{"id":4652,"date":"2009-06-15T07:22:01","date_gmt":"2009-06-15T05:22:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=4652"},"modified":"2009-06-15T07:22:01","modified_gmt":"2009-06-15T05:22:01","slug":"4652","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=4652","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p><em><a href=\"http:\/\/www.filmzentrale.com\/essays\/aliensversusmonstersgs.htm\">Aliens versus Monsters<\/a> oder: Die intellektuelle Filmkritik und das Popcorn-Universum. Erste unordentliche Gedanken f\u00fcr einen (hoffentlich) beginnenden Dialog \u00fcber die Zukunft der deutschen Filmkritik.<\/em> Sehr lesenswerte erste unordentliche Gedanken von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Georg_See\u00dflen\">Georg See\u00dflen<\/a> \u00fcber Filmkritik. Via <a href=\"http:\/\/www.critic.de\/\">critic.de<\/a>s <a href=\"http:\/\/twitter.com\/criticde\/status\/2164629727\">Gezwitscher<\/a>.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDas Kino ist vor allem deswegen so spannend (und von klassischer \u201eKunst\u201c unterschieden), weil es, egal in welchem Teil der Produktion zwischen Autorenfilm und Blockbuster, immer eine Begegnung ist zwischen Industrie und \u00c4sthetik, Jahrmarkt und Salon, Kunst und Massenkommunikation. Aber diese Spannung ist auch f\u00fcr Krisen verantwortlich. Zum Beispiel, wenn ein Kino nur noch daf\u00fcr da scheint, das Publikum zu Tode zu am\u00fcsieren, oder andererseits, wenn es so selbstreferenziell und ausgekl\u00fcgelt ist, dass es nur noch von Eingeweihten zu entschl\u00fcsseln ist. Ob die L\u00f6sung \u201ein der Mitte\u201c liegt, darf bezweifelt werden, wie Filme zeigen, die versuchen \u201ein der Mitte\u201c zwischen Kunst und Unterhaltung zu liegen, und dabei nur erreichen, nicht mehr der Rede wert zu sein.<\/p>\n<p>Diese Spannung zwischen politischer \u00d6konomie und \u00c4sthetik setzt sich auch im Sprechen \u00fcber Film fort. \u201eGut\u201c und \u201eSchlecht\u201c, das muss jede Filmkritik mit denken, ist in diesem Medium eine Frage des Zusammenhangs. Man kann fragen, wie gut Filme f\u00fcr die Zeit sind, in der sie projiziert werden, man kann aber auch fragen, was sie mit dem Rest unseres Lebens machen. Man kann nach dem Interesse und der Macht fragen, nach Sch\u00f6nheit und Dissidenz, oder auch danach, ob man als Kunde zwei Stunden Lebenszeit und zehn Euro verschwenden soll oder nicht.<\/p>\n<p>Entsprechend hat es auch immer zwei Grundformen der Filmkritik gegeben. Diese Spaltung der Kritik gibt den Zwiespalt von Industrie und Kunst im Kino nicht nur wieder, sondern versch\u00e4rft ihn. Die eine, nennen wir sie die \u00bbintellektuelle\u00ab Filmkritik, versucht, sich analytisch und unbestechlich zu geben; sie darf beinahe alles, nur nicht langweilig und arrogant sein. Unn\u00fctz zu sagen, dass ein Gutteil der \u201eintellektuellen\u201c Filmkritik dieses Kunstst\u00fcck durchaus fertig bringt, n\u00e4mlich langweilig und arrogant zu sein. Die andere, nennen wir sie die Popcorn-Kritik, geht grunds\u00e4tzlich von einem Dienstleistungscharakter f\u00fcr ein Publikum aus, das ein Grundrecht auf mehr oder weniger unbeschwertes Am\u00fcsement hat. Dieses Popcorn-Schreiben darf beinahe alles, nur nicht langweilig und korrupt sein. Unn\u00fctz zu sagen, dass ein Gutteil der Popcorn Kritik eben dieses Kunstst\u00fcck durchaus fertig bringt, n\u00e4mlich langweilig und korrupt zu sein.\u201c<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aliens versus Monsters oder: Die intellektuelle Filmkritik und das Popcorn-Universum. Erste unordentliche Gedanken f\u00fcr einen (hoffentlich) beginnenden Dialog \u00fcber die Zukunft der deutschen Filmkritik. Sehr lesenswerte erste unordentliche Gedanken von Georg See\u00dflen \u00fcber Filmkritik. 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