{"id":34501,"date":"2020-05-28T07:13:12","date_gmt":"2020-05-28T06:13:12","guid":{"rendered":"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=34501"},"modified":"2020-05-28T07:23:36","modified_gmt":"2020-05-28T06:23:36","slug":"tagebuch-mittwoch-27-mai-2020-aufgeraumt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=34501","title":{"rendered":"Tagebuch Mittwoch, 27. Mai 2020 \u2013 Aufger\u00e4umt"},"content":{"rendered":"<p>Als ich gestern ins Bett ging, dachte ich: Der Tag hat sich so <em>aufger\u00e4umt<\/em> angef\u00fchlt. Nicht normal oder wie fr\u00fcher oder irgendwie ging so, sondern so, als w\u00e4re alles da, wo es hingeh\u00f6rt. Ich kann es nicht weiter erkl\u00e4ren; vielleicht spielt mein Gehirn auch gerade Assoziationsblaster, um mich nicht seltsam werden zu lassen, keine Ahnung.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Vor dem Wecker wach gewesen, den gestrigen Blogeintrag hatte ich schon vorgestern formuliert, den musste ich also nur noch flugs Korrektur lesen und publizieren. Flat White und Orangensaft, wobei ich jetzt in der R\u00fcckschau merke, dass da der Tag eigentlich schon nicht aufger\u00e4umt anfing. Ich trug in der linken Hand mein K\u00e4nnchen mit aufgesch\u00e4umter Milch und rechts meine Tasse mit Espresso, als ich kurz verga\u00df, wie hei\u00df das verdammte K\u00e4nnchen wird, wenn man kochend hei\u00dfes Wasser in die Milch sprudelt, ich ber\u00fchrte es doof, erschrak, bewegte beide H\u00e4nde, Milch und Kaffee schwappten auf Fu\u00dfboden und Sp\u00fcle, ich n\u00f6lte, putzte, war dann aber gl\u00fccklich, dass noch genug Inhalt f\u00fcr ein Fr\u00fchst\u00fcck \u00fcbrig geblieben war und verga\u00df das ganze bis eben.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Ins ZI geradelt und dort festgestellt, dass im Gegensatz zu letzter Woche die ganzen von uns Benutzerinnen angelegten Handapparate aufger\u00e4umt wurden. Man stellt, wenn man sich so einen Apparat anlegt, bis zu sieben B\u00fccher ins Regal und versieht das kleine Eckchen mit einem Reiter, auf dem der eigene Name und das Abstelldatum stehen. Nach einer Woche wird das Zeug wegger\u00e4umt. Als ich letzte Woche, also eine Woche nach \u00d6ffnung der Bibliothek, ans Regal trat, um meinen Stapel abzulegen, sah ich, dass noch alle Handapparate von M\u00e4rz im Regal standen, bevor das Institut geschlossen wurde. Gestern waren sie nicht mehr da.<\/p>\n<p>Ich arbeitete konzentriert vor mich hin, bl\u00e4tterte durch eine dicke Enzyklop\u00e4die von Kunst zwischen 1933 und 1945, las in einem Ausstellungskatalog \u00fcber M\u00fcnchen in den 1920er-Jahren, scannte ein paar Autobahnbilder, fand Zeug, fand anderes nicht und war um 12.30 Uhr durch. Bis 13 Uhr lohnte sich sich nicht, noch etwas anzufangen, also Feierabend vor Ort.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Ich radelte zu Rossmann, um ein paar Rossmanndinge einzukaufen, dann fuhr ich in die Unibibliothek, wo zwei B\u00fccher auf mich warteten, dann brauchte ich total dringend Erdbeeren und kaufte die in einem engen Supermarkt, den ich seit Monaten vermieden habe, der aber nun sch\u00f6n auf dem Weg lag. Gestern wollte ich keinen Umweg radeln, weil ich hungrig war und ich vergessen hatte, mich einzucremen, um richtig entspannt in der Sonne Fahrrad zu fahren.<\/p>\n<p>Vielleicht war das ein Teil des Aufger\u00e4umten: Seit dem Beginn der Ausgangsbeschr\u00e4nkungen hatte ich mir angew\u00f6hnt, a) wirklich nur das zu besorgen, was sein musste und b) eben nicht launig von hier nach da zu h\u00fcpfen, um m\u00f6glichst viele menschliche Kontakte mitzunehmen. Ich bleibe auch weiterhin so weit es geht zuhause. Gestern war, wenn ich mich richtig erinnere, so ziemlich der erste Tag, an dem ich so hin- und herfuhr, wie ich es gew\u00f6hnt war, als ich mir noch keinen Kopf um Infektionstr\u00e4ger*innen machen musste.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Ein paar Tortellini, die ich mal aus \u00fcbersch\u00fcssigem Pastateig gemacht und vorgestern aufgetaut hatte, mit einer schnellen Tomatensauce als Snack genossen. Abends gab&#8217;s noch <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/CAszlyZo6mP\/\">Tofu mit Reis, Brokkoli und Erdn\u00fcssen<\/a>. Die t\u00e4gliche Folge <em>Masterchef<\/em>, dann ein Nickerchen, Genius bei der <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/puzzles\/spelling-bee\">Spelling Bee<\/a>, dann weiter am Schreibtisch. Abends gab&#8217;s Augsburg gegen Paderborn. (Klassiker! *hust*)<\/p>\n<p>F. und ich hatten \u00fcberlegt, uns gestern zu treffen, aber er wollte den Start von SpaceX gucken und ich Fuppes. Um 22.28 Uhr kam eine SMS von ihm: \u201eYay, der Raketenstart wurde wegen schlechten Wetters abgebrochen.\u201c Ich antwortete: \u201eYay, ich habe ein 0:0 gesehen.\u201c Learning from mistakes: n\u00e4chstes Mal P\u00e4rchenkram statt Fernsehfrust.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>@<a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/CAnCDjJqhKM\/\">fuxbooks<\/a> rief auf Instagram vor ein paar Tagen den Hashtag #moodbooks ins Leben, ich wurde durch @<a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/CAqR1BtH3ww\/\">ninialagrande<\/a> auf ihn aufmerksam. Idee: B\u00fccher zu stapeln, die die derzeitige Stimmung wiederspiegeln. Ich ver\u00f6ffentlichte den deutschen Stapel gestern schon auf Instagram, den ich aber f\u00fcrs Blog einen Hauch editierte, und stapelte noch schnell einen auf Englisch. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_6790.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"589\" class=\"alignnone size-full wp-image-34504\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_6789.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"693\" class=\"alignnone size-full wp-image-34503\" \/><\/p>\n<p>Beim Verlinken eben sah ich, dass man nur vier B\u00fccher nehmen sollte. Mpf. Neu stapeln werde ich nicht, alles schon wieder wegger\u00e4umt, und ich mag den Gedankenfluss durch die Titel, aber:<\/p>\n<p>\u2013\u00a0Keine Ahnung, Irre, Wir sind Gefangene, Remix<br \/>\n\u2013\u00a0We&#8217;re in trouble, Invisible monsters, Anywhere but here, Across the river and into the trees<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich gestern ins Bett ging, dachte ich: Der Tag hat sich so aufger\u00e4umt angef\u00fchlt. Nicht normal oder wie fr\u00fcher oder irgendwie ging so, sondern so, als w\u00e4re alles da, wo es hingeh\u00f6rt. Ich kann es nicht weiter erkl\u00e4ren; vielleicht spielt mein Gehirn auch gerade Assoziationsblaster, um mich nicht seltsam werden zu lassen, keine Ahnung. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-34501","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-weblog"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34501","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=34501"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34501\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34510,"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34501\/revisions\/34510"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=34501"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=34501"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=34501"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}