{"id":36631,"date":"2021-04-17T09:03:10","date_gmt":"2021-04-17T08:03:10","guid":{"rendered":"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=36631"},"modified":"2021-04-17T17:27:18","modified_gmt":"2021-04-17T16:27:18","slug":"bistek-tagalog-mit-atsara","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=36631","title":{"rendered":"Bistek Tagalog mit Atsara"},"content":{"rendered":"<p>Oder anders: Filipino Steak mit Zwiebeln und eingelegtem Gem\u00fcse. Die beiden Rezepte stammen aus dem Kochbuch <em><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/1579657672\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=1579657672&#038;linkCode=as2&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkId=d40d1a60ebc7bba0aaaff2fc19ad2770\">I Am a Filipino And This Is How We Cook<\/a><\/em>. Sie sind vermutlich mit die einfachsten im Buch und vor allem die mit den wenigsten Zutaten, f\u00fcr die man den Asiashop durchw\u00fchlen muss. Im ersten Bild steht eine Flasche Bananenketchup, das brauche ich f\u00fcr ein weiteres Rezept, aber immerhin das habe ich beim W\u00fchlen gefunden. Kalamansisaft f\u00fcr das Steak leider nicht, aber Zitrone tut&#8217;s auch.<\/p>\n<p>In der philippinischen K\u00fcche, soweit ich das bisher beurteilen kann, sind die sogenannten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adobo\">Adobos<\/a> ein Grundbestandteil. F\u00fcr sie wird Fleisch mit Essig und Gew\u00fcrzen zubereitet und die Variationen sind endlos. Je nachdem auf welcher der 7000 Inseln man sich befindet, kommen noch Sojasauce und\/oder \u00d6l dazu, es gibt Varianten mit Kokosnussmilch, Zimt oder Nelken. \u201eAdobos can also be dry or wet, or they can be salty or sweetish, and they can be made with pork, chicken, lamb, fish, shrimp, or even vegetables. In other words, adobo is as varied as the people of the Philippines.\u201c (S. 47) \u00dcber das \u201eor even vegetables\u201c musste ich sehr grinsen: Das Kochbuch ist irre fleischhaltig.<\/p>\n<p>Streng genommen ist Bistek Tagalok kein Adobo, weil es nicht mit Essig, sondern mit einer anderen S\u00e4ure gekocht wird, hier Zitronensaft, aber: \u201eIt&#8217;s the technique that makes this a classic home-style Filipino dish.\u201c Und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tagalog\">Tagalog<\/a> ist eine der Hauptsprachen der Philippinen, aber das wusstet ihr ja.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_8211-1.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"585\" class=\"alignnone size-full wp-image-36634\" \/><\/p>\n<p>Sorry f\u00fcr das komplett uninszenierte Fotos, ich wollte essen, nicht dokumentieren. Das Rezept ist f\u00fcr zwei Personen, wobei das Buch 4 Cups (800 g) Reis haben m\u00f6chte, was ich sehr ignoriert habe. Das scheint aber landestypisch zu sein, wie F. gestern meinte, der philippinische Gene in sich tr\u00e4gt: \u201eImmer viel zu viel Reis machen, man wei\u00df ja nie.\u201c<\/p>\n<p>450 g <strong>Rib-Eye-Steak<\/strong>, gerne marmoriert, halbieren oder vom Fleischer schneiden lassen. Die beiden St\u00fccke auf ungef\u00e4hr einen halben Zentimeter plattieren. Daf\u00fcr geht ein nicht mehr benutzter Tamper \u00fcbrigens prima, wie ich gestern feststellte. Dann das Fleisch in mehrere handtellergro\u00dfe St\u00fccke rei\u00dfen oder schneiden.<\/p>\n<p>Das Fleisch mit 2 <strong>Knoblauchzehen<\/strong> einreiben.<\/p>\n<p>2 ungef\u00e4hr anderthalb Zentimeter dicke Scheiben aus einer <strong>gro\u00dfen Zwiebel<\/strong> schneiden und die einzelnen Lagen voneinander trennen. Oder mehrere kleine Zwiebeln in dicke Ringe schneiden. Hauptsache Zwiebeln.<\/p>\n<p>Eine Marinade herstellen aus<br \/>\n60 ml <strong>Kalamansisaft<\/strong> (ersatzweise Zitrone),<br \/>\n60 ml <strong>Sojasauce<\/strong> (das Buch nennt <a href=\"https:\/\/www.phil-food.de\/Silver-Swan-Soy-Sauce-1-liter\/de\">die von Silver Swan<\/a> eine der haushalts\u00fcblichen),<br \/>\n60 ml <strong>Wasser<\/strong>,<br \/>\n1 TL <strong>Muscovado-Zucker<\/strong> (ersatzweise Rohrzucker) und<br \/>\n3 angedr\u00fcckten <strong>Knoblauchzehen<\/strong>.<\/p>\n<p>Fleisch und Zwiebeln f\u00fcr 30 Minuten bei Raumtemperatur in der Marinade baden lassen. Man kann auch alles f\u00fcr bis zu drei Stunden in den K\u00fchlschrank stellen, nicht l\u00e4nger, sonst ver\u00e4ndert sich die Struktur des Fleischs zu sehr. F. so: \u201eMeine Tante macht die Marinade mit Sojasauce und Sprite.\u201c Ich habe eine Aufgabe f\u00fcr heute! Das scheint auch eine \u00fcbliche Street-Food-Zubereitung zu sein.<\/p>\n<p>Nach der Ruhezeit die Zwiebeln bei mittlerer Hitze in<br \/>\n<strong>Pflanzen\u00f6l<\/strong>, bei mir Sonnenblume, f\u00fcr ungef\u00e4hr 2 Minuten anbraten. Sie sollten nicht br\u00e4unen, nur ihre S\u00fc\u00dfe etwas an das \u00d6l abgeben.<\/p>\n<p>Zwiebeln aus der Pfanne nehmen, die Hitze stark erh\u00f6hen. Wenn das \u00d6l raucht, die Fleischst\u00fccke in die Pfanne geben. Diese vorher etwas abtupfen, damit sie m\u00f6glichst wenig Fl\u00fcssigkeit mitbringen, denn wir wissen ja: Was feucht ist, wird nicht knusprig. Das Fleisch von jeder Seite ungef\u00e4hr 3 bis 4 Minuten braten, das darf ruhig dunkel werden. Wir wollen das Fleisch durchgebraten, nicht medium.<\/p>\n<p>Wenn das Fleisch durch ist, aus der Pfanne nehmen und auf einer Platte warmhalten. Nun noch einmal kurz die Zwiebeln in die Pfanne, jetzt d\u00fcrfen sie etwas Farbe nehmen. Zwiebeln raus und aufs Fleisch legen. Nun die Marinade in die Pfanne geben, mit<br \/>\n1 EL <strong>kalter Butter<\/strong> und<br \/>\n1 TL <strong>Muscovadozucker<\/strong> aufmontieren. Mit einem Spatel den Pfannenboden freikratzen, die Sauce ganz kurz etwas einkochen lassen und dann \u00fcber die Fleisch-Zwiebel-Platte geben.<\/p>\n<p>Sofort mit<br \/>\neinem Berg <strong>Reis<\/strong> und<br \/>\nmindestens einer <strong>Zitrone<\/strong>, in St\u00fccke geschnitten, servieren. Dringend Zitronensaft auf das Fleisch tr\u00e4ufeln, bevor man es genie\u00dft. Das ist ziemlich super.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_8207.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"alignnone size-full wp-image-36633\" srcset=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_8207.jpg 500w, https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_8207-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>Atsara oder Atchara sind eingelegte Gem\u00fcsestreifen. Aus den unten angegebenen Mengen kommt der Inhalt von ungef\u00e4hr 1-l-Glas raus. Ich habe das auf zwei Gl\u00e4ser aufgeteilt.<\/p>\n<p>Zuerst m\u00fcssen wir viel Gem\u00fcse in feine Streifen schneiden. Ich arbeite noch am \u201efein\u201c.<\/p>\n<p>1 <strong>gr\u00fcne Papaya<\/strong> (2 cups, 340 g),<br \/>\n1 cup (170 g) <strong>Daikon<\/strong> (oder einen milden Rettich),<br \/>\n1 <strong>rote Paprika<\/strong>,<br \/>\n1 <strong>gr\u00fcne Paprika<\/strong> (bei mir gelb),<br \/>\n2 gro\u00dfe <strong>Mohrr\u00fcben<\/strong>.<\/p>\n<p>Alles auf einem Backblech ausbreiten, mit<br \/>\n2 TL <strong>Salz<\/strong> bestreuen und f\u00fcr eine Stunde rumstehen lassen.<\/p>\n<p>In der Zeit machen wir die Lake, in der wir das Gem\u00fcse p\u00f6keln. Dazu<br \/>\n480 ml wei\u00dfen <strong>Branntweinessig<\/strong> (5%) mit<br \/>\n300 g <strong>Zucker<\/strong> aufkochen, bis sich der Zucker gel\u00f6st hat. Achtung, nicht das \u00fcbliche Frucht- oder Weinessig nehmen, das einen Hauch h\u00f6her konzentriert ist und vor allem Geschmack mitbringt. Im Buch hei\u00dft es \u201edistilled white vinegar\u201c, gibt&#8217;s in Literflaschen im Asiashop, es ist farb- und geschmacklos, nur sauer.<\/p>\n<p>Die Hitze reduzieren,<br \/>\n1 EL <strong>frisch geriebenen Ingwer<\/strong>,<br \/>\n1 TL <strong>Salz<\/strong>,<br \/>\n1 <strong>Knoblauchzehe<\/strong>, fein gehackt,<br \/>\n1 kleine <strong>Bird&#8217;s-Eye-Chili<\/strong>, fein gehackt,<br \/>\ndazugeben und alles f\u00fcnf Minuten simmern lassen, dann vom Herd nehmen. Wer es nicht ganz so scharf mag, wobei die Sch\u00e4rfe wirklich kaum sp\u00fcrbar ist, l\u00e4sst die Chili weg. Oder: Wer es richtig scharf mag, erh\u00f6ht die Chilimenge nach Belieben.<\/p>\n<p>Die Gem\u00fcsesticks nun in einem Handtuch oder einer Menge K\u00fcchenpapier auspressen, um m\u00f6glichst viel Fl\u00fcssigkeit loszuwerden. In ausgekochte Gl\u00e4ser f\u00fcllen. Wer mag, gibt noch insgesamt 35 g (1\/4 cup) <strong>Rosinen<\/strong> dazu, das habe ich weggelassen. <\/p>\n<p>Die K\u00f6stlichkeit kann sofort verspeist werden, richtig gut wird es aber erst nach 24 Stunden im K\u00fchlschrank. Dort aufbewahrt h\u00e4lt es sich laut Buch f\u00fcr mehrere Wochen. Nutzt es als Beilage, als Sandwich- oder Burgerzutat oder einfach so.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oder anders: Filipino Steak mit Zwiebeln und eingelegtem Gem\u00fcse. Die beiden Rezepte stammen aus dem Kochbuch I Am a Filipino And This Is How We Cook. Sie sind vermutlich mit die einfachsten im Buch und vor allem die mit den wenigsten Zutaten, f\u00fcr die man den Asiashop durchw\u00fchlen muss. 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