatur\" width=\"500\" height=\"444\" class=\"alignnone size-full wp-image-21450\" \/><\/p>\n<p>(<a href=\"http:\/\/www.egmont-graphic-novel.de\/graphic-novel\/hotel-hades\/\">Leseprobe<\/a> bei Egmont)<\/p>\n<p><em>Alle Links zu Amazon sind Affiliate Links.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bettina Suleiman \u2013 Auswilderung Da bin ich auf die Besprechung in der Zeit reingefallen, denen das Buch sehr gut gefallen hat. Ich fand, es war eine okaye Zuglekt\u00fcre, die man von Hamburg bis M\u00fcnchen durchkriegen konnte, auch wenn ich die letzten Seiten nur noch quergelesen habe. 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