{"id":26986,"date":"2017-05-20T08:09:55","date_gmt":"2017-05-20T06:09:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=26986"},"modified":"2018-03-18T13:23:37","modified_gmt":"2018-03-18T12:23:37","slug":"mein-rechter-fus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=26986","title":{"rendered":"Mein rechter Fu\u00df"},"content":{"rendered":"<p>Ich gehe seit Ende Februar regelm\u00e4\u00dfig walken. Und ab und zu wird aus dem Gehen ein winziges bisschen Laufen. Und das ist ziemlich toll, aber damit ihr versteht, warum das so toll ist, muss ich etwas ausholen. Bis 2001, um genau zu sein.<\/p>\n<p>2001 hatte ich fiese R\u00fcckenschmerzen. Also fieser als die, die ich sowieso hatte seit ich 15 oder so war. Ich hatte eigentlich immer irgendwie R\u00fcckenschmerzen, auch als ich noch schlank war, aber 2001 wurden sie so schlimm, dass ich nicht mehr sitzen oder schmerzfrei gehen konnte. Das war ein sch\u00f6ner Bandscheibenvorfall, und die damalige Empfehlung lautete: viel Ruhe und Krankengymnastik. Dass sich das total widersprach, ist mir erst viel sp\u00e4ter aufgefallen. Ich habe also wochenlang im Bett rumgelegen, bis von meinen Bauch- und R\u00fcckenmuskeln \u00fcberhaupt nichts mehr da war, ging aber immer brav zur Krankengymnastik. Dabei musste ich eine \u00dcbung machen, bei der man im Vierf\u00fc\u00dflerstand den linken Arm und das rechte Bein von sich wegstreckt (oder umgekehrt). Eigentlich kein Ding, aber wenn man nicht mehr viele Muskeln hat, die das halten, gibt es ein komisches Ger\u00e4usch in der Wirbels\u00e4ule, an das ich mich noch erinnere, und ein komisches Gef\u00fchl, dass irgendwie was anders ist als vorher, aber ich bin hier ja bei medizinischem Fachpersonal (das meistens keine Ahnung hat, wie man mit dicken Menschen umgeht, aber das wusste ich damals auch noch nicht), das wird schon passen. Ich turnte weiter, fuhr mit dem Bus nach Hause, merkte beim Gehen schon, dass ich irgendwie ein bisschen wackelig war, schob das auf meine Ersch\u00f6pfung und legte mich wieder ins Bett. Und als ich eine Stunde sp\u00e4ter mal aufs Klo wollte, war mein linkes Bein nicht mehr da.<\/p>\n<p>Die Kurzfassung: zweiter Bandscheibenvorfall, dieses Mal so schlimm, dass es aufs R\u00fcckenmark dr\u00fcckte, ich rief den Notarzt, kam ins Krankenhaus, da war ab Bauchnabel abw\u00e4rts schon alles weg, Gef\u00fchl, Beweglichkeit, alles halt, und ich wurde einen halben Tag sp\u00e4ter operiert. <\/p>\n<p>Normalerweise bleibt man nach operierten Bandscheibenvorf\u00e4llen drei, vier Tage im Krankenhaus. Bei mir waren es vier Wochen. Ich konnte nicht mehr pinkeln, ich konnte zun\u00e4chst auch nicht gehen, dann irgendwann mit Rollator, aber auch nur f\u00fcnf Schritte, irgendwann klappte ich im Bad zusammen, weil mein Kreislauf nicht mehr wollte, aber das ist jetzt alles egal. Es war klar, dass nach dem Krankenhaus noch eine Reha sein musste, und da wurde ich dann liegend hintransportiert &#8211; nach Damp an der Ostsee. Wenn schon Reha, dann wenigstens am Meer. Der dortige Orthop\u00e4de nahm mir sofort den Rollator ab und dr\u00fcckte mir Kr\u00fccken in die Hand, und als ich mich traute, nicht mehr mit den Oberarmen an der Wand langzugehen, damit ich nicht umfiel, ging das ganz gut. Sehr langsam, nicht sehr weit, noch sehr wackelig, aber ich konnte wieder gehen.<\/p>\n<p>Ich merkte in der Reha aber, dass einiges anders war. Im Krankenhaus hatte ich nur irgendwelche Schlappen an den F\u00fc\u00dfen gehabt oder sogar nur Socken, jetzt musste ich aber Schuhe anziehen, um im Geb\u00e4ude rumzugehen oder auch mal ans Meer zu kommen. (Ich merkte leider relativ schnell, dass man mit Kr\u00fccken schwer bzw. gar nicht auf Sand gehen kann.) Ich zog also wie gewohnt den linken Turnschuh zuerst an und wollte dann in den rechten schl\u00fcpfen \u2013 aber es ging nicht. Mein Fu\u00df wusste nicht mehr, wie man sich einen Schuh anzieht. Ich guckte mir genau an, was der linke machte und versuchte das rechts zu reproduzieren, aber es ging immer noch nicht. Es geht auch bis heute nicht; wenn ich irgendwo hinfahre oder fliege, habe ich immer einen Schuhl\u00f6ffel im Gep\u00e4ck, weil ich sonst nicht in meine Schuhe komme. Oder zumindest nicht in einen.<\/p>\n<p>In der Reha lernte ich viele Dinge wieder, zum Beispiel aufs Klo zu gehen. Das erste Mal nach Wochen ohne Katheter zu pinkeln, war unfassbar gro\u00dfartig, und wenn der Weg zum Edeka gegen\u00fcber der Klinik nicht so weit gewesen w\u00e4re (200 Meter) und ich gewusst h\u00e4tte, wie ich meine Schuhe anziehe, h\u00e4tte ich eine Flasche Billosekt besorgt \u2013 und sie gleich wieder ausgepinkelt, ohne Katheter, fuck yeah!<\/p>\n<p>Nochmal die Kurzfassung: Ich habe bis heute nicht alle K\u00f6rperfunktionen wieder, und ich wei\u00df inzwischen auch, dass das so bleibt. Vor allem mein rechter Fu\u00df kann nicht mehr so viel wie fr\u00fcher, aber das merkte ich erst nach und nach. Die Schuhe waren nur der Anfang. Ich merkte irgendwann, als ich auf dem Fu\u00dfboden meiner Agentur landete, dass mein rechter Fu\u00df es anscheinend nicht mehr mitkriegt, wenn er an Telefonkabeln oder \u00e4hnlichem h\u00e4ngenbleibt. Deswegen gehe ich bis heute eher mit gesenktem Blick, vor allem auf unbekanntem Terrain, einfach weil ich nicht hinfallen will. Ich merkte irgendwann, als ich mitten im Zimmer nach hinten zu fallen begann, dass ich darauf achten muss, mich bewusst nach vorne zu lehnen, weil mein Fu\u00df sonst einfach vergisst, was sein Job ist. Ich merkte irgendwann, dass ich nicht mehr wie gewohnt auf Leitern steigen kann, weil meine rechten Zehen mich nicht mehr halten k\u00f6nnen; ich muss den Fu\u00df quer auf die Stufen setzen, denn mein Ballen kann noch was. Und ich merkte irgendwann, dass ich nicht mehr laufen kann. Ich wollte morgens dem Bus hinterherrennen, aber weil die Fu\u00dfheberschw\u00e4che eben daf\u00fcr sorgt, dass meine Zehen mich nicht mehr vorw\u00e4rtskatapultieren, f\u00fchlte es sich an wie h\u00fcpfendes Humpeln. Deswegen lie\u00df ich das nach wenigen Metern und merkte mir: Ich kann nicht mehr laufen. Und das tat ich dann 16 Jahre auch einfach nicht mehr. Irgendwann ist man ja auch zu alt und zu w\u00fcrdevoll, um noch \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln hinterherzurennen.<\/p>\n<p>Februar 2017. Frau Gr\u00f6ner geht gehen. Den Plan hatte ich schon l\u00e4nger, denn es begann mich selbst zu nerven, dass meine Alltagsfitness immer mieser wurde. Seit ich nur noch Rad fahre bzw. zu Fu\u00df nur noch den Weg von der Haust\u00fcr zur U-Bahn zur\u00fccklege, hatte ich keine Rumlaufkondition mehr. Das merkte ich vor allem, als ich mit F. in Amsterdam und Madrid war; gef\u00fchlt wollte ich mich alle 500 Meter nur mal kurz setzen und jammerte innerlich dauernd \u201eIssesnochweitissesnochweit?\u201c Also nahm ich mir vor, wieder im Alltag mehr zu gehen, was mich aber auch nervte, denn eigentlich fahre ich ja viel lieber Fahrrad. Also nahm ich mir stattdessen vor, wieder \u00f6fter aufs Laufband zu gehen, denn ich habe ja ein Laufband. &#8230; \u00c4h, nein. &#8230; Ich <em>hatte<\/em> ein Laufband, und das steht auch immer noch in Hamburg, aber jetzt habe ich&#8217;s halt nicht mehr, und selbst wenn ich&#8217;s h\u00e4tte, h\u00e4tte ich keinen Platz daf\u00fcr. Alleine diese Feststellung warf mich wieder wochenlang in Traurigkeit und ich fuhr weiter Fahrrad.<\/p>\n<p>Dann googelte ich nach Fitnesstudios, auf die ich zwar \u00fcberhaupt keine Lust hatte, aber ich wollte verdammt noch mal gehen. Ich wollte, wenn \u00fcberhaupt, alleine auf ein Laufband, aber nicht mitten in einem Pulk von L\u00e4ufer*innen sein, die alle toller als ich aussehen und viel schneller und fitter sind. Und ich wollte mich nicht vor anderen Leuten umziehen. Das letzte Mal habe ich das vor Jahren beim Kieser-Training gemacht, und auch dort, wo ja alle angeblich nur wegen der Gesundheit sind und nicht wegen der schlanken Taille, gucken die Leute, wenn sich ein Mensch mit deutlich nicht schlanker Taille nackt macht. Fand ich schei\u00dfe, will ich nicht mehr.<\/p>\n<p>Ich fand ein Studio in meiner N\u00e4he, wo ich theoretisch morgens h\u00e4tte hinradeln k\u00f6nnen, eine Stunde aufs Laufband, wieder nach Hause radeln und dort duschen etc. Aber alleine der Gedanke daran nervte mich schon, ich fuhr weiter Fahrrad und wurde immer n\u00f6liger. Bis ich mir eines Morgens dachte, schei\u00df drauf, du hast den Alten Nordfriedhof fast vor der Haust\u00fcr, da joggen immer Leute rum \u2013 steh einfach so fr\u00fch auf, dass noch niemand da ist, der dich in Schlumpfklamotten und mit rotem Kopf sieht und geh los. Geh einfach los. Und genau das habe ich im Februar gemacht.<\/p>\n<p>Eine Runde um den Friedhof sind ungef\u00e4hr 750 Meter; das sagen jedenfalls Google Maps, die Wikipedia und die Umsonstversion von Runtastic, die ich mir irgendwann mal runtergeladen hatte und nun zum ersten Mal benutzte. Ich nahm mir zwei Runden vor, merkte am Ende dieser zwei Runden, dass eine dritte noch locker drin war, ging sie und h\u00f6rte danach auf. Zwei Tage sp\u00e4ter ging ich wieder drei Runden, und als die Woche rum war, ging ich eine Woche lang vier Runden, dann eine Woche lang f\u00fcnf und so weiter. Irgendwann war ich bei fast acht Kilometern, was ich ziemlich gro\u00dfartig fand f\u00fcr jemanden, die sonst nie weiter als 500 Meter gegangen war und das auch nur unter gro\u00dfem inneren Protest, weil Radeln halt super ist und man im Bus lesen kann. Ich ging bei Nike <a href=\"http:\/\/store.nike.com\/de\/de_de\/pw\/damen-plus-sizes\/7ptZrd8\">einkaufen<\/a>, so dass ich nicht mehr in den weiten Baumwollhosen rumlief, sondern total professionell in Tights, ich ignorierte Regen und Schnee und ging und ging und ging. (Nebenbei: Hey, Gesellschaft, wenn du willst, dass wir dicken Menschen Sport treiben, weil du dir so gro\u00dfe Sorgen um unsere Gesundheit machst \u2013\u00a0um \u00c4sthetik geht&#8217;s dir ja nicht, gell, knick-knack? \u2013, dann sorg gef\u00e4lligst daf\u00fcr, dass wir Klamotten haben, in denen man Sport machen kann. Die bl\u00f6den weiten Baumwollpl\u00fcnnen kannst du dir an die Backe zimmern; gib mir Funktionskleidung in gr\u00f6\u00dfer als 46\/48 \u2013 weiter geht&#8217;s bei den ganzen Sportartikelherstellern n\u00e4mlich nicht. Au\u00dfer eben jetzt bei Nike, weswegen ich das weiterhin gro\u00dffl\u00e4chig verlinken werde.)<\/p>\n<p>Meistens ging ich alleine, aber nat\u00fcrlich nicht immer. Je w\u00e4rmer es wurde bzw. je fr\u00fcher es hell wurde, desto mehr Leute waren pl\u00f6tzlich da. Inzwischen machte es mir nichts mehr aus, mit rotem Kopf und hautengen Hosen durch die Gegend zu gehen, denn hier sahen alle so aus und jeder wollte einfach nur ein paar Runden laufen. Laufen, nicht gehen. Walkende Menschen sah ich sehr wenige, aber stattdessen irrsinnig viele L\u00e4ufer in jeder Konditionsphase. Ich sah eine \u00e4ltere Dame, die im Rocky-Jogginganzug eine Runde lief und dabei ungef\u00e4hr so schnell war wie ich. Ich sah einen jungen Mann, der dauernd auf die Uhr guckte, und der so schnell an mir vorbeizog, dass ich kaum glauben konnte, dass man in diesem Tempo mehr als 100 Meter laufen kann. Ich sah eine junge Frau, die nur auf den Zehenspitzen lief, eine \u00e4ltere, die federleicht in Regenjacke und weiten Hosen an mir vorbeizog, zwei Damen, die sich beim Laufen unterhielten, und fast jeden Morgen meinen Liebling: einen jungen Mann in knielangen Tights und blauem Oberteil, der so wundersch\u00f6n gerade und aufrecht und entspannt l\u00e4uft (und so tolle Waden hat), dass ich ihm ewig hinterhergucke.<\/p>\n<p>Ich sah Menschen jeder Altersklasse, aber kaum jemanden, dessen K\u00f6rperf\u00fclle meiner \u00e4hnelte. Aber selbst das war egal, denn dadurch, dass man eh blo\u00df \u00fcberholt wird oder jemanden f\u00fcr wenige Sekunden gegen\u00fcber hat, hat man kaum die M\u00f6glichkeit, sich zu vergleichen \u2013 ganz anders als im Fitnessstudio, wo ich vermutlich eine Stunde lang schlanken, durchtrainierten, \u00fcbergl\u00fccklichen und gut verdienenden Traummenschen mit Doktortitel zugeguckt h\u00e4tte, w\u00e4hrend vor mir eine Kalorienverbrauchsanzeige blinkt (I DON&#8217;T CARE!). Hier nicht. Hier sah ich gut gelaunt und entspannt Eichh\u00f6rnchen, Grabsteine und den Sonnenaufgang. Und halt L\u00e4ufer.<\/p>\n<p>Ich wusste, ich kann nicht laufen, aber je mehr Menschen ich sah, die eben das taten, desto mehr wollte ich das auch. Und obwohl ich theoretisch einfach nur meine F\u00fc\u00dfe etwas weiter vom Boden h\u00e4tte heben m\u00fcssen, habe ich mich nicht getraut. Wenn man etwas 16 Jahre lang nicht gemacht hat und davon \u00fcberzeugt ist, dass man es nicht kann, f\u00e4llt es irrsinnig schwer, es einfach doch noch mal auszuprobieren. Ich sprach mit F. dar\u00fcber, der meinte: \u201eWarte auf einen richtig guten Tag, an dem dir nichts die Laune verderben und dich nichts traurig machen kann. Du wei\u00dft ja, du kannst nicht laufen, also kannst du eigentlich auch nicht entt\u00e4uscht sein, wenn&#8217;s eben nicht klappt, aber falls doch, dann hast du einen guten Tag, an dem du dich wohlf\u00fchlst und es dir gut geht \u2013 das wird dann nicht so schlimm.\u201c Die Worte hatte ich tagelang im Ohr, bis ich einen Sonntagmorgen ganz alleine auf der Runde war. Niemand sah mir zu, mir ging&#8217;s gut, ich bilde mir ein, Spotify spuckte besonders motivierende Lieder aus \u2013 und irgendwann dachte ich, ich lauf jetzt ein bisschen. <\/p>\n<p>Und dann lief ich ein bisschen.<\/p>\n<p>Es sah vermutlich immer noch wie h\u00fcpfendes Humpeln aus, aber FUCK IT ICH LIEF. Ungef\u00e4hr zehn Meter, weil ich so \u00fcberrascht davon war, dass ich laufen konnte, dass ich gleich wieder stehenblieb. Au\u00dferdem habe ich innerhalb von einer Sekunde den Sinn von Sport-BHs verstanden, aber das ist eine andere Geschichte.<\/p>\n<p>Ich war so br\u00e4sig-gl\u00fccklich, dass ich den Rest der Runde wieder ging, aber beim n\u00e4chsten Mal nahm ich mir vor, wenn niemand guckt, laufe ich von dieser einen Bank da bis zur n\u00e4chsten. Beim n\u00e4chsten Mal lief ich von der ersten Bank bis zur dritten und dann bis zur vierten und irgendwann bis zum Baum da vorne und dann noch um die Kurve. Ich kann immer noch nicht wirklich lange laufen; ich habe bis heute keine ganze Runde geschafft, auch weil ich nicht wei\u00df, ob ich meinem R\u00fccken und meinem Knie damit einen Gefallen tue, wenn ich laufe. Dadurch, dass meine Zehen mich nicht abfedern, kriegen Knie und R\u00fccken alles mit, und besonders leicht bin ich ja nun auch nicht. Au\u00dferdem muss ich beim Laufen noch mehr darauf achten, was mein Fu\u00df tut und wo er hinstapft, weswegen ich die ganze Zeit einen inneren Monolog f\u00fchre: \u201eOkay, krall deine rechten Zehen nicht so ein, als ob du den Schuh festhalten willst, der h\u00e4lt schon. Roll dich links mal bewusster ab. Versuch, das rechte Knie vorne zu halten, auch wenn du&#8217;s eigentlich nicht halten kannst. Wie geht&#8217;s der Lendenwirbels\u00e4ule, alles gut, tut nix weh? Nicht die Zehen einkrallen!\u201c Und so weiter und so fort. Das ist alles deutlich unentspannter als einfach zu gehen, aber momentan bin ich immer noch so fasziniert davon, zu laufen, dass ich das f\u00fcr ein paar hundert Meter mitmache. Daher ist mein Ehrgeiz auch nicht, einen 5k zu laufen. Mein Ehrgeiz ist es, schmerzfrei meine Runden zu drehen, ganz egal, ob laufend oder gehend, und meine Alltagsfitness zu verbessern. Wenn ich Lust habe zu laufen, dann laufe ich, wenn ich nur gehen will, dann gehe ich, und inzwischen ist es auch egal, ob mich jemand sieht, wie ich h\u00fcpfend humpele.<\/p>\n<p>Das ist jetzt vielleicht nicht die Pointe, auf die ihr gewartet habt \u2013 \u201eHey, ich trainiere jetzt f\u00fcr den Marathon\u201c \u2013, aber ich denke jedesmal, wenn ich loslaufe: OMG ich laufe. Momentan laufe ich meist eine halbe Runde, dann gehe ich eine halbe, dann laufe ich wieder oder auch nicht. Das f\u00fchlt sich gut an, und mein ganzer K\u00f6rper scheint damit einverstanden zu sein. Ich merke seit Wochen, dass mir Gehen im Alltag viel leichter f\u00e4llt als noch vor wenigen Monaten, und ich freue mich schon sehr darauf, durch Paris und Wien und St. Petersburg zu gehen. Das einzig Dumme: Meine Ausrede, aus der Puste zu sein, ob F. vielleicht mal ein Eis, was zu trinken, Sonnencreme besorgen k\u00f6nnte, w\u00e4hrend ich hier rumsitze &#8230; die zieht jetzt nicht mehr. Verdammt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich gehe seit Ende Februar regelm\u00e4\u00dfig walken. Und ab und zu wird aus dem Gehen ein winziges bisschen Laufen. Und das ist ziemlich toll, aber damit ihr versteht, warum das so toll ist, muss ich etwas ausholen. Bis 2001, um genau zu sein. 2001 hatte ich fiese R\u00fcckenschmerzen. 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