{"id":35001,"date":"2020-08-20T08:04:03","date_gmt":"2020-08-20T07:04:03","guid":{"rendered":"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=35001"},"modified":"2020-08-20T08:19:42","modified_gmt":"2020-08-20T07:19:42","slug":"tagebuch-dienstag-mittwoch-18-19-august-2020-hefeteig-wespenwatch-und-apfelkloschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=35001","title":{"rendered":"Tagebuch Dienstag\/Mittwoch, 18.\/19. August 2020 \u2013 Hefeteig, Wespenwatch und Apfelkl\u00f6\u00dfchen"},"content":{"rendered":"<p>Der Nachbar brachte vorgestern einen Eimer Fall\u00e4pfel r\u00fcber, und das M\u00fctterlein schlug Apfelkl\u00f6\u00dfchen als gestriges Mittagsmahl vor. Die hatte ich seit Kindertagen nicht mehr gegessen, dieses Essen war \u00fcberhaupt nicht mehr auf meinem Radar, aber den Geschmack hatte ich sofort wieder auf der Zunge. So verbrachte ich eine Stunde damit, teilweise angematschte \u00c4pfel zu sch\u00e4len und in kleine St\u00fcckchen zu schneiden, nachdem Mama die ganzen Wespen verscheucht hatte, vor denen ich immer noch vermutlich zu viel Respekt habe. Schei\u00dfviecher.<\/p>\n<p>Zwei Drittel des Apfelst\u00fcckchenbergs wurde zu Apfelmus, das andere Drittel mischte ich mit drei Eiern (eins pro Esser:in laut dem M\u00fctterchen, wobei ich das beim n\u00e4chsten Mal vielleicht etwas reduzieren w\u00fcrde) und \u201eso viel Mehl, bis der Teig gut aussieht\u201c. Ich kippte Mehl in die Masse, r\u00fchrte, befand den Teig f\u00fcr zu fl\u00fcssig, kippte, r\u00fchrte, befand, kippte usw. Irgendwann war der Teig ein z\u00e4her Brocken, aus dem ich mit zwei Essl\u00f6ffeln eine Art Nocke abstechen konnte, die dann in kochendes Wasser umgesiedelt wurde. Nach wenigen Minuten erschien mir der Klo\u00df fertig. Als alle Kl\u00f6\u00dfe gekocht waren, wurden sie in Butter gebr\u00e4unt, und zum Servieren gab es haufenweise Zimt und Zucker dr\u00fcber. Ganz hervorragend. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_7183-1.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"alignnone size-full wp-image-35004\" srcset=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_7183-1.jpg 500w, https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_7183-1-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>Vorgestern w\u00fchlte ich wieder in altem Kram und stie\u00df auf einen Karton mit Omas Handarbeitsunterlagen. Ihr N\u00e4hk\u00e4stchen schleppe ich seit Jahrzehnten von Wohnung zu Wohnung und habe es in diesem Jahr erstmals vern\u00fcnftig benutzt, n\u00e4mlich zum Mundschutzn\u00e4hen, was dazu gef\u00fchrt hat, dass ich inzwischen eine N\u00e4hmaschine besitze. In diesem Karton lagen ein paar alte Handarbeitszeitschriften, in denen ich mich durchaus an Kleidungsst\u00fccken begeistern konnte. Leider sind die Schnittmuster nicht mehr im Heft, danach wurde auf Twitter schon gefragt, als ich die Bilder dort postete.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_7179.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"666\" class=\"alignnone size-full wp-image-35003\" \/><br \/>\nBeyers Handarbeit und W\u00e4sche \u2013 Strickmoden 6 (1956).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_7181-1.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"667\" class=\"alignnone size-full wp-image-35005\" \/><br \/>\nBurda Moden Dezember 1968.<\/p>\n<p>Gestern kauften das M\u00fctterlein und ich gemeinsam ein. Ich darf das neue Auto nicht fahren, wegen der Versicherung und so, Mist, darauf hatte mich schon gefreut, aber jetzt war ich halt n\u00f6lige Beifahrerin. Wir brachten unter anderem Zwetschgen mit (Sonderangebot!), die aber nicht auf einen Kuchen sollen \u2013 ich bemerkte vorsichtig, dass Kuchenbacken bei 30 Grad vielleicht nicht so der Bringer sei. Wir sprachen dann kurz \u00fcber das ewige Streitthema \u201eZwetschgenkuchen als Hefe- oder als R\u00fchrteig\u201c und Mama erw\u00e4hnte, dass es das Backwerk \u2013 nat\u00fcrlich mit Hefe \u2013 fr\u00fcher f\u00fcr die Helfer:innen bei der Kartoffelernte gegeben habe. Mit Hefe, denn: \u201eHefeteig ist ein armer Teig\u201c, da kommen deutlich weniger Eier und Fett hinein. Auch noch nie dr\u00fcber nachgedacht. Ich \u00fcberlege seitdem, ob man die Vorliebe f\u00fcr den einen oder den anderen Teig lokalisieren kann: Landbev\u00f6lkerung eher Hefe, St\u00e4dter:innen eher R\u00fchrteig?<\/p>\n<p>Vom Einkaufen brachten wir daher fertigen Kuchen vom B\u00e4cker mit, weswegen mich die Wespen derzeit auch nerven: Ich wei\u00df nicht, ob Papa es mitkriegt, wenn eine von den Viechern auf seinem Kuchen sitzt bzw. in seiner Teetasse h\u00e4ngt. Falls er gestochen wird und er m\u00f6glicherweise \u00e4rztliche Hilfe braucht, wird das schwierig: Wir kriegen ihn nicht ohne Hilfe vom Bett in den Rollstuhl und von da sowieso nirgends anders mehr hin, erst recht nicht ins Auto, das wegen seines hohen Einstiegs \u00fcberhaupt erst angeschafft wurde, aber das war wohl eher Wunschdenken. Falls ihm etwas passiert, brauchen wir einen Rettungswagen. Deswegen sind Mahlzeiten momentan etwas unentspannt f\u00fcr mich, weil ich dauernd auf Insektenwatch bin. Vermutlich \u00fcbertrieben, aber ich bin halt ein Schisser.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Gestern abend wollte ich eigentlich gerne mit dem V\u00e4terchen Fu\u00dfball gucken, wie ich das aus Kindheitstagen kenne. Bayern gegen Lyon lief nicht im Free-TV, und da meine Eltern immer noch kein Internet haben, suchte ich einen total legalen Stream per Handy-Hotspot. Der Empfang ist leider ausgerechnet im Zimmer von Vaddern eher unterirdisch \u2013 Edge kenne ich sonst nur aus Z\u00fcgen. So guckte er wie gewohnt Naturdokus im Fernsehen, ich sa\u00df in der K\u00fcche bei LTE und berichtete die Spielst\u00e4nde. Beim 3:0 schlief er allerdings schon.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Nachbar brachte vorgestern einen Eimer Fall\u00e4pfel r\u00fcber, und das M\u00fctterlein schlug Apfelkl\u00f6\u00dfchen als gestriges Mittagsmahl vor. 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