{"id":2184,"date":"2007-09-24T08:25:20","date_gmt":"2007-09-24T06:25:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=2184"},"modified":"2007-09-24T08:25:24","modified_gmt":"2007-09-24T06:25:24","slug":"music-and-lyrics","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=2184","title":{"rendered":"Music and Lyrics"},"content":{"rendered":"<p><em><a href=\"http:\/\/imdb.com\/title\/tt0758766\/\">Music and Lyrics<\/a> (Mitten ins Herz \u2013 Ein Song f\u00fcr dich \u2013 Tinaaaa, haben wir noch nen dritten Titel auf Lager?) <\/em>ist einer dieser P\u00e4rchenfilme, bei denen das P\u00e4rchen sich erst zusammenraufen muss. Ein Klassiker. Das geht manchmal gut, manchmal ist es f\u00fcrchterlich, und manchmal ist es komplett nicht nachvollziehbar. So wie hier. <\/p>\n<p>Hugh Grant (mein <em>guilty pleasure<\/em>, ich mag den Mann, wenn er lustig ist) spielt einen abgehalfterten Popstar, der in den 80er Jahren mal ein paar Hits hatte und seitdem die Ochsentour \u00fcber Superm\u00e4rkte und Freizeitparks macht, wo ihn Frauen im Klimakterium anhimmeln. Als ihn Jungpopsternchen Cora bittet, ihr ein Duett mit ihm zu schreiben, braucht er einen Texter f\u00fcr seine Komposition. Und der \u2013 oder: die \u2013 l\u00e4uft ihm im eigenen Appartement \u00fcber den Weg, in Form von Drew Barrymore, die eigentlich nur seine Blumen gie\u00dfen sollte, sich aber als Reimk\u00fcnstlerin entpuppt.<\/p>\n<p>Schon die Grundsituation fand ich bl\u00f6d: W\u00fcrde Britney Spears f\u00fcr ein Duett Rick Springfield engagieren oder nicht doch lieber einen Kerl ihrer Altersklasse? Und vor allem einen, den ihre Fans kennen bzw. schon geboren waren, als dieser seine Hits hatte? Gut, das kann man jetzt als Egal-Plotpoint abtun, aber von da an hatte <em>Music and Lyrics<\/em> bei mir verloren. Und es hat auch nicht geholfen, dass Barrymores Charakter Sophie die weinerlichste, nervigste und uninteressanteste Frau ist, die ich seit langem gesehen habe. Au\u00dferdem ist der Film v\u00f6llig \u00fcberraschungsfrei und bietet eine gro\u00dfe Auswahl von belanglosen Nebenfiguren. Allen voran Sophies Exprofessor in <em>creative writing<\/em> (oder \u00e4hnlich), der sie in einem Roman so schlecht aussehen l\u00e4sst, dass diese nicht mehr schreiben will. Hm. Wenn ich mir eine Hintergrundstory f\u00fcr eine Poptexterin einfallen lassen m\u00fcsste, w\u00e4re die wahrscheinlich die letzte \u2013 weil d\u00e4mlichste \u2013, auf die ich kommen w\u00fcrde. Und nebenbei: Die Texte von Popsongs mit Gedichten von Dickinson zu vergleichen, fand ich dann auch ein kleines bisschen \u00fcberzogen.<\/p>\n<p>Das einzig Gute an <em>Music and Lyrics <\/em>ist das <a href=\"http:\/\/youtube.com\/watch?v=S0A7dtdc-nU\">Musikvideo<\/a> der Band PoP, mit der Grants Charakter in den 80ern so erfolgreich war. Es zitiert gut gelaunt alle B\u00f6sartigkeiten der Epoche (Karos! \u201eSpezialeffekte\u201c! Sechseckige Drumkits! Mieses Storytelling!) und ist als Vorspann zu sehen. Und netterweise in der <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Pop-Up_Video\">Pop-up-Video<\/a>-Machart zum Abspann. Alles dazwischen fand ich leider eklig. Und wenn nicht Hugh Grant seine S\u00e4tze in seinem unnachahmlichen britischen Desinteresse aufgesagt h\u00e4tte, h\u00e4tte ich den Film auch nach zehn Minuten aus dem DVD-Player gezerrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Music and Lyrics (Mitten ins Herz \u2013 Ein Song f\u00fcr dich \u2013 Tinaaaa, haben wir noch nen dritten Titel auf Lager?) ist einer dieser P\u00e4rchenfilme, bei denen das P\u00e4rchen sich erst zusammenraufen muss. Ein Klassiker. Das geht manchmal gut, manchmal ist es f\u00fcrchterlich, und manchmal ist es komplett nicht nachvollziehbar. So wie hier. Hugh Grant [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-2184","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-weblog"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2184","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2184"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2184\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2184"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2184"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2184"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}