{"id":39799,"date":"2023-07-02T09:06:43","date_gmt":"2023-07-02T08:06:43","guid":{"rendered":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=39799"},"modified":"2023-07-02T09:06:43","modified_gmt":"2023-07-02T08:06:43","slug":"was-schon-war-kw-26-erneut-viel-kunst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=39799","title":{"rendered":"Was sch\u00f6n war, KW 26: erneut viel Kunst"},"content":{"rendered":"<p>Montag war das letzte Seminar im Sommersemester. Ich bekam gutes Feedback von den Studis, und die wenigen Kritikpunkte, die angesprochen wurden, hatte ich mir selbst auch schon notiert. Auf ein Neues im WS 23\/24.<\/p>\n<p>Wir waren deutlich vor der geplanten Zeit fertig, ich hatte die Dauer der Studireferate plus Diskussion total falsch eingesch\u00e4tzt, weswegen ich nun die M\u00f6glichkeit hatte, noch drei Stunden in D\u00fcsseldorf bei 26 Grad rumzuh\u00e4ngen (zu kurz, um wirklich was zu unternehmen, zu lang, um nichts zu unternehmen) oder einfach einen fr\u00fcheren Zug zu buchen. Da ich an diesem Seminar quasi eh nichts verdiene bzw. das Geld fast komplett f\u00fcr Z\u00fcge und Hotels draufging, dachte ich, jetzt isses auch egal, buchte einen fr\u00fcheren Zug, sa\u00df dann fast alleine im Waggon, der wunderbar klimatisiert war und p\u00fcnktlich mit dem Restzug in M\u00fcnchen ankam. Alles richtig gemacht.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Am Dienstag wurde unsere neue Ausstellung \u201e<a href=\"https:\/\/www.lenbachhaus.de\/entdecken\/ausstellungen\/detail\/fragment-of-an-infinite-discourse\">Fragment of an Infinite Discourse<\/a>\u201c er\u00f6ffnet. In einer der Reden wurde die <a href=\"https:\/\/www.lifepr.de\/inaktiv\/artpress-ute-weingarten\/Warhol-und-das-schreckliche-Kind-ein-persoenliches-Buch-des-Galeristen-Joerg-Johnen\/boxid\/840796\">Autobiografie von Galerist J\u00f6rg Johnen<\/a> erw\u00e4hnt und empfohlen, dessen gro\u00dfz\u00fcgige Schenkung ans Haus Grundstock der Ausstellung ist. Und da ich ja gerne auf Buchtipps von schlauen Menschen reagiere, habe ich das Buch gekauft und gelesen und gebe den Tipp gerne weiter. Der Klappentext sinngem\u00e4\u00df: Man erf\u00e4hrt viel \u00fcber die Entwicklung von Kunst und dem Gesch\u00e4ft mit Kunst seit den 1970er Jahren in der Bundesrepublik, aber auch, wie man in dieser Zeit als schwuler Mann aufw\u00e4chst.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_2883-1.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"591\" class=\"alignnone size-full wp-image-39802\" \/><br \/>\nFrittierter Tofu mit Zitronengras und Chili, nach Katharina Seisers \u201e<a href=\"https:\/\/www.esskultur.at\/shop\/buch\/immer-schon-vegan\/\">Immer schon vegan<\/a>\u201c.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Freitag f\u00fchrte ich die philippinisch-kalifornische Verwandtschaft von F., die seit fast vier Wochen in der Gegend ist, zun\u00e4chst durch den <a href=\"https:\/\/www.lenbachhaus.de\/entdecken\/der-blaue-reiter\">Blauen Reiter<\/a> und dann durch \u201e<a href=\"https:\/\/www.lenbachhaus.de\/entdecken\/ausstellungen\/detail\/charlotte-salomon\">Leben? oder Theater?<\/a>\u201c. Die Werke von Charlotte Salomon funktionierten eindeutig besser, jedenfalls wurde mehr nachgefagt und l\u00e4nger stehengeblieben. H\u00e4tte ich nicht gedacht, hat mich aber sehr gefreut.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_2892.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"674\" class=\"alignnone size-full wp-image-39804\" \/><\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_2894.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"432\" class=\"alignnone size-full wp-image-39805\" \/><\/p>\n<p>Abends sa\u00df ich mit F. erneut im Lenbachhaus und sah die erste Pr\u00e4sentation des Projekts \u201e<a href=\"https:\/\/www.lenbachhaus.de\/entdecken\/ausstellungen\/detail\/the-broken-pitcher\">The Broken Pitcher<\/a>\u201c. Davor gab es eine Diskussion mit Mietaktivisten in \u201ethe capital of unaffordable rent\u201c, wie unsere Kuratorin es ausdr\u00fcckte (ich hoffe, ich habe mir das Adjektiv richtig gemerkt, beim Rest bin ich mir sicher). In der Diskussion ging es um andere Wohnformen als die, die wir als \u201enormal\u201c empfinden, um die Ausw\u00fcchse des kapitalistischen Systems, das Hypotheken schlicht weiterverkauft, bis die Schuldner*innen keine Ansprechpartner mehr haben, und \u00e4hnlich gute Laune erzeugende Dinge. Ich lernte das Sprichwort \u201eDer Satte glaubt dem Hungrigen nicht\u201c kennen und finde, dass es gerade auf sehr vieles passt, was mich \u00e4ngstigt.<\/p>\n<p>\u201eThe Broken Pitcher\u201c l\u00e4uft noch an den drei kommenden Freitagen, jedesmal mit einem anderen Begleitprogramm. Ich empfehle einen Besuch, der Eintritt ist frei.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_2886.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"464\" class=\"alignnone size-full wp-image-39803\" \/><br \/>\nKaum eine Woche ohne Fr\u00fchlingszwiebelfladen, gehen halt immer.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Habe nicht nur das Buch von J\u00f6rg Johnen durchgelesen, sondern in den letzten Wochen auch noch \u201eThe Green Road\u201c von Anne Enright (mochte ich sehr, auf Deutsch \u201e<a href=\"https:\/\/www.perlentaucher.de\/buch\/anne-enright\/rosaleens-fest.html\">Rosaleens Fest<\/a>\u201c), \u201e<a href=\"https:\/\/groveatlantic.com\/book\/hunts-in-dreams\/\">Hunts in Dreams<\/a>\u201c von Tom Drury (mochte ich weniger, die letzten 30 Seiten nur noch \u00fcberflogen) und \u201e<a href=\"https:\/\/www.hurstpublishers.com\/book\/jerusalem-on-the-amstel\/\">Jerusalem on the Amstel<\/a>\u201c von Lipika Pelham. Das war gro\u00dfartig: viel gelernt \u00fcber die \u201eNa\u00e7\u00e3o\u201c, eine Gruppe j\u00fcdischer Einwander*innen aus Spanien und Portugal, die in Amsterdam das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Goldenes_Zeitalter_(Niederlande)\">Goldene Zeitalter<\/a> mitbegr\u00fcndeten. Die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Portugiesische_Synagoge_Amsterdams\">portugiesische Synagoge<\/a> haben F. und ich beim letzten Besuch besichtigt, aber nach dem Buch muss ich dringend nochmal hin. Schlie\u00dflich wei\u00df ich jetzt, dass es eine Stunde dauert, die 1000 Kerzen der Leuchter per Hand anzuz\u00fcnden.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/B33A56BB-494A-4C9E-9E6E-990F45F2321C.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"alignnone size-full wp-image-39801\" srcset=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/B33A56BB-494A-4C9E-9E6E-990F45F2321C.jpg 500w, https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/B33A56BB-494A-4C9E-9E6E-990F45F2321C-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><br \/>\nIch muss mein Mehl verbrauchen, es hilft ja nichts.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag war das letzte Seminar im Sommersemester. Ich bekam gutes Feedback von den Studis, und die wenigen Kritikpunkte, die angesprochen wurden, hatte ich mir selbst auch schon notiert. Auf ein Neues im WS 23\/24. 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