{"id":32828,"date":"2019-09-17T08:25:07","date_gmt":"2019-09-17T07:25:07","guid":{"rendered":"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=32828"},"modified":"2019-09-17T08:37:21","modified_gmt":"2019-09-17T07:37:21","slug":"was-schon-war-sonntag-montag-15-16-september-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=32828","title":{"rendered":"Was sch\u00f6n war, Sonntag\/Montag, 15.\/16. September 2019"},"content":{"rendered":"<p>Lange ausgeschlafen. W\u00e4hrend F. sich auf dem Heimweg machte, kochte ich nat\u00fcrlich meinen geliebten Flat White, der manchmal aussieht wie ein Cappuccino, und anstatt ihn am Rechner zu trinken, stellte ich mal wieder einen Stuhl auf den Balkon und schleppte Tasse und Handy danach ebenfalls an die frische Luft. Dieses Mal dachte ich auch daran, nicht im Sitzen zu fotografieren, sondern noch im Stehen, von hinter meinem Stuhl aus gesehen. Das war sch\u00f6n, da sp\u00e4tmorgens zu sitzen und still ins Blaugr\u00fcne zu gucken.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/3E7B9F9A-BBE7-4C13-82EA-0D3910CC5C50.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"alignnone size-full wp-image-32836\" srcset=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/3E7B9F9A-BBE7-4C13-82EA-0D3910CC5C50.jpg 500w, https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/3E7B9F9A-BBE7-4C13-82EA-0D3910CC5C50-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>Danach gearbeitet.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Am fr\u00fchen Nachmittag machte ich mich so langsam zum Fu\u00dfballgucken fertig. Am Sonntag hatte ich noch dar\u00fcber gebloggt, wie ich am Samstag den ganzen Kram aus meinen Hosentaschen wieder in meinen Rucksack umr\u00e4umte, was mir wenige Stunden sp\u00e4ter als total idiotisch auffiel, denn jetzt musste ich es vom Rucksack wieder in die Hosentaschen r\u00e4umen.<\/p>\n<p>Die FCB-Damen spielten ausnahmsweise nicht im seelenlosen Campus, sondern im guten alten Stadion an der Gr\u00fcnwalder Stra\u00dfe. Daher brauchte ich kein Cap und keine Sonnenbrille und damit auch kein T\u00e4schchen, weil ich mich auf die Trib\u00fcnenseite setzen konnte, wo Schatten war. Da sa\u00dfen leider weitaus weniger Leute als auf der anderen Seite, aber egal, irre viele Leute waren eh nicht da. Frauenfu\u00dfball halt. Leider.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_5607.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"372\" class=\"alignnone size-full wp-image-32838\" \/><\/p>\n<p>Ich finde die Sitze im Gr\u00fcnwalder total unbequem, aber die Akustik macht weitaus mehr Spa\u00df als auf dem Campus. Obwohl es deutlich gr\u00f6\u00dfer ist, h\u00f6rt man sowohl die Kommandos der spielenden Damen als auch die Reaktionen von den R\u00e4ngen viel lauter; es f\u00fchlt sich halt wie ein richtiges Stadion an und nicht wie ein Trainingsgel\u00e4nde. Vermutlich weil es ein richtiges Stadion ist, duh.<\/p>\n<p>In der Halbzeitpause gesellte sich kurz der Herr @<a href=\"https:\/\/twitter.com\/el_loko74\">el_loko74<\/a> zu mir, der dem Herrenfuppes ziemlich abgeschworen hat und nun als akkreditierter Fotograf f\u00fcr die Damen unterwegs ist. Ich muss mir mal sein <a href=\"https:\/\/twitter.com\/el_loko74\/status\/1165004124339003392\">Gwinn-Foto<\/a> klauen, ich entwickele da einen sehr unerwarteten Crush.<\/p>\n<p>Das Spiel gegen Leverkusen ging mit 1:2 verloren, und Sven gratulierte Wolfsburg per Twitter schon zur Meisterschaft. Die Damen haben eine deutlich k\u00fcrzere Saison als die Herren, weil es schlicht weniger Vereine gibt, daher ist jede Niederlage etwas gef\u00e4hrlicher als bei den Jungs.<\/p>\n<p>Nach dem Spiel ging ich zwei U-Bahn-Stationen zu Fu\u00df, weil ich ausnahmsweise nichts mit mir rumschleppte, was beim Gehen nervt: kein Plastikrucksack, der mich am R\u00fccken schwitzen l\u00e4sst, kein bl\u00f6des T\u00e4schchen, das mir auf der H\u00fcfte rumwippt, weil eben alles in die Hosentaschen passte. Ich konnte sehr unbeschwert gehen und \u00e4rgerte mich im Nachhinein, nur zwei Stationen gelaufen zu sein. Ich wollte eigentlich nur den Giesinger Berg runtergehen, weil ich nicht so ganz ins Schwitzen geraten wollte, denn abends hatte ich noch was vor und ich musste noch arbeiten, aber wie gesagt, sobald ich in der U-Bahn sa\u00df, \u00e4rgerte ich mich \u00fcber mich selbst, nicht einfach noch eine Station gegangen zu sein. N\u00e4chstes Mal.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Gearbeitet.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_5610.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"438\" class=\"alignnone size-full wp-image-32834\" \/><\/p>\n<p>Abends sa\u00df ich in netter Gesellschaft in der Philharmonie am Gasteig, wo John Cleese zu Gast war: &#8220;Last chance to see me before I die.&#8221; Auf der B\u00fchne ein Hocker, ein Tisch mit einem Stoff-<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cleese-Wollmaki\">Lemuren<\/a> drauf, dann kam ein \u00e4lterer Herr, lie\u00df sich beklatschen, zeigte lustige Monty-Python-Clips und erz\u00e4hlte ein bisschen was vom Krieg. Das war alles sehr nett und sein Timing ist wirklich perfekt, aber manchmal blitzte eben doch das gute alte <em>white male privilege<\/em> auf, wenn er Witze \u00fcber andere V\u00f6lker riss und auch darauf bestand, sie rei\u00dfen zu m\u00fcssen, denn \u00fcber was solle man denn sonst noch lachen. Hm. Ich wei\u00df nicht, ob wir unbedingt noch mehr Witze \u00fcber angeblich geldgeile Juden brauchen oder vertrottelte Schotten, Iren, Franzosen und Deutsche, aber ich gebe zu, ich habe \u00fcber vieles gelacht (immerhin \u00fcber den sexistischen Clip aus <em>Fawlty Towers<\/em> nicht). Der Mann ist fieserweise wirklich sehr lustig, aber seine Begr\u00fcndung, man m\u00fcsse \u00fcber alles Witze machen d\u00fcrfen, ist trotzdem doof.<\/p>\n<p>Den Abend zu dritt an meinem K\u00fcchentisch ausklingen lassen bei Wasser, Bier oder Gin Tonic.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Montag morgen einen Text abgegeben und dann das Wochenende nachgeholt, an dem ich gearbeitet hatte bzw. f\u00fcr typische Wochenenddinge keine Zeit gehabt hatte. Erstmal Post erledigt und weggebracht, eingekauft, dann Zeitung gelesen, dann Wohnung geputzt. Was Anst\u00e4ndiges gekocht, dann in Serien versackt, was die beste Wochenendbesch\u00e4ftigung ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_5613.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"479\" class=\"alignnone size-full wp-image-32833\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_5614.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"479\" class=\"alignnone size-full wp-image-32835\" \/><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst fiel ich in zwei Folgen einer neuen Reality-Serie auf Netflix: <em>Styling Hollywood<\/em> \u00fcber die <a href=\"https:\/\/www.tvinsider.com\/804089\/styling-hollywood-netflix-jason-bolden-adair-curtis\/\">zwei Herren hinter JSN Studio<\/a>.<\/p>\n<p>An mir ist Mode leider v\u00f6llig verloren, ich kann damit nichts anfangen, gucke aber sehr gerne andere Menschen in tollen Klamotten an. Insofern mochte ich die Segmente, wo Stylist Jason sich um seine weibliche und meist schwarze Kundschaft k\u00fcmmert, um sie f\u00fcr Emmy, Grammy und Oscar schick zu machen, schon sehr. Auch weil es wieder die kleinen Details waren, die ein Outfit perfekt machten. Ich musste an den Film <em>Gerhard Richter Painting<\/em> denken, wo Richter mit seiner <a href=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=29314\">Rakel<\/a> \u00fcber abstrakte Werke geht, und ich jedesmal dachte, reicht doch, sieht doch super aus \u2013 aber einen Strich sp\u00e4ter sah es besser aus. In <em>Styling Hollywood<\/em> ging es mir mit einem Paar Smaragdohrringe so \u2013 Klunker gucke ich auch gerne! \u2013, die meiner naiven Meinung nach hervorragend zu einem strahlend wei\u00dfen Kleid ausgesehen h\u00e4tten, aber: Die Ohrringe, in denen zus\u00e4tzlich zu den Smaragden auch Diamanten verarbeitet waren und die so einen farblichen Bezug zwischen Kleid und Schmuck herstellten, waren der Kracher.<\/p>\n<p>Was ich au\u00dferdem spannend fand: den Einblick in schwarze Kultur, von der ich auch keine Ahnung habe. In einer Szene wirft Jason seinem (kubanischen? puertoricanischen?) Assistenten vor, niemals <em><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Mahogany_(film)\">Mahogany<\/a><\/em> gesehen zu haben: &#8220;You have a black boss and you&#8217;ve never seen <em>Mahogany<\/em>? <em><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Lady_Sings_the_Blues_(film)\">Lady Sings the Blues<\/a><\/em>? &#8230; That&#8217;s like you&#8217;re telling me that you&#8217;ve never seen <em>Breakfast at Tiffany&#8217;s<\/em>.\u201c \u2013 \u201eOh, I&#8217;ve seen <em>Breakfast at Tiffany&#8217;s<\/em>!\u201c \u2013 \u201eOf course you have.\u201c<\/p>\n<p>Die beiden Filme musste ich auch googeln. Wieder was gelernt. Vom Trashgucken auf Netflix. So geht das n\u00e4mlich. (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=X5UwvqxD8ac\">Oh, look!<\/a>)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/Bildschirmfoto-2019-09-17-um-09.10.30.png\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"496\" class=\"alignnone size-full wp-image-32837\" srcset=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/Bildschirmfoto-2019-09-17-um-09.10.30.png 500w, https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/Bildschirmfoto-2019-09-17-um-09.10.30-150x150.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>Und abends gab ich meinem n\u00e4chsten Crush nach und guckte ein paar Folgen <em><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Rise_(American_TV_series)\">Rise<\/a><\/em> mit Josh Radnor, die schon nach einer Staffel bzw. zehn Folgen wieder abgesetzt wurde. Zu Recht. Egal, Schnuckelgucken.<\/p>\n<p>Aus der Serie lernte ich, dass es ein <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Spring_Awakening_(musical)\">Musical<\/a> nach Frank Wedekinds <em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fr%C3%BChlings_Erwachen\">Fr\u00fchlings Erwachen<\/a><\/em> gibt und musste das erstmal auf Spotify laufen lassen, bis F. vorbeikam und wir gemeinsam einschliefen. Das war sch\u00f6n.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lange ausgeschlafen. W\u00e4hrend F. sich auf dem Heimweg machte, kochte ich nat\u00fcrlich meinen geliebten Flat White, der manchmal aussieht wie ein Cappuccino, und anstatt ihn am Rechner zu trinken, stellte ich mal wieder einen Stuhl auf den Balkon und schleppte Tasse und Handy danach ebenfalls an die frische Luft. 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