{"id":875,"date":"2005-06-06T08:04:24","date_gmt":"2005-06-06T06:04:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=875"},"modified":"2005-06-06T08:04:42","modified_gmt":"2005-06-06T06:04:42","slug":"lemony-snickets-a-series-of-unfortunate-events","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=875","title":{"rendered":"Lemony Snicket&#8217;s A Series of Unfortunate Events"},"content":{"rendered":"<p>Hm. Ich kann mich gerade nicht richtig entscheiden, ob ich <em><a href=\"http:\/\/www.imdb.com\/title\/tt0339291\/\">Lemony Snicket&#8217;s A Series of Unfortunate Events<\/a> (Lemony Snicket \u2013 R\u00e4tselhafte Ereignisse)<\/em> nun \u201eTotlangweilig\u201c oder \u201eAch, ging so\u201c oder \u201eSah aber immerhin gut aus\u201c fand.<\/p>\n<p>Die Geschichte der drei Baudelaire-Kinder, deren Eltern beim Brand ihres Hauses umkommen und die danach von einem Vormund zum n\u00e4chsten geschoben werden, kommt etwas unentspannt daher. Der erste Vormund ist Graf Olaf, der von Jim Carrey gewohnt \u00fcbereifrig dargestellt wird. Manchmal passen Carreys hysterische Gesten und Blicke hervorragend, meistens ging er mir aber nur ziemlich auf den Keks. Auch bei den n\u00e4chsten Menschen, bei denen die Kinder unterkommen, taucht immer wieder Graf Olaf auf, um sich irgendwie das Verm\u00f6gen der drei Kinder unter den Nagel zu rei\u00dfen. Soweit ich wei\u00df, st\u00fcckelt der Film drei B\u00fccher zusammen, und genauso f\u00fchlt er sich auch an. Die einzige Konstante ist eben Carrey, und wenn man den nicht ganz so gerne sehen mag, hat man bei <em>Lemony Snicket<\/em> schon verloren.<\/p>\n<p>Die Kinder machen einiges wieder wett. Jedes von ihnen verf\u00fcgt \u00fcber besondere F\u00e4higkeiten, und obwohl ich altklugen Blagen in Filmen eigentlich nie etwas abgewinnen kann, sind die Baudelaires angenehm gezeichnet. Selbst das Kleinkind, dessen sinnloses Geblubber intelligent untertitelt wird, ist eher lustig als anstrengend. Nichtsdestotrotz sind die drei eben Kinder und <em>Lemony Snicket <\/em>ist ein Kinderfilm, und daher fand ich das \u00fcberdeutlich-moralische Gerede und die Erkl\u00e4rungen aus dem Off \u00fcber Eltern und Zuhause und wie&#8217;s weitergeht, irgendwann erm\u00fcdend. Auch wenn diese Erl\u00e4uterungen von Jude Law gesprochen wurden.<\/p>\n<p>Die Ausstattung allerdings hat sehr viel Spa\u00df gemacht. Es gab in jedem Bild so viel zu entdecken, dass ich zwischendurch weder den Dialogen gelauscht habe noch der Handlung gefolgt bin, sondern einfach die Hintergr\u00fcnde, Kost\u00fcme, Masken und die Detailtreue bewundert habe. In den guten Augenblicken erinnert <em>Lemony Snicket<\/em> an  Tim Burton. In den schlechten allerdings eher der Sesamstra\u00dfe ohne Antidepressiva.<\/p>\n<p>F\u00fcr einen Kinderfilm fand ich<em> Lemony Snicket<\/em> ziemlich d\u00fcster, und dass nicht jede traurige Stimmung durch eine humorige Einlage wieder ruiniert wurde, hat mich dann doch dazu bewogen, den Film bis zum Ende zu sehen. Die Grundstimmung der konstanten Bedrohung durch Graf Olaf hat funktioniert, und ich war nat\u00fcrlich brav erleichtert, als alles gut ausging. Trotzdem musste ich mich arg zusammenrei\u00dfen, um nicht vorzuskippen. Aber vielleicht bin ich eben wirklich zu alt f\u00fcr <em>Lemony Snicket<\/em>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hm. Ich kann mich gerade nicht richtig entscheiden, ob ich Lemony Snicket&#8217;s A Series of Unfortunate Events (Lemony Snicket \u2013 R\u00e4tselhafte Ereignisse) nun \u201eTotlangweilig\u201c oder \u201eAch, ging so\u201c oder \u201eSah aber immerhin gut aus\u201c fand. 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