{"id":24273,"date":"2016-04-21T16:36:52","date_gmt":"2016-04-21T14:36:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=24273"},"modified":"2016-04-22T08:08:54","modified_gmt":"2016-04-22T06:08:54","slug":"hausarbeit-gibt-es-einen-peking-effekt-uber-das-nationalstadion-in-peking","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=24273","title":{"rendered":"Hausarbeit \u201eGibt es einen Peking-Effekt?\u201c \u00fcber das Nationalstadion in Peking"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber die Note 1,3 hatte ich zun\u00e4chst gequengelt (ja, auf hohem Niveau, ja, ich wei\u00df), aber als ich heute die gedruckte Fassung mit den Anmerkungen des Dozenten aus unserer Bibliothek holte, verstand ich die Note und kann sie jetzt beruhigt und unquengelig abnicken. <\/p>\n<p>Meine Arbeit stellt die Frage, ob es einen Peking-Effekt gibt \u2013 also ob ikonische Sportbauten einen \u00e4hnlich positiven Effekt auf eine Stadt haben wie ikonische Museumsbauten \u00e0 la Guggenheim Bilbao. Der Dozent merkte dazu sehr treffend an: Peking ist nicht Bilbao; es geht hier nicht darum, eine wirtschaftliche schwache Stadt wieder auf die F\u00fc\u00dfe zu kriegen, sondern einer \u00f6konomischen Boom-Stadt ein h\u00fcbscheres Antlitz zu verpassen. Damit ist eigentlich meine ganze Argumentation total sinnlos, und deswegen quengele ich auch nicht mehr. Da habe ich mich von meiner eigenen Wortsch\u00f6pfung des Peking-Effekts vermutlich zu sehr einlullen lassen. Manchmal vergesse ich, dass ich keine Werberin mehr bin.<\/p>\n<p>Der zweite Kritikpunkt war die Baubeschreibung, die dem Dozenten etwas zu kurz geraten war; er h\u00e4tte sich unter anderem eine l\u00e4ngere Auseinandersetzung mit dem Kontrast der runden Au\u00dfenh\u00fclle zum eher kantigen Inneren gew\u00fcnscht. Das war mir fast klar, dass die Baubeschreibung eventuell als zu kurz empfunden wird; ich musste mir w\u00e4hrend des Schreibens \u00f6fter selber sagen, dass ich hier was Kunsthistorisches abgebe und keine Arbeit in Stadtsoziologie. H\u00e4tte ich mir vielleicht noch \u00f6fter sagen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Das hat aber anscheinend alles nicht so irrsinnig geschadet, denn das Fazit, das ich mir einrahmen werde, lautete: \u201e[&#8230;] ist der Rest der Arbeit von vorbildlicher Professionalit\u00e4t im Hinblick auf folgerichtig-sinnvolle Konzeption, intensive Recherche, klare Entwicklung der Gedanken und eine pr\u00e4zise und dabei fl\u00fcssige, auch fehlerlose Sprache.\u201c B\u00c4M! Ich mag das, wenn meine Sprache gew\u00fcrdigt wird. An der bastele ich schlie\u00dflich genauso lange rum wie an den Thesen, die ich mit ihr formuliere.<\/p>\n<p>Das <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/Groener_IconicArchitecture.pdf\">hier<\/a> verlinkte pdf der Arbeit ist nicht die kurze Fassung mit 50.000 Zeichen, die ich abgegeben habe (warum ich sie dusseligerweise gek\u00fcrzt habe, steht <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=23933\">hier<\/a>), sondern die lange mit knapp 65.000. Die kriegt ihr, damit ich die ganzen sch\u00f6nen Zeilen nicht umsonst geschrieben habe. Dass aber auch in der kurzen Fassung meine Gedankeng\u00e4nge anscheinend ausreichend klar ersichtlich waren, belegt mal wieder die gute alte Texterinnenregel, die jede Juniorette hoffentlich von ihrer CDeuse beigebracht bekommt: Schreib den Text so wie du ihn haben willst, schreib, bis alles drin ist, was du sagen willst, schreib, bis der Text perfekt ist \u2013 und dann k\u00fcrz ihn um ein Drittel. <\/p>\n<p>Geht immer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber die Note 1,3 hatte ich zun\u00e4chst gequengelt (ja, auf hohem Niveau, ja, ich wei\u00df), aber als ich heute die gedruckte Fassung mit den Anmerkungen des Dozenten aus unserer Bibliothek holte, verstand ich die Note und kann sie jetzt beruhigt und unquengelig abnicken. 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