{"id":617,"date":"2005-02-04T08:27:16","date_gmt":"2005-02-04T07:27:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=617"},"modified":"2005-02-04T08:39:14","modified_gmt":"2005-02-04T07:39:14","slug":"ein-fragebogen-ein-fragebogen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=617","title":{"rendered":"Ein Fragebogen, EIN FRAGEBOGEN!"},"content":{"rendered":"<p><strong>1. Total amount of music files on your computer:<\/strong><\/p>\n<p>Etwas \u00fcber zwei GB auf dem iBook (hey, ich hab insgesamt nur zehn!) und nochmal zwei auf dem iPod, auf dem ich auch nur zehn habe, die auch schon mal bis zum Anschlag ausgereizt waren, bis ich irgendwann im Tran einmal zuviel auf <em>Okay<\/em> geklickt habe und er pl\u00f6tzlich jungfr\u00e4ulich unbespielt war. <\/p>\n<p><strong>2. The last CD you bought was:<\/strong><\/p>\n<p><em>Nuit d&#8217;\u00e9toiles (M\u00e9lodies Fran\u00e7aises)<\/em> von Veronique Gens (Sopran) und Roger Vignoles (Piano).<\/p>\n<p><strong>3. What is the song you last listened to before reading this message?<\/strong><\/p>\n<p>Irgendeiner von diesen Pseudogothic-Depri-Songs von Evanescence oder so. Kann ich nichts f\u00fcr, lief im Autoradio. Alternative w\u00e4re <em>Sailing<\/em> von Rod Stewart gewesen. An die anderen drei Programme in meinem grandiosen 5-Stationen-Speicher-Uralt-Radio kann ich mich nicht erinnern.<\/p>\n<p><strong>4. Write down five songs you often listen to or that mean a lot to you.<\/strong><\/p>\n<p>&#8211; <em>Oh sweet freedom<\/em> von Michael McDonald, weil ich den Film <em>Running Scared<\/em>, aus dem der Song stammt, immer noch f\u00fcr gro\u00dfes Kino halte und meine Freundin und ich uns immer noch wegschmei\u00dfen bei dem Satz: \u201eH\u00e4tten Sie vielleicht auch die G\u00fcte, MISTER FEUERSCHUTZ!?!\u201c (Ja, es gab eine Zeit, in der ich Filme auf Deutsch geguckt habe.)<\/p>\n<p>&#8211; <em>Make someone happy<\/em> von Jimmy Durante, weil der im Krankenhaus gute Laune gemacht hat<\/p>\n<p>&#8211; <em>Always look on the bright side of life<\/em> von den Pythons, weil der in der Reha gute Laune gemacht hat<\/p>\n<p>&#8211; <em>No matter what<\/em> von Boyzone, weil der den Ausschlag zum Gesangsunterricht gegeben hat<\/p>\n<p>&#8211; <em>And so it goes<\/em> von Billy Joel, weil ich den gerne vor dem Einschlafen singe.<\/p>\n<p><strong>5. Who are you going to pass this stick to (three persons) and why?<\/strong><\/p>\n<p>1. <a href=\"http:\/\/www.hebig.com\/archives\/002829.shtml\">Heiko<\/a>, weil er dasselbe mit mir gemacht hat,<br \/>\n2. <a href=\"http:\/\/wirres.net\/article\/articleview\/2247\/1\/6\/\">Schwenzel<\/a>, weil er dasselbe mit mir gemacht hat und<br \/>\n3. <a href=\"http:\/\/shesaiddestroy.org\/\">SUB<\/a>, damit er wieder \u00fcber meinen Musikgeschmack l\u00e4stern kann. <\/p>\n<p>Mir ist beim Ausf\u00fcllen allerdings aufgefallen, dass ich ziemlich lange nach den f\u00fcnf Songs suchen musste, die mir angeblich so viel bedeuten. Ich bin mir au\u00dferdem sicher, dass mir morgen f\u00fcnf, nee, vielleicht drei einfallen, die auch oder eher auf die Liste geh\u00f6rt h\u00e4tten. Musik ist einfach nicht mehr so wichtig f\u00fcr mich wie sie es einmal war. H\u00e4tte man mir das in der tiefsten Pubert\u00e4t erz\u00e4hlt, h\u00e4tte ich es nicht geglaubt. <\/p>\n<p>Damals definierte man sich schlie\u00dflich dar\u00fcber, welcher Musikrichtung man anhing, trug die dementsprechenden Klamotten und lieferte sich arrogante Wortgefechte mit der Gegenfraktion, die einfach \u00fcberhaupt nicht einsehen wollten, dass die Stray Cats die Retter der Musik seien oder dass Pink Floyd Songs f\u00fcr die Ewigkeit geschrieben h\u00e4tten oder dass die Version von <em>Self Control <\/em>von diesem Italiener eben besser sei als die von Laura Branigan. Der Meinung war ich jedenfalls damals, und heute wei\u00df ich nicht mal, wie der Fredel hie\u00df und bin auch zu faul, nach ihm zu googeln, weil es mir inzwischen egal ist. <\/p>\n<p>Inzwischen h\u00f6re ich Mainstream-Kram, Klassik, Songs, die ich vor 20 Jahren gut fand oder auch Songs, die eben jetzt in den Charts sind. Oder auch nicht. Ich kaufe nicht mehr jede Woche Musik, sondern nur noch drei- oder viermal im Jahr, weil es eben nicht mehr wichtig ist. Vielleicht auch, weil ich keine Zeit mehr habe oder mir keine mehr nehmen m\u00f6chte, die ich in den Musikkonsum investiere. Beim Arbeiten kann und will ich keine Musik h\u00f6ren, au\u00dfer, wenn ich Au\u00dfenger\u00e4usche ausblenden m\u00f6chte. Dann aber nur ohne Text, weil ich mit Text im Kopf nicht selber texten kann. Weswegen es meist auf irgendwelche elektronischen Sender \u00fcber iTunes hinausl\u00e4uft, deren Namen ich mir nicht merke und deren Interpreten ich nicht kenne. <\/p>\n<p>Wenn ich zuhause bin, bin ich froh, dass es ruhig ist, weil ich den ganzen Tag Gequatsche um mich herum habe. Deswegen l\u00e4uft auch morgens kein Fernseher mehr, nur noch selten das Radio im Bad, und die Anlage so gut wie gar nicht mehr. Im Auto dudeln meine wenigen Sender vor sich hin, weil ich im Auto gerne mitsinge. Ansonsten beschr\u00e4nkt sich mein Musikkonsum auf das H\u00f6ren von den Liedern, die ich im Unterricht singe oder auf bewusstes Klassikh\u00f6ren, wenn ich auf dem Sofa rumlungere und das Bed\u00fcrfnis nach Kultur, Wein und Kerzenlicht habe. Weswegen mein Musikgeschmack anscheinend irgendwo Ende der 80er, Anfang der 90er stehengeblieben ist und nur noch um alten Kram wie Jazz oder neuen Kram wie Chill Out-Geblubber erweitert wird. Aber eben l\u00e4ngst nicht mehr so religi\u00f6s wie noch vor 20 Jahren. <\/p>\n<p>Es lebt sich eigentlich ganz entspannt damit. Nur manchmal beschleicht mich das Gef\u00fchl, etwas verpasst zu haben. Aber dann kommt wieder mein kleiner, phlegmatischer Schweinehund durch und sagt gem\u00fctlich, ach Quatsch, du musst nicht alles h\u00f6ren. Du musst auch nicht jeden Film kennen, und du musst auch nicht jedes Buch lesen. Mach das, was dir gef\u00e4llt. Und wenn es dir nun mal nicht gef\u00e4llt, obskure Musik zu h\u00f6ren, nur weil die <em>cool people<\/em> sie h\u00f6ren, dann lass es. Du bist alt genug, um nicht mehr dem akustischen Gruppenzwang zu unterliegen. Hauptsache, du kaufst dir nicht den Holzmichel oder Schnappi. Dann ist alles gut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. 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