{"id":37694,"date":"2021-12-20T10:58:37","date_gmt":"2021-12-20T09:58:37","guid":{"rendered":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=37694"},"modified":"2021-12-20T10:59:37","modified_gmt":"2021-12-20T09:59:37","slug":"vegetarisches-toad-in-the-hole-nach-ottolenghi-mit-steckrube-und-gelber-bete","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=37694","title":{"rendered":"Vegetarisches Toad-in-the-hole nach Ottolenghi mit Steckr\u00fcbe und gelber Bete"},"content":{"rendered":"<p>Seit September macht mich eine <a href=\"https:\/\/www.isarland.de\/\">Biokiste<\/a> verl\u00e4sslich gl\u00fccklich, weil ich in ihr manchmal Dinge finde, die ich selbst nie gekauft h\u00e4tte, sei es aus Faulheit oder aus Unkenntnis von schicken Rezepten. Diese Zutaten k\u00f6nnte ich nat\u00fcrlich abbestellen \u2013\u00a0man bekommt eine Mail mit dem vorgesehenen Kisteninhalt \u2013, aber ich finde es spannend, mich an Dinge zu wagen, die mir bisher nicht vertraut waren. In diesem Fall war es eher eine Abneigung: An Steckr\u00fcben habe ich in Form von dicken Suppen eher ungute Kindheitserinnerungen. Daher war ich kurz versucht, sie abzubestellen, lie\u00df mir dann aber lieber <a href=\"https:\/\/twitter.com\/ankegroener\/status\/1468597933344014346\">auf Twitter tolle Tipps geben<\/a> und freue mich nun mitteilen zu k\u00f6nnen: Steckr\u00fcben sind super.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_9062.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"559\" class=\"alignnone size-full wp-image-37697\" \/><\/p>\n<p>Aus den vielen Vorschl\u00e4gen w\u00e4hlte ich das vermutlich <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/food\/2020\/oct\/10\/yotam-ottolenghi-recipes-for-autumn-traybakes\">einfachste Rezept<\/a> zum Nachkochen: a) weil ich Ottolenghi eigentlich immer mag und b) in der Kiste auch Pastinaken waren und ich noch M\u00f6hren hatte, die konnten auch gleich elegant verarbeitet werden.<\/p>\n<p>Das untenstehende Rezept ist f\u00fcr eine Form in der ungef\u00e4hren Gr\u00f6\u00dfe von 34 cm x 26 cm; meine ist etwas kleiner, ich habe drei Viertel des Rezepts verwendet, das hat wunderbar geklappt. Ich hatte gedacht, dass man den Auflauf in St\u00fccken wie Pizza oder Flammkuchen aus der Form kriegt, aber nein, das wird einfach nur ein eher unh\u00fcbscher Haufen aus Gem\u00fcse und Teig. Daher ist die Sauce im Rezept ganz sinnvoll: F\u00fcr das Gem\u00fcse br\u00e4uchte man sie meiner Meinung nach nicht, das bringt genug Geschmack mit, aber der Teig ist doch eher Tr\u00e4germaterial und findet die Pilzsauce super. Ich glaube aber, der w\u00fcrde auch einen Klecks Kr\u00e4uterquark super finden.<\/p>\n<p>Aber hier machen wir mal Sauce. Als allererstes die Pilze ansetzen. Dazu<br \/>\n30 g <strong>getrocknete Steinpilze<\/strong> mit<br \/>\n800 ml <strong>kochendem Wasser<\/strong> \u00fcbergie\u00dfen, die Sch\u00fcssel abdecken und alles mindestens 20 Minuten ziehen lassen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Teig<br \/>\n4 <strong>Eier<\/strong> (mindestens Gr\u00f6\u00dfe M) mit<br \/>\n350 ml <strong>Milch<\/strong> und<br \/>\n2 EL <strong>mittelscharfem Senf<\/strong> schaumig r\u00fchren. Schneebesen reicht. Danach<br \/>\n230 g <strong>Mehl, Type 405<\/strong>, sowie<br \/>\n1 TL <strong>Salz<\/strong> unterr\u00fchren und alles mindestens 30 Minuten quellen lassen.<\/p>\n<p>Nun Gem\u00fcse schnippeln. Wir brauchen<br \/>\n1\/2 gro\u00dfe <strong>Sellerie<\/strong> (480 g), gesch\u00e4lt und in 6 Keile geschnitten (450 g Endgewicht)<br \/>\n2 <strong>Rote Bete<\/strong> (350 g), gesch\u00e4lt, 8 Keile (300 g) und<br \/>\n1\/2 gro\u00dfe <strong>Steckr\u00fcbe<\/strong> (350 g), gesch\u00e4lt, 12 Keile (320 g). Das Gem\u00fcse ist quasi beliebig austauschbar, Hauptsache, die Mengen bleiben erhalten. Bei mir waren Steckr\u00fcbe, Pastinaken, Mohrr\u00fcben, gelbe Bete und ein winziger Rest Brokkoli als Farbtupfer in der Form. Nicht zu klein schneiden, das d\u00fcrfen ruhig Brocken oder dickere Scheiben bleiben. Hier habe ich mal die rohe Steckr\u00fcbe gekostet und stellte interessiert fest: schmeckt wie nussiger, frischer Kohlrabi. Mag ich!<\/p>\n<p>In einer Form<br \/>\n75 ml <strong>Oliven\u00f6l<\/strong> (ein bisschen weniger tut&#8217;s auch) und<br \/>\n2 EL <strong>Tomatenmark<\/strong> mischen, das Gem\u00fcse dazugeben, alles gut mit dem \u00d6l benetzen, mit<br \/>\n1 knappen TL <strong>Salz<\/strong> und<br \/>\nordentlich <strong>Pfeffer<\/strong> im auf 220\u00b0 Ober- und Unterhitze vorgeheizten Ofen f\u00fcr 15 Minuten backen. Die Form aus dem Ofen nehmen, vorsichtig<br \/>\n2 EL <strong>Ahornsirup<\/strong> untermischen und f\u00fcr weitere 20 Minuten backen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend alles b\u00e4ckt, k\u00f6nnen wir schon die Pilzsauce machen.<\/p>\n<p>2 EL <strong>Oliven\u00f6l<\/strong> bei mittlerer Hitze erw\u00e4rmen und<br \/>\n1 gro\u00dfe <strong>Zwiebel<\/strong> (220 g), fein gehackt, darin anbr\u00e4unen.<br \/>\n3 <strong>Knoblauchzehen<\/strong>, fein gehackt,<br \/>\n1 EL <strong>Tomatenmark<\/strong> und<br \/>\n1 EL fein gehackten <strong>Rosmarin<\/strong> dazugeben, kurz mitr\u00f6sten.<br \/>\n2 1\/2 EL <strong>Mehl<\/strong> dazugeben, gut umr\u00fchren, damit alles bemehlt ist. Nun langsam die Pilze und die Einweichfl\u00fcssigkeit dazugeben, mit einem Schneebesen daf\u00fcr sorgen, dass nichts klumpt. Mit<br \/>\n1 TL <strong>Salz<\/strong> und<br \/>\nordentlich <strong>Pfeffer<\/strong> w\u00fcrzen, kurz aufkochen und dann die Hitze verringern und simmern lassen, bis die Sauce eindickt. Das dauert nur wenige Minuten. Mit<br \/>\n1 EL <strong>Balsamico-Essig<\/strong> abschmecken und warmhalten. Ich habe die Sauce danach durch ein Sieb gestrichen, weil ich die glitschigen Pilze nicht so mag, davon steht aber bei Ottolenghi nichts.<\/p>\n<p>Wenn das Gem\u00fcse seine 35 Minuten im Ofen war, die Form herausholen und Gem\u00fcse und \u00d6l in eine feuerfeste Sch\u00fcssel abgie\u00dfen. Die Backform nass auswischen und trocknen.<br \/>\n4 EL <strong>Sonnenblumen\u00f6l<\/strong> in die Form gie\u00dfen und sie so f\u00fcr sechs Minuten in den hei\u00dfen Ofen stellen, damit sie vorheizt. Nach dieser Zeit wieder entnehmen und nun vorsichtig und z\u00fcgig den Teig in die Form gie\u00dfen. Das Gem\u00fcse mit dem W\u00fcrz\u00f6l auf dem Teig verteilen,<br \/>\n200 g <strong>Cherrytomaten<\/strong> ebenfalls darauf verteilen (hab ich weggelassen),<br \/>\n2 Zweige <strong>Rosmarin<\/strong> auflegen und alles wieder in den Ofen geben. F\u00fcr 20 Minuten backen, dann die Hitze auf 200 Grad verringern und f\u00fcr weitere 25 Minuten backen, bis alles appetitlich gebr\u00e4unt ist.<\/p>\n<p>Wer mag, bestreut alles mit frischem <strong>Schnittlauch<\/strong>, auch die Sauce; ich habe stattdessen einen gr\u00fcnen Salat dazu gemacht. Ich mochte wirklich alles an diesem Rezept \u2013 und vor allem die Steckr\u00fcbe. Sie war mehlig im Mund, aber trotzdem fest, und hatte weiterhin einen angenehmen nussigen Geschmack. Team Steckr\u00fcbe! Wer h\u00e4tte das gedacht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit September macht mich eine Biokiste verl\u00e4sslich gl\u00fccklich, weil ich in ihr manchmal Dinge finde, die ich selbst nie gekauft h\u00e4tte, sei es aus Faulheit oder aus Unkenntnis von schicken Rezepten. 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