{"id":25515,"date":"2016-10-22T11:33:00","date_gmt":"2016-10-22T09:33:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=25515"},"modified":"2016-10-22T11:33:00","modified_gmt":"2016-10-22T09:33:00","slug":"was-schon-war-freitag-21-oktober-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=25515","title":{"rendered":"Was sch\u00f6n war, Freitag, 21. Oktober 2016"},"content":{"rendered":"<p>Vormittags wieder in Leo von Weldens Korrespondenz gehangen. Nicht leicht zu entziffern, aber allm\u00e4hlich komme ich in seine Handschrift rein und googele wie wild Namen, die er erw\u00e4hnt und die ich glaube, lesen zu k\u00f6nnen, um zu gucken, wer sich noch in seinem Umfeld aufgehalten hat. Wenn er 1948 \u00fcber eine geplante Ausstellung spricht, in denen fast nur Menschen auftauchen, die auch schon zu NS-Zeiten ausgestellt wurden, finde ich das schon sehr spannend.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Im Laufe meiner zwei Umz\u00fcge von Hamburg aus haben sich meine Habseligkeiten auf verschiedene Orte verteilt \u2013 der gro\u00dfe Teil in meine kleine Wohnung nach M\u00fcnchen, die restlichen 20 Kisten Besitz auf den Dachboden meiner Eltern, die in der N\u00e4he von Hannover wohnen. Beim ersten Umzug habe ich alles mitgenommen, was mir etwas bedeutet, was ich brauche und von dem ich wusste, das <em>muss<\/em> ich hier irgendwie unterkriegen. (Das Wichtigste waren mein geliebtes Sofa, auf dem ich nie R\u00fcckenschmerzen habe, und 40 Kisten B\u00fccher in sechs Billy-Regalen.) Bei meinen Eltern landeten viel Geschirr, Blumenvasen, K\u00fcchenger\u00e4te, die ich selten benutze, Klamotten, die ich kaum anziehe und die ich nur deswegen nicht gleich weggeschmissen habe, weil sie als Pack- und F\u00fcllmaterial dienten. Je l\u00e4nger ich hier in M\u00fcnchen wohne, desto mehr fehlt mir aber Kleinkram wie ein bestimmter Teller, auf dem Futter besonders schick aussieht oder eine hohe, schmale Vase, in die man eine einzelne Blume stellen kann. Kleinschei\u00df halt. Braucht man nicht, um durch den Tag zu kommen, ist aber sch\u00f6n und macht mich gl\u00fccklich. Und weil ich nicht mal eben nach Hannover spazieren kann, um einen Teller und eine Vase zu holen, setzte ich mich gestern in eine U-, eine S-Bahn und einen Bus, um zu Ikea zu fahren.<\/p>\n<p>Das Praktische daran, mit \u00d6ffis zu Ikea zu fahren, ist: Man kann nicht besinnungslos Quatsch kaufen, weil man alles schleppen muss anstatt es in einen Kofferraum zu werfen. Das Unpraktische daran ist: Das ist egal, weil man ja zwei gro\u00dfe Einkaufst\u00fcten dabei hat und notfalls auch noch die gro\u00dfe blaue Ikeatasche an der Kasse erwerben k\u00f6nnte, wenn man sich doch nicht zur\u00fcckhalten kann.<\/p>\n<p>Ich habe mich halbwegs zur\u00fcckgehalten und neben drei Tellern und einer schmalen Vase nur noch zwei Sch\u00e4lchen, zwei Packungen Servietten, neue Bettw\u00e4sche und eine Tischdecke erworben. Die wird zwar vermutlich nur zwei Wochen auf meinen Esstisch liegen, weil der sich im Laufe des Semesters sehr schnell in einen mit B\u00fcchern vollgepackten Schreibtisch verwandelt, aber ich habe mich gestern abend sehr \u00fcber den Anblick gefreut.<\/p>\n<p>F\u00fcr Teelichter und Kerzen ist inzwischen mein Supermarkt zust\u00e4ndig und ich f\u00fchle mich immer ein bisschen schlecht, wenn ich das dort kaufe. Das ist doch klassische Ikea-Ware!<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Abends endlich zwei B\u00fccher von P\u00e9n\u00e9lope Bagieu durchgelesen, die ich mir schon vor Wochen aus der M\u00fcnchner Stadtbibliothek geliehen habe. <em><a rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3551777330\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3551777330&#038;linkCode=as2&#038;tag=httpwwwankegr-21\">California Dreamin&#8217;<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3551777330\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><\/em> ist ein Comic \u00fcber <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cass_Elliot\">Mama Cass Elliot<\/a>, der auf Eddie Fliegels <a href=\"https:\/\/www.amazon.com\/Dream-Little-Me-Life-Elliot\/dp\/0283073314\/\">Biografie<\/a> beruht. Der Band ist schwarzwei\u00df und sieht fast aus wie eine Vorstudie zu einem farbigen Buch, aber mir hat das Fl\u00fcchtige sehr gefallen. Die Story nat\u00fcrlich auch, und danach hatte ich einen fiesen <em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=PEQxEJ5_5zA\">Make your own kind of music<\/a><\/em>-Ohrwurm.<\/p>\n<p>Der zweite Band, <em><a rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3551736464\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3551736464&#038;linkCode=as2&#038;tag=httpwwwankegr-21\">Eine erlesene Leiche<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3551736464\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><\/em>, erz\u00e4hlt von einer jungen Frau, die einen \u00e4lteren Mann kennenlernt, und wo ich schon schlimmste Klischeebef\u00fcrchtungen hegte, geht nat\u00fcrlich alles anders aus. Auch eine Empfehlung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vormittags wieder in Leo von Weldens Korrespondenz gehangen. Nicht leicht zu entziffern, aber allm\u00e4hlich komme ich in seine Handschrift rein und googele wie wild Namen, die er erw\u00e4hnt und die ich glaube, lesen zu k\u00f6nnen, um zu gucken, wer sich noch in seinem Umfeld aufgehalten hat. 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