{"id":542,"date":"2005-01-08T09:36:09","date_gmt":"2005-01-08T08:36:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=542"},"modified":"2005-01-08T09:46:13","modified_gmt":"2005-01-08T08:46:13","slug":"friday-five","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=542","title":{"rendered":"Friday Five"},"content":{"rendered":"<p><em>1) What&#8217;s one of the funniest things that you ever did as a kid? How old were you? Do you actually remember doing it? Do your parents\/relatives still tell stories about it?<\/em><\/p>\n<p>Meine Mutter erz\u00e4hlt immer noch gerne die Geschichte, in der meine Schwester und ich etwas NICHT gemacht haben. Wir sa\u00dfen zusammen in einem unserer Sessel vor dem Fernseher, in dem Bibo und Oskar sich nach Kr\u00e4ften abm\u00fchten, uns was beizubringen. Meine Mutter hat direkt hinter uns die Blumen auf der Fensterbank gegossen; dabei ist sie gegen einen Blumentopf gesto\u00dfen und hat ihn vom Sims gehauen. Ich nehme an, dass ein Blumentopf, der aus 1,20 Meter H\u00f6he auf einem Parkettfu\u00dfboden aufprallt und zerbricht, schon ein bisschen L\u00e4rm macht. Meine Mutter behauptet allerdings bis heute, dass meine Schwester und ich nicht mal gezuckt, sondern weiter an der Sesamstra\u00dfe geklebt h\u00e4tten. <\/p>\n<p>Ich glaube, ich habe selten lustige Dinge als Kind gemacht. Ich war nie Klassenclown, nie Alleinunterhalter auf Verwandtenbesuchen. Das war eher meine Schwester. Ich war die, die mit dem neuen <em>Hanni und Nanni<\/em>-Buch in der Ecke sa\u00df.<\/p>\n<p><em>2) How would you describe yourself as a child? Extroverted or introverted? Creative? Hyper? Quiet? Compare that with your personality today. Are you still that way, for the most part?<\/em><\/p>\n<p>Introverted, quiet, maybe creative. Ich habe sehr viel gelesen und ebenso viel gezeichnet. Auf meinem Schreibtisch lag keine Unterlage, sondern eine wei\u00dfe Tapetenrolle, auf der ich rumschmieren durfte. Wenn alles voll war, konnte ich die Rolle weiterziehen und hatte so wieder sch\u00f6n viel wei\u00dfe Fl\u00e4che, auf die ich lustige M\u00e4nnchen malen konnte. <\/p>\n<p>Ich habe als Jugendliche mehrere Zeichenkurse besucht, von Portr\u00e4t bis Akt, und wollte fr\u00fcher Modedesign studieren. Aber auch nur, weil ich so gerne Menschen und Klamotten gezeichnet habe. Kn\u00f6pfe ann\u00e4hen kann ich bis heute nicht, und als ich mit meiner Mappe an der Fachhochschule in Hannover aufgelaufen bin, wurde ich gefragt, ob ich nicht lieber Industriedesign studieren wolle. Ich nehme an, das war ein Zeichen. Und heute bin ich sowieso der Meinung, mit Worten besser umgehen zu k\u00f6nnen als mit einem Bleistift. Geschweige denn mit InDesign oder Photoshop.<\/p>\n<p>Ich zeichne l\u00e4ngst nicht mehr so viel, aber ich lese noch genauso viel wie fr\u00fcher. Glaube ich. Ich habe zwar leider nicht mehr die Zeit, mich sofort nach 14.30 Uhr (Schulschluss, Schulweg, Mittagessen) mit einem Buch irgendwo hinzusetzen, aber daf\u00fcr darf ich ja jetzt abends l\u00e4nger aufbleiben.<\/p>\n<p><em>3) What were some of your favorite childhood toys? Do you still have any of them? What do you think of the toys that children are playing with nowadays?<\/em><\/p>\n<p>Ich habe am liebsten mit Barbie-Puppen gespielt. Und jede p\u00e4dagogische Anwandlung von M\u00fcttern, die ihrer Tochter dem Umgang mit dem Plastikd\u00e4mon und damit ein falsches Frauenbild ersparen wollen, kann ich zwar unterst\u00fctzen und sagen: Nice try. Aber es wird nicht funktionieren. Es macht einfach viel zu viel Spa\u00df, die kleinen, doofen P\u00fcppchen an- und aus- und umzuziehen, sie in ihr Haus zu setzen, auf ihr Pferd, in ihren Sportwagen. Und dann legt man irgendwann noch Ken obendrauf und fragt sich, wie Skipper eigentlich auf die Welt gekommen ist.<\/p>\n<p>Meine Schwester und ich sind von meiner Omi mit Barbies und Zubeh\u00f6r f\u00f6rmlich \u00fcbersch\u00fcttet worden. Wir hatten zusammen so um die 30 Puppen und alles, was das M\u00e4dchenherz begehrt. Leider auch das M\u00e4useherz: Als wir nicht mehr mit ihnen gespielt haben, hat mein Vater die Barbies in einem Karton (einem sehr gro\u00dfen Karton) auf den Dachboden gebracht, wo einige kleine Feldnager sich an dem weichen Gummi der Gesichter erfreut haben. Alle unsere Barbies haben nun keine Nasen mehr und sehr entstellende Bisswunden an den schlanken Beinen. Warum sie trotzdem noch auf dem Boden liegen anstatt auf einer ger\u00e4umigen M\u00fcllhalde, ist mir schleierhaft. <\/p>\n<p>Das Spielzeug von heute kann ich schlecht beurteilen. Ich hoffe, dass die Kinder immer noch Teddys und Puppen und Kaufmannsl\u00e4den und Buntstifte kriegen, aber ich ahne, dass auch ne Menge Gameboys und anderer piepsender Kram unterm Tannenbaum liegt. Ich glaube, die Menge an hibbeligen Kindern nimmt zu, weil auch ihr Spielzeug immer hibbeliger wird. Klar fand ich fr\u00fcher auch Dinge toll, die Krach gemacht haben, aber ich fand eben auch ein Buch toll oder Legosteine oder Playmobil. Ich hoffe, dass das viele elektronische Spielzeug und\/oder der Computer im Kinderzimmer nicht daf\u00fcr sorgen, dass die n\u00e4chste Generation nur noch aus Nerds und Nervens\u00e4gen besteht. Aber ich habe, ehrlich gesagt, keine Ahnung davon, weil mir Kinder anderer Leute egal sind, solange sie mir nicht meine Handtasche klauen, wenn ich dereinst mit Kapotth\u00fctchen einkaufen gehe.<\/p>\n<p><em>4) Do you feel that you get along well with children? Why\/why not? Are you around them quite a bit? Are there any particular age groups that you get along especially well with?<\/em><\/p>\n<p>Ich komme nicht so gut mit Kindern klar. Die kleinen Bratzen sind mir irgendwie unheimlich. Dieses Unverst\u00e4ndnis von Ironie bzw. die Ehrlichkeit und Unmittelbarkeit, mit der sie einem begegnen, macht mich komischerweise nerv\u00f6s anstatt dass ich sie erholsam finde. Ich wei\u00df einfach nicht, was in ihren kleinen Sch\u00e4deln so vor sich geht, und das nervt. Nat\u00fcrlich wei\u00df ich auch nicht, was in Sch\u00e4deln von Erwachsenen vorgeht, aber da kann man immerhin eigene Erfahrungen heranziehen und sich einbilden zu verstehen, was der Rest der Welt tut.<\/p>\n<p>Ich habe gl\u00fccklicherweise nicht sehr viel mit Kindern zu tun, weil die Freunde, die Kinder haben, weit genug wegwohnen. Mein Patenkind ist eigentlich das erste, was ich etwas spannender finde; vielleicht auch deshalb, weil mir seine Eltern einen Tick mehr am Herzen liegen als der Rest der Clique. Au\u00dferdem haben die beiden ein gutes Kind hingekriegt und keine Nervens\u00e4ge. Emilia zickt nicht, br\u00fcllt nur in Ma\u00dfen, sieht dazu auch noch niedlich aus und ist \u00fcberhaupt ein ertr\u00e4gliches Wesen. Und sie mochte ihre <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/index.php?p=442\">Nikes<\/a> zum Fressen gern. 100 Punkte.<\/p>\n<p>Im Moment komme ich logischerweise gut mit ihr aus; das liegt nat\u00fcrlich auch daran, dass ich sie h\u00f6chstens alle vier Wochen mal sehe. Was passiert, wenn sie \u00e4lter wird, kann ich noch nicht sagen. Normalerweise mag ich Kleinkinder nicht, weil sie sabbern, gr\u00f6\u00dfere Kinder mag ich nicht, weil sie laut sind und dauernd was wollen, und pubertierende Jugendliche mag ich nicht, weil sie pubertierende Jugendliche sind. Ich nehme an, ich werde Emilia erst mit 25 wieder m\u00f6gen, wenn ich ihr auf ihrer Hochzeit erz\u00e4hle, dass ihr Auserw\u00e4hlter ne Lusche und sie viel zu gut ist f\u00fcr die Pickelfresse, die noch nicht mal ein anst\u00e4ndiges Auto f\u00e4hrt. Und dann lege ich wieder mein Kissen auf die Fensterbank und n\u00f6rgele weiter den Kerl voll, der gerade vor dem Fernseher eingeschlafen ist. Wird schon.<\/p>\n<p><em>5) Did you like school when you were a kid? Were you involved with any sports, extracurricular activities, etc. as a child? Did you make pretty good grades, and did you like your teachers?<\/em><\/p>\n<p>Ich habe Schule als notwendiges \u00dcbel gesehen, das irgendwann vorbei sein wird. Jedenfalls s\u00e4mtliche naturwissenschaftlichen F\u00e4cher und Sport. Wenn ich irgendwas gehasst habe, dann den stinkenden Chemieraum und die noch mehr stinkenden Massenumkleiden in der Turnhalle. Die anderen F\u00e4cher fand ich dagegen leidlich interessant bis sehr spannend. Lieblingsf\u00e4cher waren nat\u00fcrlich Deutsch und Englisch, aber auch Gemeinschaftskunde, Geschichte und Kunst\/Musik. Bei uns ging in der Oberstufe nur noch eins von beiden. Spacken. <\/p>\n<p>Meine Noten waren sehr gut bis unterirdisch, je nach Interesse. Ich erinnere mich an das Zeugnis in der 10. Klasse: Deutsch und Englisch 1, Biologie 5, der Rest sch\u00f6n im Mittelfeld, wobei die Sport-4 bestimmt nur ne Gnaden-4 war, damit ich nicht wegen so etwas Belanglosem wie Sport nochmal sitzenbleibe. Die Ehrenrunde in der 9. Klasse lag allerdings nicht an Unverm\u00f6gen, sondern an bodenloser Faulheit bis pubert\u00e4rer \u201eMir doch egal\u201c-Haltung. Ich wei\u00df schon, warum ich Jugendliche nicht mag.<\/p>\n<p>Meine Noten hatten auch immer etwas mit den Lehrern zu tun, bis auf die F\u00e4cher, in denen ich sowieso gut oder sowieso schlecht war. Aber im Mittelfeld habe ich des \u00d6fteren meine Tendenz festgestellt, nur dann zu lernen, wenn ich den Lehrer\/die Lehrerin mochte und faul zu werden, wenn mir die Labernase da vorne auf den Geist ging. Im Nachhinein gibt es wenige Lehrer, die mir im Ged\u00e4chtnis geblieben sind; einer davon ist mein Mathelehrer in der Oberstufe gewesen, der mir nur daf\u00fcr halbwegs anst\u00e4ndige Noten gegeben hat, weil er gesehen hat, dass ich verdammt nochmal wenigstens versuche, die Kurvendiskussion zu verstehen, auch wenn ich es nie hingekriegt und fast alle Klausuren in den Sand gesetzt habe. Noten f\u00fcrs Bem\u00fchen fand ich sehr fair. Im Gegensatz zu den p\u00e4dagogischen Pappnasen, die seit zehn Jahren die gleiche Mappe mit den gleichen Testfragen mit sich rumgeschleppt haben. Was nat\u00fcrlich den Vorteil hatte, dass man einfach einen \u00e4lteren Sch\u00fcler nach den L\u00f6sungen der n\u00e4chsten Klausur fragen konnte.<\/p>\n<p>Nach der Schule hatte ich (nicht alles in einem Lebensabschnitt) musikalische Fr\u00fcherziehung (alles, was Krach macht), Akkordeon-Unterricht, Geigenstunden, Judo, CVJM, Theater-AG, Filmclub und die erw\u00e4hnten Zeichenkurse, darunter auch ein Aquarellkurs f\u00fcr Kinder, der ziemlich klasse war. \u00dcbrig geblieben sind davon die F\u00e4higkeit, Noten zu lesen, die Faszination f\u00fcr asiatischen Kampfsport und ein gewisses Interesse an der darstellerischen Kunst. Und ne Menge Mappen mit Kinderzeichnungen, die meine Mama nicht wegschmei\u00dfen will, auch wenn ich auf ihnen nur noch w\u00e4ssrige Kleckse in wahnsinnig bunt erkennen kann.<\/p>\n<p>(<a href=\"http:\/\/groups.yahoo.com\/group\/FridayForum\/\">Friday Five Forum<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1) What&#8217;s one of the funniest things that you ever did as a kid? How old were you? Do you actually remember doing it? Do your parents\/relatives still tell stories about it? Meine Mutter erz\u00e4hlt immer noch gerne die Geschichte, in der meine Schwester und ich etwas NICHT gemacht haben. 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