{"id":34135,"date":"2020-04-08T06:51:57","date_gmt":"2020-04-08T05:51:57","guid":{"rendered":"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=34135"},"modified":"2020-04-08T07:01:00","modified_gmt":"2020-04-08T06:01:00","slug":"tagebuch-montag-dienstag-6-7-april-2020-zwei-tage-zwei-jahre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=34135","title":{"rendered":"Tagebuch Montag\/Dienstag, 6.\/7. April 2020 \u2013 Zwei Tage, zwei Jahre"},"content":{"rendered":"<p>In zwei Tagen zwei Jahre Korrekturlesen der Diss fertiggekriegt, n\u00e4mlich 1936 und 1937. Also \u201efertig\u201c wie in: Was online zu erg\u00e4nzen war, habe ich erg\u00e4nzt, aber es sind immer noch ein paar Stellen neongelb markiert, wo ich Fu\u00dfnoten auff\u00fcllen muss mit h\u00fcbschen Angaben, wo ich diese bestimmte Info denn wohl herhaben k\u00f6nnte. Das sind Aussagen, von denen ich wei\u00df, dass sie stimmen \u2013 ich sitze an diesem Thema ja schon l\u00e4nger \u2013, die ich aber trotzdem belegen m\u00f6chte. Es fehlen auch noch ein paar Details, bei denen ich vertiefende Dinge anbringen m\u00f6chte, von denen ich noch keine Ahnung habe wie zum Beispiel Holzschnitte. Die waren pl\u00f6tzlich wieder irre en vogue. Oder auch nicht pl\u00f6tzlich, keine Ahnung, ich habe mich noch nie mit Holzschnitten befasst, ich kenne ein paar aus der politisch linken Ecke der 1920er, aber das ist nur so fieses Halbwissen. Daher w\u00fcrde ich gerne durch ein paar Standardwerke zu Holzschnitten huschen, von denen ich jetzt noch nicht einmal wei\u00df, wie sie hei\u00dfen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem ignoriere ich beharrlich das Abbildungsverzeichnis, was vermutlich irgendwann 150 Bilder umfassen wird, wenn ich so weiter mache und hinter jedem zweiten Werk, das ich erw\u00e4hne, \u201eAbb. x\u201c einf\u00fcge. Daher: Erst einmal durch den Text gehen, dann gucken, welche Bilder wirklich n\u00f6tig sind. Die 29 Autobahnbilder sind nat\u00fcrlich gesetzt, genau wie diverse von anderen Malern. Aber was ich dar\u00fcber hinaus noch von Protzens Werk pr\u00e4sentieren m\u00f6chte, um es fassbar zu machen, wei\u00df ich halt erst, wenn der Text und die Zusammenfassung und die gro\u00dfe Erkenntnis stehen.<\/p>\n<p>Ebenfalls weiterhin ignoriert: die Angabe \u201eebd.\u201c in Fu\u00dfnoten. Noch steht immer alles namentlich da, also beispielsweise \u201eSchmidt 2012\u201c f\u00fcnfmal hintereinander und eben nicht \u201eebd.\u201c. Aber auch nicht \u201e<a href=\"https:\/\/opendata.uni-halle.de\/handle\/1981185920\/7723\">Schmidt, Marlies: <em>Die \u201eGro\u00dfe Deutsche Kunstausstellung 1937 im Haus der Deutschen Kunst zu Mu\u0308nchen\u201c. Rekonstruktion und Analyse<\/em>, Dissertation Halle\/Saale 2012<\/a>\u201c. Erst wenn der ganze Text steht, suche ich die erste Fundstelle des Werks, um den Titel komplett hinzucopypasten und danach lauter kleine ebendas einzuf\u00fcgen. Darauf freue ich mich jetzt schon, das ist seit Jahren einer der letzten Handgriffe an meinen akademischen Texten. Ja, Handarbeit. Erneut: Das gibt mir ein bisschen Kontrolle \u00fcber den Textberg. Lieber f\u00fcnfmal zu oft \u00fcber den Text geguckt als einmal zu wenig. (Gilt nicht f\u00fcr Blogeintr\u00e4ge.)<\/p>\n<p>Seitdem die Bibliotheken und das ZI geschlossen sind, treibe ich mich so oft in Datenbanken rum wie nie zuvor w\u00e4hrend des Studiums. Wozu auch, da stand ja immer alles physisch vor meiner Nase, und ich bl\u00e4ttere lieber als zu scrollen \u2013 oder 80-mal zu klicken, um durch einen dicken Ausstellungskatalog zu kommen. Trotzdem bin ich gerade sehr dankbar dar\u00fcber, dass es diese Datenbanken gibt. Ich zitiere jetzt zwar recht oft amerikanische Aufs\u00e4tze oder Buchkapitel, weil die deutlich gro\u00dffl\u00e4chiger als deutsche auf JSTOR rumliegen, aber mei, die Damen und Herren wissen auch, was sie schreiben. Nebenbei luscherte ich durchs halbe <a href=\"https:\/\/twitter.com\/BundesarchivD\">Bundesarchiv<\/a>, denn auch die haben Digitalisate online, zum Beispiel aus der Reichskanzlei. Leider nicht das, was ich mir im Februar vergessen hatte auszuheben.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Am Montag l\u00e4utete ich offiziell das Ende des Winters ein, indem ich meinen kleinen Tisch aus dem Keller holte und ihn auf dem Balkon platzierte. Auch die lauschige Lichterkette h\u00e4ngt jetzt wieder am Gel\u00e4nder. Leider habe ich noch keine Blumen, aber seit meinem gestrigen Bauernmarktbesuch immerhin das n\u00e4chstbeste zu Bl\u00fcmchen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_6562.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"599\" class=\"alignnone size-full wp-image-34154\" \/><\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Montag abend und Dienstag fr\u00fch die <a href=\"https:\/\/www.tvnow.de\/shows\/kitchen-impossible-7887\/2020-03\">Folge<\/a> <em>Kitchen Impossible<\/em> mit <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tim_Raue\">Tim Raue<\/a> nachgeholt, wo die beiden unter anderem erstmals gemeinsam im gleichen Lokal gegeneinander antraten. Was sie machen mussten: Wiener Schnitzel, Kartoffelsalat und Kaiserschmarrn. Das war so wunderbar, den beiden dabei zuzusehen, wie sie sich \u00fcber die sch\u00f6nste Panierung der Welt freuen konnten. Das sind f\u00fcr mich die besten Folgen der Sendung: keine irrwitzigen Zubereitungsarten mit 17 Hilfsmitteln, sondern eigentlich simple Rezepte, die aber so fein verbessert wurden, dass auch der 2-Sterne-Koch sehr lange \u00fcberlegen muss. Ich werde mich heute noch einmal nach drau\u00dfen trauen, um mich f\u00fcr die Osterwoche mit Lebensmitteln einzudecken, und ich werde so derma\u00dfen Kalbfleisch kaufen m\u00fcssen. #vorfreude Eigentlich wollte ich gestern auf dem Markt schon Gem\u00fcse holen, aber das war mir zu voll. Ich hatte auf frische Luft gehofft und die Leute haben auch an den St\u00e4nden brav Abstand gehalten, aber daf\u00fcr zogen sich die Warteschlangen so dusselig kreuz und quer \u00fcber den Kirchenvorplatz, dass man da leider nirgends Abstand halten konnte. Also nur schnell die Kr\u00e4uter geholt und wieder nach Hause hinter die sichere Haust\u00fcr.<\/p>\n<p>F. und ich sprachen gerade vorgestern dar\u00fcber, wie ungesund das f\u00fcr einen selbst ist, jeden Menschen f\u00fcr eine Ansteckungsquelle zu halten, aber ich kann mich davon nicht ganz freimachen.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Vorgestern gab&#8217;s ewig belegtes Brot und Gem\u00fcse zum Rumknabbern, weil frisches Brot halt locker als Mahlzeit reicht. Gestern zauberte ich aus den aufgehobenen Schalen des letzten Spargelgelages einen Sud, den ich per Mehlschwitze und Sahne und Ei in ein ganz hervorragendes Spargelcremes\u00fcppchen verwandelte. Unfotogen (ich brauche Suppenschalen!), aber sehr gut.<\/p>\n<p>Noch auf den Einkaufszettel neben Kalbfleisch und Gem\u00fcse: mehr Spargel! (Und neue Nougat-Ostereier.)<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Gerade heute fand ich den <a href=\"https:\/\/mailchi.mp\/ab8431915df6\/nr1-4796957\">Newsletter<\/a> von <a href=\"https:\/\/twitter.com\/CFahrenbach\">Christian Fahrenbach<\/a>, \u201eWTH America\u201c sehr lesenswert. Auch er hat Corona zum Hauptthema, aber das liest sich etwas differenzierter als die Katastrophenmeldungen, die mir sonst aus den USA bekannt sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In zwei Tagen zwei Jahre Korrekturlesen der Diss fertiggekriegt, n\u00e4mlich 1936 und 1937. Also \u201efertig\u201c wie in: Was online zu erg\u00e4nzen war, habe ich erg\u00e4nzt, aber es sind immer noch ein paar Stellen neongelb markiert, wo ich Fu\u00dfnoten auff\u00fcllen muss mit h\u00fcbschen Angaben, wo ich diese bestimmte Info denn wohl herhaben k\u00f6nnte. 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