{"id":29648,"date":"2018-07-26T07:09:13","date_gmt":"2018-07-26T06:09:13","guid":{"rendered":"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=29648"},"modified":"2018-07-26T07:14:07","modified_gmt":"2018-07-26T06:14:07","slug":"was-schon-war-mittwoch-25-juli-2018-lesung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=29648","title":{"rendered":"Was sch\u00f6n war, Mittwoch, 25. Juli 2018 \u2013\u00a0Lesung"},"content":{"rendered":"<p>Am Dienstag abend meldete sich die Lieblingsagentur und fragte mich f\u00fcr zwei total spontane Tage an, die ich nat\u00fcrlich gerne zusagte. Statt im ZI zu sitzen und mich auf den n\u00e4chsten Podcast vorzubereiten, sa\u00df ich daher am Schreibtisch und arbeitete f\u00fcr Geld. Auch sch\u00f6n. Das tat ich auch schon recht fr\u00fch, denn die Kundin hatte am Dienstag gegen 23 Uhr noch ein paar Vorabinfos zu unserem Telefontermin um 9 geschickt, die ich nicht mehr mitbekommen hatte, weil ich mit F. am K\u00fcchentisch \u00fcber sch\u00f6ne Dinge sprach. Daher ging ich gestern direkt nach dem Duschen zum Schreibtisch und fing meinen Arbeitstag ausnahmsweise schon um 7.30 Uhr an, um um 9 vorbereitet zu sein. Normalerweise ist das die Uhrzeit, an der ich zu werben beginne.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_3406.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"alignnone size-full wp-image-29650\" srcset=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_3406.jpg 500w, https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_3406-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>Abends war ich mit F. au\u00dferh\u00e4usig verabredet, was mich in fiese innere Konflikte st\u00fcrzte. Nach dem k\u00fchlen Wochenende konnte ich diese Temperaturen seit Dienstag halbwegs in meiner Wohnung halten, indem ich die gute alte Taktik \u201emorgens durchl\u00fcften, dann Roll\u00e4den runter und Fenster zu\u201c beherzigte. Deswegen war ich auch seit zwei Tagen recht entspannt, weil nicht verschwitzt, aber gestern musste ich \u2013 ausgerechnet nach einem dicken Schauer, der die Maxvorstadt noch schw\u00fcler machte \u2013 dann doch vor die T\u00fcr, um erstmal zu schwitzen.<\/p>\n<p>Aber das Ziel lohnte sich: Wir h\u00f6rten eine Lesung von Michel Decar, dessen St\u00fcck <em>Philipp Lahm<\/em> mir bekanntlich <a href=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=29163\">gut gefallen<\/a> hatte. Gestern stellte er seinen ersten Roman <em><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B07CVK24TD\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B07CVK24TD&#038;linkCode=as2&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkId=302d1eaf13958c618432bb84ff711b07\">Tausend deutsche Diskotheken<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=am2&#038;o=3&#038;a=B07CVK24TD\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><\/em> im Marstallcaf\u00e9 vor. Bevor die Beteiligten auf die B\u00fchne kamen, wurden Hits aus den 1980er Jahren gespielt, die ich alle h\u00e4tte mitsingen k\u00f6nnen, und damit hatte die Veranstaltung schon gewonnen.<\/p>\n<p>Neben dem Autor sa\u00dfen noch die Dramaturgin des St\u00fccks, Angela Obst, als eine Art Moderatorin sowie der Darsteller des Philipp Lahm, Gunther Eckes, auf der B\u00fchne; letzter \u00fcbernahm netterweise auch ein paar Teile der Lesung. Im Buch geht um einen Privatermittler im Jahr 1988, der erstmal einer bestimmten Diskothek nachsp\u00fcrt und daf\u00fcr in tausend andere gehen muss, aber dann eventuell auch noch um eine riesige Verschw\u00f6rung in der alte Bundesrepublik. Oder auch nicht. Gerade Obst erging sich f\u00fcr meinen Geschmack deutlich zu oft in Andeutungen, die schon zu viel der Handlung vorwegnahmen, aber vielleicht kam mir das nur so vor, ich habe das Buch seit gestern noch nicht durchgelesen. Sie hatte auch die interessante Angewohnheit, Fragen an Decar immer so zu formulieren, dass er quasi nur noch mit Ja oder Nein antworten oder alles wiederholen konnte, was sie in ihrer Frage schon vorweggenommen hatte. Daf\u00fcr waren die gelesenen Ausschnitte sehr gut; mir gefielen sie vor allem sprachlich sehr. Ich meinte, viele 80er-Jahre-Ausdr\u00fccke zu h\u00f6ren, die ich selbst mal benutzt hatte und die einem heute total peinlich sind; der Klang des Buchs war f\u00fcr mich richtig, wobei die Handlung vermutlich eher egal sein wird, so sehr, wie sich der Text an Nebens\u00e4chlichkeiten aufh\u00e4ngt. Decar nannte sein Buch \u201eBRD noir\u201c.<\/p>\n<p>Das Buch hatte ich erst im Caf\u00e9 erworben. Ich las zwar dort kurz rein, bevor ich den Geldschein z\u00fcckte, meinte dann aber zur Dame, die das Geld einsammelte, was les ich denn \u00fcberhaupt rein, ich kauf&#8217;s ja eh. Nach der Lesung lie\u00df ich es mir nat\u00fcrlich auch signieren. Decar fragte, was er denn reinschreiben solle, woraufhin ich meinte, \u201eF\u00fcr Anke\u201c reiche v\u00f6llig. Dann sprachen wir noch kurz \u00fcber seine B\u00fchnenarbeit, und er meinte, er hoffe, dass mir der Roman auch gefalle, denn der sei ja schon etwas anderes als das St\u00fcck. Schon klar, aber seine Behandlung von Sprache wird vermutlich \u00e4hnlich sein, und genau die mochte ich ja bei <em>Philipp Lahm<\/em> so gerne. Ich bin gespannt. Vor allem auf die Stelle, die Eckes gestern vorlas, weil er meinte, dass das eine seiner Lieblingsstellen sei: Es geht dabei um einen Sexakt in Frankfurt, bei dem die B\u00fccher von Thomas Mann eine gro\u00dfe Rolle spielen. Ich habe sehr gelacht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_3410.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"594\" class=\"alignnone size-full wp-image-29651\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Dienstag abend meldete sich die Lieblingsagentur und fragte mich f\u00fcr zwei total spontane Tage an, die ich nat\u00fcrlich gerne zusagte. Statt im ZI zu sitzen und mich auf den n\u00e4chsten Podcast vorzubereiten, sa\u00df ich daher am Schreibtisch und arbeitete f\u00fcr Geld. Auch sch\u00f6n. 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