{"id":27357,"date":"2017-08-01T20:51:49","date_gmt":"2017-08-01T18:51:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=27357"},"modified":"2017-08-01T21:05:01","modified_gmt":"2017-08-01T19:05:01","slug":"was-schon-war-sonntag-30-juli-2017-documenta-tag-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=27357","title":{"rendered":"Was sch\u00f6n war, Sonntag, 30. Juli 2017 \u2013 Documenta, Tag 3"},"content":{"rendered":"<p>Am <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=27350\">zweiten Tag<\/a> hatte ich leider nicht so viel geschafft wie F., der sich neben unseren gemeinsam besuchten St\u00e4tten noch die <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/venues\/21711\/documenta-halle\">Documenta-Halle<\/a> sowie das <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/en\/venues\/19395\/fridericianum\">Fridericianum<\/a> anschaute. Aber am Sonntag konnten wir gemeinsam alles gucken, was ich sehr genossen habe.<\/p>\n<p>Wir begannen im <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/venues\/21724\/museum-fuer-sepulkralkultur\">Museum f\u00fcr Sepulkralkultur<\/a>, das ich immer noch nicht fehlerfrei aussprechen kann. Das Geb\u00e4ude an sich gefiel mir in seiner Durchl\u00e4ssigkeit sehr gut, und wir schauten uns nicht nur die Documenta-Objekte an, sondern auch, was sonst noch im Museum ausgestellt war. Im Erdgeschoss mochte ich besonders die stehenden und h\u00e4ngenden Holzobjekte von <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/artists\/16168\/agim-cavdarbasha\">Agim \u00c7avdarbasha<\/a>, vor allem mit dem weiten Blick \u00fcber die Stadt, den die gro\u00dfen Fensterfl\u00e4chen erm\u00f6glichen. Nix mit geschlossenem White Cube und stiller Betrachtung in der Ein\u00f6de; hier entstand eine sch\u00f6ne Spannung zwischen Objekt und Umgebung, und ich konnte wieder meinem Materialfetischismus fr\u00f6nen. Alles, was anders ist als Farbe auf Leinwand, hat bei mir schon gewonnen. Wobei ich nat\u00fcrlich auch nichts gegen Farbe auf Leinwand habe.<\/p>\n<p>Ich mochte auch die Fotozusammenstellung von <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/artists\/13707\/prinz-gholam\">Prinz Gholam<\/a>, der alte arch\u00e4ologische Aufnahmen von antiken Ruinen mit nur wenig oder gar nicht bekleideten Jungen kombinierte. Das war irritierend und \u00e4sthetisch zugleich und hat mich dar\u00fcber nachdenken lassen, wie sich unser Sinn f\u00fcr Angemessenes und Nacktheit ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>In einem Schaukasten entdeckte ich entsetzt Medaillen, die f\u00fcr das Lynchen von Schwarzen vergeben wurden, und von deren Existenz ich bisher nichts gewusst hatte. Ich kann dieses Werk trotz Katalogs nicht zuordnen, daher wei\u00df ich nicht, ob es zum normalen Bestand des Hauses geh\u00f6rt. Direkt nebenan lagen im Schaukasten noch Materialien zu einer Audio- und Videoinstallation von <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/artists\/1944\/terre-thaemlitz\">Terre Thaemlitz<\/a>. Von ihr schauten wir uns den Anfang an und sprachen \u00fcber zerrissene Selbstbilder und Selbstfindung. Die ganzen 58 Minuten wollten wir aus Zeitgr\u00fcnden nicht anschauen, aber wenn wir noch einen Tag mehr gehabt h\u00e4tten, h\u00e4tten wir das gemacht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/IMG_1939.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"464\" class=\"alignnone size-full wp-image-27362\" \/><\/p>\n<p>Lois Weinberger: <em>Die Erde halten\/Holding the earth<\/em> (2010).<\/p>\n<p>Im Untergeschoss schauten wir uns dann den normalen Bestand des Museums an und lernten viel \u00fcber Ber\u00e4bniskultur. Manche Details wollte ich allerdings gar nicht wissen. Vor dem Filmkabinett von Terre Thaemlitz hing ein Hinweis, dass der Film erst ab 18 ist und dass Kinder vielleicht davon verst\u00f6rt werden. Diesen Hinweis h\u00e4tte ich mir f\u00fcr zartbesaitete Knappf\u00fcnfzigj\u00e4hrige im Untergeschoss gew\u00fcnscht. Ich habe die historische Aufarbeitung von Friedhofskultur allerdings sehr gerne nachgelesen und angeschaut, denn seit letzter Woche bin ich ja quasi fit, was das 19. Jahrhundert angeht. Das war sehr sch\u00f6n, das jetzt einbetten zu k\u00f6nnen in den Barock und das 20. Jahrhundert.<\/p>\n<p>Am Ausgang des Museums steht \u00fcbrigens unten an der T\u00fcr \u201eLeben Sie wohl\u201c, was ich f\u00fcr einen perfekten Rausschmei\u00dfer halte.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Eigentlich wollten wir danach in die Torwache, aber die <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/venues\/21719\/grimmwelt-kassel-und-weinberg-terrassen\">Grimmwelt<\/a> lag direkt nebenan. Gut, dass wir reingegangen sind \u2013 das war zumindest mein liebster Ausstellungsraum.<\/p>\n<p>Ich hatte zwar keine Geduld f\u00fcr <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/artists\/1355\/roee-rosen\">Roee Rosens<\/a> <em>The Blind Merchant<\/em>, das F. sehr gut gefallen hat, aber ich las daf\u00fcr die Schauk\u00e4sten komplett durch, in denen Kinderbuchillustrationen von <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/artists\/22765\/tom-seidmann-freud\">Tom Seidmann-Freud<\/a> ausgestellt waren, der Nichte von Siegmund Freud. Ich fand die Entwicklung vom Jugendstil zu den neusachlichen Zeichnungen spannend, und nat\u00fcrlich war es auch hier wieder der Zeitkontext, der f\u00fcr mich interessant war. Ich bl\u00e4tterte auch in den ausgestellten Katalog zu Rosen hinein und fand sein Werk <em>Live and Die as Eva Braun<\/em>, das ich mir erstmal im Zentralinstitut f\u00fcr Kunstgeschichte erschlie\u00dfen werde.<\/p>\n<p>Mein liebstes Werk auf der ganzen Documenta fand sich auch hier: das 30-min\u00fctige Video <em>Lost and Found<\/em> von <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/artists\/13690\/susan-hiller\">Susan Hiller<\/a>. Es besteht nur aus Ton; verschiedene Sprecher*innen unterhalten sich, lesen Statements, singen oder sagen das Alphabet auf \u2013 in ausgestorbenen, bedrohten oder wiederbelebten Sprachen. Ich wusste nicht, dass Maori schon ausgestorben war oder Hawaiianisch. Ich h\u00e4tte auch nicht gedacht, welche hypnotische Wirkung es hat, Sprachen zuzuh\u00f6ren, die man nicht versteht und die meist recht unaufregende Dinge beschreiben. Immer noch im Ohr habe ich ein Lied auf <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Salish-Spokane-Kalispel_language\">Salish<\/a>, das nur die Buchstaben des Alphabets singt; die Untertitel versuchten, die vielen Kehlkopf- und Zungenlaute mit einer Kombination aus anderen Buchstaben und Zeichen darzustellen, was mir sogar sinnhaft vorkam und gleichzeitig fremdartig-sch\u00f6n. Er steht dankenswerterweise <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=OE4gaXlDtHk\">auf YouTube<\/a>, und jetzt bekomme ich es \u00fcberhaupt nicht mehr aus dem Kopf.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"255\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/OE4gaXlDtHk\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>In der Grimmwelt kann man \u00fcbrigens im <a href=\"http:\/\/www.faladakassel.com\/\">Falada<\/a> prima Kaffee trinken. Ich empfehle den Iced Latte. Und Name und Logo sind auch toll.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Danach war aber die <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/venues\/21736\/torwache\">Torwache<\/a> dran. Schon von au\u00dfen ist sie als Objekt zu erkennen, denn sie ist mit unz\u00e4hligen Jutes\u00e4cken verdeckt. Die <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/artists\/13704\/ibrahim-mahama\">Idee<\/a> dahinter ist mir erst durch den Katalog klargeworden (Globalisierung, Imperialismus, Ausbeutung), aber mir reichte schon die irritierende Optik. <\/p>\n<p>Im Inneren verguckte ich mich dann in einen albanischen Maler, den wir sp\u00e4ter am Tag noch in der Neuen Neuen Galerie (ja, die hei\u00dft so) wiedersahen: <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/artists\/13559\/edi-hila\">Edi Hila<\/a>. Ich mag an seinen Bildern die Stille, die \u00fcber ihnen zu liegen scheint; den Kontrast aus mittelformatigem, fast altmodischem Tafelbild und den modernen Formen bzw. der irrealen Architektur, die auf ihnen zu sehen ist. Mir gefiel auch die helle, blaugraue Farbigkeit, die mich an verblassende Polaroids erinnerte und an einen Buchtitel von Douglas Coupland, <em>Polaroids from the Dead<\/em>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/IMG_1949.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"667\" class=\"alignnone size-full wp-image-27363\" \/><\/p>\n<p>Edi Hila: <em>Boulevard<\/em> (2015), ein Bild von sechs, \u00d6l auf Leinwand, unterschiedliche Ma\u00dfe.<\/p>\n<p>Nebenan wurde die ruhige Stimmung dann radikal ruiniert: Hier waren <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/artists\/16203\/oskar-hansen\">Entw\u00fcrfe<\/a> zu einem Auschwitz-Denkmal von 1957 zu sehen. An dieser Ausschreibung hatte sich damals auch Joseph Beuys erfolglos beteiligt, wie ich aus den Recherchen zu meiner Masterarbeit gelernt hatte. Im Moment fallen mal wieder viele kleine Puzzleteilchen in meinem Kopf an seinen Platz. Vielleicht hat mir auch deswegen der letzte Documenta-Tag so gut gefallen.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Ich erwartete min\u00fctlich, keinen Platz mehr im Kopf zu haben und wollte im <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/venues\/21720\/hessisches-landesmuseum\">Hessischen Landesmuseum<\/a> eigentlich Schluss machen, nur noch die wenigen Documenta-Exponate gucken und dann des Rest des Hauses mit altem Porzellan und Zeug. Aber dann befl\u00fcgelte mich das doch alles, was ich dort so sah und so sprintete ich F. hinterher, der sich schon in Richtung <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/venues\/21727\/neue-neue-galerie-neue-hauptpost-\">Neue Neue Galerie<\/a> aufgemacht hatte.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst freute ich mich mal wieder \u00fcber Material: <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/artists\/13705\/nevin-aladag\">Nevin Alada\u011f<\/a> nutzte florale und feine Muster, um daraus sechsseitige Keramikkacheln zu brennen, die aber nicht auf dem Boden lagen, sondern wie eine Gitterwand im Raum standen. Sie erinnerten mich an ein Raumelement, das ich in der osmanischen Architektur kennengelernt hatte: die vergitterten Fenster, die Licht und Luft ins Innere des Hauses lassen, die Bewohner*innen aber vor den Blicken von au\u00dfen sch\u00fctzen. Sie bestehen eigentlich aus Holz, und ich mochte diese leichte Ver\u00e4nderung von Material, Aussehen und Funktion. Ich mag generell Dinge, die mir bekannt vorkommen, es aber gar nicht sind.<\/p>\n<p>Von <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/artists\/988\/naeem-mohaiemen\">Naeem Mohaiemen<\/a> lief im Obergeschoss der 90-min\u00fctige Film <em>Two Meetings and a Funeral<\/em>, der sich mit dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bewegung_der_Blockfreien_Staaten\">Non-Aligned Movement (NAM)<\/a> und der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Organisation_f%C3%BCr_Islamische_Zusammenarbeit\">Organisation of Islamic Cooperation (OIC)<\/a> vor allem in den 1970er Jahren besch\u00e4ftigt. Ich glaube, wir sa\u00dfen 20 Minuten im Film, hatten aber auch hier schlicht keine Zeit, obwohl er viele spannende Interviews oder Original-TV-Ausschnitte zeigte. Ich fragte mich danach, wann Europa und\/oder die USA Afrika als funktionierenden Kontinent aufgegeben haben und wie man das \u00e4ndern k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/IMG_1950.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"667\" class=\"alignnone size-full wp-image-27364\" \/><\/p>\n<p>M\u00e1ret \u00c1nne Sara: <em>Pile o\u2019 S\u00e1pmi<\/em> (2017), Vorhang aus Rentiersch\u00e4deln und Metalldraht, Teil einer Installation aus unterschiedlichen Materialien.<\/p>\n<p>Als Abschluss streiften wir durch die gro\u00dfe Neue Neue Galerie. Auch hier wieder Materialspa\u00df, <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/artists\/13491\/maret-anne-sara\">Rentiersch\u00e4del<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/artists\/13502\/otobong-nkanga\">Seife aus Kohle<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/artists\/13708\/dan-peterman\">Metallbarren<\/a>. Mir gefiel die aus vielen Materialien bestehende Installation von <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/artists\/986\/daniel-garcia-andujar\">Daniel Garc\u00eda And\u00fajar<\/a>, <em>The Disasters of War\/Trojan Horse<\/em>, die unter anderem Picassos <em>Guernica<\/em> in ein Puzzle zerlegte. In Ausschnitten sah ich mir den Film von <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/artists\/13599\/arin-rungjang\">Arin Rungjang<\/a> an, der erz\u00e4hlt, dass sein Vater von deutschen Neonazis erschlagen wurde und dass der Berliner F\u00fchrerbunker heute ein Parkplatz ist. Im Obergeschoss stand ich lange vor den grafisch-schlichten und eindrucksvollen Schwarzwei\u00dffotos von <a href=\"http:\/\/www.documenta14.de\/de\/artists\/13588\/ulrich-wuest\">Ulrich W\u00fcst<\/a>, der unter anderem die DDR in ihren letzten Jahren und nach der Wende festgehalten hatte. An der Wand gegen\u00fcber hingen weitere Gem\u00e4lde von Edi Hila, und auch sie h\u00e4tte ich sofort alle mitnehmen wollen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/IMG_1956.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"667\" class=\"alignnone size-full wp-image-27366\" \/><\/p>\n<p>Daniel Garc\u00eda And\u00fajar, <em>The Disasters of War\/Trojan Horse<\/em> (2017), Detail einer Installation aus verschiedenen Materialien.<\/p>\n<p>Dieses Dinge-Mitnehmenwollen lie\u00df mich mich selbst fragen, was ich stattdessen von der Documenta mitnehme. Zeitgen\u00f6ssische Kunst muss ich mir immer anders erarbeiten als \u00e4ltere, die schon im Kanon verortet ist und wo mir Kataloge und Dozentinnen sagen, ja, das ist Kunst, das darfst du dir merken. Wenn etwas neu ist, muss ich erstmal gucken, ob ich das gelten lasse. Manchmal bef\u00fcrchte ich, genauso ignorant zu sein wie damals die Menschen Ende des 19. Jahrhunderts, die die Impressionisten als Schmierfinken bezeichnet haben. Bei vielen Dingen, die ich in den vergangenen Tagen sah, runzelte ich h\u00f6chstens die Stirn oder ging gleich daran vorbei, und vielleicht habe ich die gro\u00dfe Neuentdeckung von 2017 ignoriert, \u00fcbersehen oder augenrollend links liegen gelassen, keine Ahnung. Gleichzeitig denke ich dar\u00fcber nach, f\u00fcr wen diese Art Massenausstellung \u00fcberhaupt gemacht ist. Gerade bei der irrwitzigen Entwicklung des Kunstmarkts, die dazu f\u00fchrt, dass nur wenige Menschen sich Kunst leisten k\u00f6nnen, frage ich mich, ob solche Ausstellungen nur noch Sammler und Kuratorinnen irgendwie weiterbringen und der Rest, so wie ich, zwar gro\u00df\u00e4ugig (oder gelangweilt) durch die Massen an Werken rennt, aber au\u00dfer dem Klicken im Kopf nichts davon hat. Ist diese Ausstellung damit exkludierend, obwohl sie durch ihre Zug\u00e4ngigkeit und Preisgestaltung genau das nicht sein will? (Zu diesem Thema lese ich \u00fcbrigens gerade  <a href=\"https:\/\/ideenfreiheit.wordpress.com\/\">Wolfang Ullrichs<\/a> <em><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3803136601\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3803136601&#038;linkCode=as2&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkId=b312f6ab89ce997bb275a40d699a7a43\">Siegerkunst<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=am2&#038;o=3&#038;a=3803136601\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><\/em>.)<\/p>\n<p>Ich glaube, ich nehme, wie \u00fcblich, eine Wertsch\u00e4tzung von Kunst mit, ganz egal ob sie mir nun gef\u00e4llt oder nicht, ob sie mich verst\u00f6rt oder langweilt. Ich wei\u00df zu sch\u00e4tzen, dass sie da ist. Ich glaube manchmal, das reicht auch schon.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am zweiten Tag hatte ich leider nicht so viel geschafft wie F., der sich neben unseren gemeinsam besuchten St\u00e4tten noch die Documenta-Halle sowie das Fridericianum anschaute. Aber am Sonntag konnten wir gemeinsam alles gucken, was ich sehr genossen habe. Wir begannen im Museum f\u00fcr Sepulkralkultur, das ich immer noch nicht fehlerfrei aussprechen kann. 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