{"id":33318,"date":"2019-12-10T08:36:27","date_gmt":"2019-12-10T07:36:27","guid":{"rendered":"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=33318"},"modified":"2019-12-10T08:36:27","modified_gmt":"2019-12-10T07:36:27","slug":"tagebuch-montag-9-dezember-2019-museum-und-backwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=33318","title":{"rendered":"Tagebuch Montag, 9. Dezember 2019 \u2013 Museum und Backwerk"},"content":{"rendered":"<p>Ich schlafe immer noch erh\u00f6ht, aber immerhin halbwegs durch, das ist nett. Die kleinen Dinge.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Den Vormittag verbrachte ich gespannt im Kunstfoyer der Versicherungskammer Bayern, in dem immer Ausstellungen laufen, die nie Eintritt kosten und meistens ziemlich gut sind. Gef\u00fchlt besprechen wir fast jede im Podcast, auch weil das Angebot so niedrigschwellig ist. Wir nehmen diesen Freitag unsere letzte Ausgabe f\u00fcr dieses Jahr auf, und so allm\u00e4hlich m\u00fcsste ich mal die Ausstellungen anschauen. Daher: gestern die erste. Wie ich es fand, darf ich nat\u00fcrlich noch nicht verraten.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Den R\u00fcckweg h\u00e4tte ich genau wie den Hinweg gestalten k\u00f6nnen: zweimal die U-Bahn, k\u00fcrzester Fu\u00dfweg. Ich glaube, in M\u00fcnchen gibt es gar keinen langen Fu\u00dfwege. Hallo, Berlin!<\/p>\n<p>Stattdessen nahm ich aber lieber zweimal die Tram, weil ich ein leicht anderes Ziel hatte, wof\u00fcr ich sonst noch einmal den Bus h\u00e4tte nutzen m\u00fcssen. Ich wollte Natron kaufen, das anscheinend nicht mehr in jedem Supermarkt vorhanden ist, jedenfalls finde ich es eher selten. Beim Karstadt hatte ich es aber schon einmal gesehen, und nach gef\u00fchlt f\u00fcnf halbblinden Minuten vor dem Backwarenregal hatte ich die kleinen Kaiser-Natron-T\u00fctchen dann auch gefunden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_5967.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"482\" class=\"alignnone size-full wp-image-33323\" \/><\/p>\n<p>Aber vorher knipste ich aus der H\u00fcfte das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Maxmonument\">Maxmonument<\/a> an der Tramhaltestelle, weil die Sonne gerade so krachig dahinterstand, lie\u00df mich dann die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Maximilianstra%C3%9Fe_(M%C3%BCnchen)\">Maximilianstra\u00dfe<\/a> hochshutteln, kurz durch die Einkaufshorden am <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Marienplatz_(M%C3%BCnchen)\">Marienplatz<\/a>, stieg am <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lenbachplatz\">Lenbachplatz<\/a> um und sah, dass der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wittelsbacher_Brunnen_(Lenbachplatz)\">Wittelsbacher Brunnen<\/a> schon winterfest eingemottet war. Der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Franziskusbrunnen_(M%C3%BCnchen)\">Franziskusbrunnen<\/a> am <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Josephsplatz_(M%C3%BCnchen)\">Josephsplatz<\/a> war vor ein paar Tagen noch frei, aber vermutlich ist er jetzt auch schon in seiner Holzverkleidung.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Den Nachmittag verbrachte ich dann mal wieder in der Versuchsk\u00fcche. Bei <em>Masterchef<\/em> machen die Kandidatinnen quasi dauernd Honeycomb, um gerade bei Desserts noch eine knusprige Komponente auf den Teller zu kriegen. Daher kannte ich nat\u00fcrlich alle Fallstricke und f\u00fchlte mich total gewappnet, das Zeug endlich mal selbst zu machen, denn ich hatte ein <a href=\"https:\/\/cooking.nytimes.com\/recipes\/1020656-peanut-shortbread-with-honeycomb\">Rezept<\/a> bei der <em>NY Times<\/em> gesehen, das mich sehr angelacht hatte.<\/p>\n<p>Das Erdnussshortbread war einfach und klappte prima, nachdem ich wie immer fluchend Fahrenheit zu Celsius umgerechnet hatte. Bei den Mengenangaben versorgt einen die Website inzwischen schon mit cups und Gramm, aber Temperaturen sind immer noch Selbstverantwortung. (Ich nutze f\u00fcr alles <a href=\"http:\/\/www.jsward.com\/cooking\/conversion.shtml\">Metric Kitchen<\/a>.) Gelernt: Mein Billozerhacker kann prima aus Erdn\u00fcssen Erdnussmehl machen! H\u00e4tte ich gar nicht gedacht; ich war schon bereit, <a href=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=27786\">Opas alte Kaffeem\u00fchle<\/a> daf\u00fcr zu opfern und in 17 Etappen zwei Handvoll Erdn\u00fcsse zu zerkleinern.<\/p>\n<p>Der Honeycomb war dann allerdings doof: Ich folgte dem Rezept der NYT bis aufs iT\u00fcpfelchen, lie\u00df sogar brav mein Zuckerthermometer auf Fahrenheit eingestellt, aber der goldene Schlotz plusterte sich nicht so sch\u00f6n auf, wie ich es bei <em>Masterchef<\/em> gesehen hatte. Geistesgegenw\u00e4rtig widerstand ich dem Versuch, es trotzdem auf das ausgek\u00fchlte Shortbread zu kippen, sondern wollte es verklappen. Fragte mich dann aber: Wohin mit diesem sofort aush\u00e4rtenden Zeug?<\/p>\n<p>Denn meine erste Deppenreaktion war nat\u00fcrlich gewesen: einfach den Wasserhahn aufdrehen und die Sch\u00fcssel mit dem Honeyklotz drunterzuhalten. Was nat\u00fcrlich zur Folge hatte, dass aus dem arschhei\u00dfen, aber fl\u00fcssigen Karamellklon ein einziges Brett wurde. Einen Tag sp\u00e4ter denke ich: H\u00e4ttste das mal einfach jetzt in St\u00fccken rausgebrochen, aber gestern im Testmodus lie\u00df ich lieber 100 Liter hei\u00dfes Wasser in die Sch\u00fcssel laufen, um das Zeug wieder fl\u00fcssig zu kriegen. Hat auch funktioniert. Mpf.<\/p>\n<p>Beim zweiten Versuch machte ich alles genauso, achtete aber peinlichst genau darauf, bei exakt 300 Grad F das Natron in die Sch\u00fcssel zu kippen und nicht bei 302 \u2013 mit dem gleichen Ergebnis. Kein Rumgepuffe. War jetzt egal, ab aufs Shortbread. Ausk\u00fchlen gelassen, Schokolade geschmolzen, aus dem Riesenkeks St\u00fccke gebrochen, mit Schokolade und Salzpl\u00e4ttchen verziert und probiert. Schmeckte, aber so richtig umgehauen hat es mich nicht. Beim Zerbr\u00f6seln l\u00f6sten sich auch Shortbread und Honeycomb voneinander, was auch mehrere Kommentatorinnen bei der NYT angemerkt hatten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/FAF938C5-2275-4BF0-B489-79611BB8CEC1.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"alignnone size-full wp-image-33322\" srcset=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/FAF938C5-2275-4BF0-B489-79611BB8CEC1.jpg 500w, https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/FAF938C5-2275-4BF0-B489-79611BB8CEC1-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>Frustriert googelte ich wie so ein Newbie \u201ehow to make honeycomb\u201c und <a href=\"https:\/\/www.bbcgoodfood.com\/videos\/techniques\/how-make-honeycomb\">landete bei der BBC<\/a>. Daraufhin wog ich nochmals Zucker und Honig ab, nutzte ein anderes Gef\u00e4\u00df zum Schmelzen des Zeugs, stellte das Thermometer auf C und achtete auf die 149 Grad \u2013 aber dieses Mal hatte ich das Karamell anscheinend leicht verbrennen lassen. Es sah herrlich aus, aber nach dem Erkalten schmeckte es wie Asche. Und so richtig super aufgepufft war es auch nicht.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Rezept in die Tonne gekloppt, n\u00f6lig ein paar K\u00e4seschnittchen gegessen und nicht mehr vom Sofa runterbewegt. Dabei aber weiterhin \u00fcber mein Nikolausgeschenk von F. gefreut, der mir einen Nougatengel vom <a href=\"https:\/\/www.dichtl.de\/kaffeehaus\/kaffeehaus_dichtl.php\">Dichtl<\/a> aus Augsburg mitgebracht hatte. Den kann ich leider nicht essen, weil er so toll aussieht. Was sind das f\u00fcr nutzlose S\u00fc\u00dfigkeiten?!?<\/p>\n<p>(Bussi!)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_5968.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"alignnone size-full wp-image-33321\" srcset=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_5968.jpg 500w, https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_5968-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich schlafe immer noch erh\u00f6ht, aber immerhin halbwegs durch, das ist nett. Die kleinen Dinge. &#8212; Den Vormittag verbrachte ich gespannt im Kunstfoyer der Versicherungskammer Bayern, in dem immer Ausstellungen laufen, die nie Eintritt kosten und meistens ziemlich gut sind. Gef\u00fchlt besprechen wir fast jede im Podcast, auch weil das Angebot so niedrigschwellig ist. 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