{"id":21829,"date":"2015-03-21T12:58:41","date_gmt":"2015-03-21T10:58:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=21829"},"modified":"2015-03-21T13:04:48","modified_gmt":"2015-03-21T11:04:48","slug":"schokoladenganachetorte-und-ein-paar-bemerkungen-zu-meinen-lieblingskochbuchern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=21829","title":{"rendered":"Schokoladenganachetorte und ein paar Bemerkungen zu meinen Lieblingskochb\u00fcchern"},"content":{"rendered":"<p>Gestern war wieder Damenabend im Hause Gr\u00f6ner. Es hat sich eingeb\u00fcrgert, dass meine zwei Hamburger Lieblingsfrauen Mittelmeerkram anschleppen wie Feta, Hummus, Oliven und Fladenbrot, und meine Wenigkeit zaubert ein Sal\u00e4tchen (gestern gab&#8217;s mal wieder den wunderbaren <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=9487\">Zucchinisalat<\/a>) und einen kleinen Nachtisch. So was hier zum Beispiel.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/IMG_6744.jpg\" alt=\"IMG_6744\" width=\"500\" height=\"563\" class=\"alignnone size-full wp-image-21832\" \/><\/p>\n<p>Ich wollte eigentlich eine halbierte <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=9943\">Tr\u00fcffeltorte<\/a> machen, las mir mein eigenes Rezept noch mal durch, erinnerte mich an den knochenharten Biskuit und dachte, guckste doch mal in dein Go-to-Kochbuch, in dem bergeweise idiotensichere Basisrezepte stehen, die dann im Laufe des jeweiligen Kapitels komplexer werden. Dieses Buch sind zwei B\u00fccher, sie stammen von 1993, sind bei Zabert Sandmann erschienen und haben mich in jeder meiner bisherigen K\u00fcchen begleitet. Selbst in den Zeiten, in denen ich noch nicht ernsthaft gekocht habe (ich bereite erst seit dem Foodcoaching von 2009 mein Essen so zu, dass man es Kochen nennen kann), nutzte ich diese B\u00fccher. Sie werden, so weit ich wei\u00df, bis heute immer wieder neu aufgelegt und ich kann sie jedem Anf\u00e4nger und jeder Anf\u00e4ngerin w\u00e4rmstens ans Herz legen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/IMG_6757.jpg\" alt=\"IMG_6757\" width=\"500\" height=\"596\" class=\"alignnone size-full wp-image-21831\" \/><\/p>\n<p>Einige Rezepte, mit denen ich damals meine ersten Schritte in der K\u00fcche gemacht habe, sind bei mir bis heute Standard. So habe ich diverse Arten getestet, Kartoffelgratin zuzubereiten, aber nur die aus diesem Buch \u00fcberzeugt mich bis heute: Auflaufform mit Knoblauch ausreiben, rohe, d\u00fcnne Kartoffelscheiben ziegelf\u00f6rmig schichten, jede Schicht ordentlich salzen und wenig pfeffern, mit Sahne bis zur oberen Schicht aufgie\u00dfen, backen, fertig. Ich hatte Rezepte, in denen die Kartoffeln in Br\u00fche gekocht werden, mal mit Lorbeerblatt, mal ohne, ich hatte Rezepte mit Sahne und Milch, ich hatte welche mit irrwitzigen Gew\u00fcrzmischungen, Zwiebeln oder K\u00e4se \u2013 alles Quatsch. Nur dieses Rezept l\u00e4sst einen die Zutaten von Kartoffelgratin \u2013 Kartoffeln und Sahne \u2013 anst\u00e4ndig schmecken. <\/p>\n<p>So sind \u00fcbrigens alle Rezepte in den B\u00fcchern: wenige Zutaten, die stimmig vermischt werden und ein schlichtes, aber geschmacksintensives Ergebnis hervorbringen. So gerne ich Ottolenghi nachkoche, dessen Rezepte nie weniger als 20 Zutaten haben, so gerne kehre ich zu diesen B\u00fcchern zur\u00fcck, die genau das Gegenteil machen.<\/p>\n<p>Das Biskuitrezept habe ich halbiert; wenn ihr die untenstehenden Zutaten verdoppelt, kommt dabei ein dicker Biskuitboden raus, der entspannt gedrittelt und zum Beispiel f\u00fcr so herrliche Dinge wie Schwarzw\u00e4lder Kirschtorte verwendet werden kann. (Ja, auch diese Torte backe ich nach diesem Buch.)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/IMG_6752.jpg\" alt=\"IMG_6752\" width=\"500\" height=\"502\" class=\"alignnone size-full wp-image-21830\" srcset=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_6752.jpg 500w, https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_6752-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>Eine 26er Springform buttern.<\/p>\n<p>45 g <strong>Butter<\/strong> schmelzen und etwas abk\u00fchlen lassen.<br \/>\n70 g <strong>Zartbitterkuvert\u00fcre<\/strong> schmelzen.<br \/>\n3 <strong>Eier<\/strong> trennen. Das Eiwei\u00df zu Eischnee schlagen, das Eigelb mit<br \/>\n85 g <strong>Kristallzucker<\/strong> im hei\u00dfen Wasserbad dicklich aufschlagen. In diese Mischung<br \/>\n75 g <strong>Mehl<\/strong> sieben \u2013 nicht umr\u00fchren. (Normalerweise siebe ich Mehl nicht, sondern kippe es unbeeindruckt in die Teigsch\u00fcssel, aber da hier nicht mit dem Mixer ger\u00fchrt wird, habe ich brav gesiebt. Man f\u00fchlt sich auch irrwitzig professionell dabei.)<\/p>\n<p>Die lauwarme Butter und die fl\u00fcssige Schokolade dazugeben und den Eischnee nach und nach vorsichtig unterheben. Die Biskuitmasse in die Springform geben und sofort (sonst geht der sch\u00f6ne Fluff verloren) im auf 180\u00b0 vorgeheizten (!) Ofen f\u00fcr 35 Minuten backen. Den Boden st\u00fcrzen und ausk\u00fchlen lassen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Backzeit kann man sich um die Ganache k\u00fcmmern. Dazu, total simpel,<br \/>\n250 ml <strong>Sahne<\/strong> erhitzen. Kurz vor dem Kochen<br \/>\n200 g gehackte <strong>Zartbitterkuvert\u00fcre<\/strong> einr\u00fchren. <\/p>\n<p>Den Topf vom Feuer nehmen und so lange r\u00fchren, bis sich die Schokolade vollst\u00e4ndig gel\u00f6st hat. Die Masse zwei Stunden lang k\u00fchl stellen (das war bei mir nur die Speisekammer, nicht mal der K\u00fchlschrank) und dann f\u00fcr zehn bis 15 Minuten mit dem Handr\u00fchrer zu einer dicklichen Creme aufschlagen.<\/p>\n<p>Den Biskuitboden ordentlich mit Johannisbeergelee oder Preiselbeeren oder irgendwas anderem S\u00e4uerlichen bestreichen \u2013 bei mir ist zu wenig Gelee auf dem Kuchen gewesen, das darf ruhig mehr sein als auf dem Foto. Dann die Ganache darauf verteilen. Die ist noch halbwegs z\u00e4hfl\u00fcssig, wird aber in kurzer Zeit im K\u00fchlschrank bretthart. Damit kann man also auch prima Torten umh\u00fcllen. Ich habe da einen Plan.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern war wieder Damenabend im Hause Gr\u00f6ner. 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