{"id":3651,"date":"2009-01-29T11:05:31","date_gmt":"2009-01-29T09:05:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=3651"},"modified":"2009-01-30T11:59:57","modified_gmt":"2009-01-30T09:59:57","slug":"putzhilfe-mit-radern-unten-dran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=3651","title":{"rendered":"Putzhilfe mit R\u00e4dern unten dran"},"content":{"rendered":"<p>Vor Kurzem gab&#8217;s ein grandioses Geschenk des Hausherren: einen sauberen Fu\u00dfboden. Da wir beide zu paranoid f\u00fcr eine menschliche Putzhilfe sind (\u201eJemand in unsere Wohnung lassen? Geht&#8217;s noch?\u201c) und wir ebenfalls beide keine Lust zum Staubsaugen haben, hat sich der schlaue Kerl mal im Internet umgeguckt \u2013\u00a0und wurde f\u00fcndig. Bei <a href=\"http:\/\/irobot.com\/de\/\">iRobot<\/a>, einer Firma, die wir nicht nur wegen des Namens lieben, sondern wegen ihres Produkts: dem <a href=\"http:\/\/irobot.com\/de\/home_robots_roomba530.cfm\">Roomba<\/a>.<\/p>\n<p>Der Roomba ist ein kleiner, runder Roboter, der nichts anderes macht als staubzusaugen. Er l\u00e4uft auf kleinen Legor\u00e4dern durch die Gegend, saust unterm Sofa durch und wuselt sich so von Zimmer zu Zimmer. Er erkennt Hindernisse, die vor ihm auftauchen und bremst vorsichtig ab. Meistens jedenfalls. Manchmal glaube ich, er ist geistig kurz woanders und denkt an die Robotertante aus der Saturn-Werbung, denn dann rumpelt er so richtig sch\u00f6n an Tischbeine ran. Da er aber aus knuffigem Weichplastik besteht, hinterl\u00e4sst er immerhin keine Kratzer. Man kann ihn auf der Stelle saugen lassen; dann dreht er sich im Kreis und f\u00e4hrt schlie\u00dflich in immer gr\u00f6\u00dferen Kreisen weiter, bis er lustig piepsend verk\u00fcndet: reicht jetzt, ist sauber. Das ist es zwar manchmal dann doch noch nicht, aber bl\u00f6derweise habe ich mich auf Anhieb in das kleine Monster verliebt und verzeihe ihm, wenn er in fiesen Ecken oder vor kleinen Stufen den Staub anh\u00e4uft anstatt ihn wegzusaugen.<\/p>\n<p>In manche Ecken unserer verschachtelten Altbauwohnung kommt er eh nicht hin, da m\u00fcssen wir wohl oder \u00fcbel noch selber saugen. Aber das dauert dann eben nur zehn Minuten und keine Stunde. Au\u00dferdem ist es herrlich entspannend, dem kleinen Plastiktrottel schadenfroh dabei zuzugucken, wie er versucht, unter dem Esstisch mit den vier St\u00fchlen durchzukommen, wo sich ihm insgesamt 20 Holzbeine in den Weg stellen. Das ist dann auch der einzige echte Nachteil von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Robotron\">Robotron<\/a>, wie wir ihn getauft haben: Man muss seine Wohnung vor dem Saugen robotersicher machen. Hei\u00dft: die M\u00f6bel so hinstellen, dass er \u00fcberall rankommt \u2013 was okay ist, weil bis auf den Esstisch eh alles recht weitl\u00e4ufig steht. Hei\u00dft aber auch: das fitzeld\u00fcnne Wii-Kabel nicht auf dem Boden liegen lassen, denn das wickelt sich ruckzuck um seine R\u00e4dchen, er f\u00e4hrt nur noch im Kreis und wickelt sich und das Kabel dabei um das Bein vom Schreibtisch, um dann schlie\u00dflich die komplette Wii vom Tisch runterzurei\u00dfen, weil das Kabel irgendwann ein Ende hat. Hab ich einmal hingekriegt; seitdem r\u00e4ume ich alles weg, an was der Depp h\u00e4ngenbleiben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Man entdeckt allerdings immer wieder neues Zeug, mit dem er Bl\u00f6dsinn macht, weswegen ich ihn wahrscheinlich so knuffig finde. Es ist, als ob man einem Kleinkind dabei zuguckt, seine Welt zu entdecken. Okay, einem brummenden Kleinkind auf R\u00e4dern, aber egal. Jedenfalls hat Robotron es geschafft, meine Bodenlampe zum Leuchten zu bringen, indem er \u00fcber den auf dem Boden liegenden Schalter gefahren ist. Und er kann im Vorbeifahren meinen Ventilator einschalten, der auch auf dem Boden steht. Wenn so was passiert, grinse ich m\u00fctterlich und schubse den kleinen Idioten in eine andere Richtung, wo er klaglos weiter vor sich hinbrummt.<\/p>\n<p>Seit gestern liebe ich ihn noch mehr. Das Haus, in dem sich unsere Wohnung befindet, ist in den 20er Jahren erbaut und der Holzfu\u00dfboden seitdem wei\u00dfdergeier wie oft abgeschliffen worden. Jedenfalls befindet sich zwischen dem Fu\u00dfboden und den h\u00f6lzernen Fenster- und T\u00fcreinfassungen ein fast zentimetergro\u00dfer Spalt. Robotron arbeitet unter anderem mit einem rotierenden B\u00fcrstchen, mit dem er an Kanten langf\u00e4hrt und sich so quasi den Staub vor die eigene Nase schleudert. Und gestern schleuderte er im Schlafzimmer noch etwas anderes unter dem T\u00fcrrahmen hervor: einen ziemlich rostigen Reichspfennig von 1921. Meine erste Reaktion: Oh, toll, Historie! Meine zweite: HIER WURDE SEIT 1921 NICHT MEHR GESAUGT!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/reichspfennig.jpg\" alt=\"\" title=\"reichspfennig\" width=\"380\" height=\"322\" class=\"alignnone size-full wp-image-3657\" \/><\/p>\n<p>PS: Roomba ist auch f\u00fcr Tierfreunde <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=LQ-jv8g1YVI\">geeignet<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor Kurzem gab&#8217;s ein grandioses Geschenk des Hausherren: einen sauberen Fu\u00dfboden. 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