{"id":33664,"date":"2020-02-01T08:38:34","date_gmt":"2020-02-01T07:38:34","guid":{"rendered":"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=33664"},"modified":"2020-02-01T08:59:01","modified_gmt":"2020-02-01T07:59:01","slug":"tagebuch-donnerstag-freitag-30-31-januar-2020-archiv-und-zi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=33664","title":{"rendered":"Tagebuch Donnerstag\/Freitag, 30.\/31. Januar 2020 \u2013 Archiv und ZI"},"content":{"rendered":"<p>Der letzte Archivtag im Januar war eher nervig als erfolgreich, Schwamm dr\u00fcber.<\/p>\n<p>Wenigstens gut zum sp\u00e4ten Mittag gegessen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=28969\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_6256.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"alignnone size-full wp-image-33666\" srcset=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_6256.jpg 500w, https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_6256-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Und quasi als Ausgleich Post vom <a href=\"https:\/\/www.staatsarchiv.sachsen.de\/\">S\u00e4chsischen Staatsarchiv<\/a> bekommen, die wieder etwas bessere Laune machte.<\/p>\n<p>Abends eigentlich zu einem <a href=\"http:\/\/www.schwerereiter.de\/files\/detail_cal.php?id=108\">Konzert<\/a> verabredet gewesen, aber nach zwei N\u00e4chten, in denen ich ab morgens um 4 wach war und meinen Kopf nicht mehr ausmachen konnte, der auf 800 noch zu bearbeitenden Diss-L\u00fccken besch\u00e4ftigt war, war ich so m\u00fcde, dass ich in der Pause ging. Schade, denn das zweite St\u00fcck des Abends hatte mir sehr gut gefallen, das erst ging an mir unkonzentriertem Wusel eher vorbei.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Wie ein Stein geschlafen, aber gestern morgen irgendwie traurig aufgewacht, so ein Mittelding zwischen \u00dcberarbeitung und Zukunftspanik, tolle Kombi. Eine Stunde unentschlossen im Bett rumgew\u00e4lzt und dann zum Allheilmittel gegriffen: in die Bibliothek fahren. Am besten ins Zentralinstitut f\u00fcr Kunstgeschichte, denn irgendwas steht da immer im Regal, was bessere Laune macht.<\/p>\n<p>War dann eher nicht so, weil ich den Forschungsstand zur Kunst im NS finalisierte und mal wieder feststellen durfte, wie wenig vorhanden war. Dazu kam die Tatsache, dass mein Doktorvater, der ein Big Player in dem Bereich ist, quasi in jedem Ausstellungskatalog vertreten ist, den ich heranziehe, und ich ihn deswegen dauernd zitieren m\u00fcsste. Was ich versuche zu vermeiden, weil das albern ist. Trotzdem fragte ich spa\u00dfeshalber auf Twitter, ab wievielen Nennungen im Literaturverzeichnis es komisch werden w\u00fcrde, woraufhin Herr <a href=\"https:\/\/twitter.com\/mediumflow\/status\/1223179502420987905\">@mediumflow<\/a> die beste aller Antworten gab: \u201eAls Doktorvater empfehle ich meinen Promovend*innen sachliche Distanz &#038; Zur\u00fcckhaltung beim Zitieren des Doktorvaters. Andernfalls rollen die Leser*innen nur die Augen &#038; nehmen den Zitiergrund nicht ernst. Das gr\u00f6\u00dfte Kompliment f\u00fcr den Doktorvater ist halt eine brillante Thesis.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_6258.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"471\" class=\"alignnone size-full wp-image-33667\" \/><br \/>\n(Da wir immer noch kein finales Urteil zur Kunst im NS haben, ist alles zwischen Dings und Anpassung m\u00f6glich.)<\/p>\n<p>Ich puschelte weiter, als mein Handy stumm klingelte, was ich nat\u00fcrlich wegdr\u00fcckte, Nummer aus M\u00fcnchen, keine Ahnung. Kurze Zeit sp\u00e4ter schlug eine Mail meines Doktorvaters auf, der mich anscheinend angerufen hatte, er h\u00e4tte da ein paar Fragen, die er mir gleich in der Mail mitschickte, woraufhin meine Laune sehr viel besser wurde.<\/p>\n<p>Ich habe da n\u00e4mlich vor einiger Zeit eine Entdeckung gemacht, die f\u00fcr meine kleine Ecke der Kunstgeschichte nicht ganz unwichtig sein k\u00f6nnte. \u00dcber was ich per Zufall gestolpert bin, ist noch nirgends in der Forschungsliteratur verzeichnet, w\u00fcrde sie aber durchaus sinnvoll erweitern. Davon erz\u00e4hlte ich Vati im letzten Gespr\u00e4ch, und er war interessiert, aber nicht so enthusiastisch wie ich es gewesen war. Das hatte mich etwas entt\u00e4uscht, aber innerlich dachte ich, okay, der Mann wei\u00df zehnmillionenmal mehr als du, dann war die Entdeckung wohl doch nicht so irre.<\/p>\n<p>Und dann kam gestern die Mail mit sehr vielen Fragen. Ich beantwortete sie, schickte aber gleich noch eine hinterher: \u201eIch sitze gerade 50 Meter von Ihnen entfernt in der Bibliothek, soll ich kurz rumkommen?\u201c Was ich dann mit meinem Laptop tat, ein Kollege, der in der Mail auch CC gewesen war, guckte sich das ebenfalls gespannt an, ich zeigte Dokumente und Fotos, wir diskutierten, und ich f\u00fchlte mich wie eine richtige erwachsene Kunsthistorikerin. Das war sch\u00f6n.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Dieses Mal hatte ich auch brav einen Jogurt mit ins ZI genommen, damit ich nicht beim ersten Hunger nach Hause fahren m\u00fcsste, was sonst immer mein Arbeitsmodus ist. Daher blieb ich bis gegen 17 Uhr, lie\u00df mich dann nach Hause shutteln, obwohl gestern herrliches Fahrradwetter war, aber ich morgens noch zu br\u00e4sig f\u00fcr dieses Verkehrsmittel gewesen war, machte mir ein K\u00e4sebrot an Gem\u00fcseberg und verheulte das Finale von <em>The Good Place<\/em>. Wenn ihr auf der Suche nach einer perfekten Serie seid \u2013 nehmt diese hier.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\">\n<p lang=\"und\" dir=\"ltr\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/BrexitDay?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#BrexitDay<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/y5epkJgPWq\">pic.twitter.com\/y5epkJgPWq<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Hauck &amp; Bauer (@hauckundbauer) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hauckundbauer\/status\/1223167328705294336?ref_src=twsrc%5Etfw\">January 31, 2020<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p> <script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der letzte Archivtag im Januar war eher nervig als erfolgreich, Schwamm dr\u00fcber. Wenigstens gut zum sp\u00e4ten Mittag gegessen. Und quasi als Ausgleich Post vom S\u00e4chsischen Staatsarchiv bekommen, die wieder etwas bessere Laune machte. 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