{"id":908,"date":"2005-06-17T07:59:19","date_gmt":"2005-06-17T05:59:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=908"},"modified":"2005-06-17T07:59:30","modified_gmt":"2005-06-17T05:59:30","slug":"wenn-frauen-zu-sehr-leiden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=908","title":{"rendered":"Wenn Frauen zu sehr leiden"},"content":{"rendered":"<p>Andrea hat einen <a href=\"http:\/\/tinyurl.com\/ak53u\">Artikel<\/a> von A. L. Kennedy aus der <em>FAZ<\/em> zum Anlass genommen, sich mal wieder mit der so genannten \u201eFrauenliteratur\u201c zu besch\u00e4ftigen. <a href=\"http:\/\/gig.antville.org\/stories\/1143272\/\">Leseempfehlung<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>St\u00f6rend daran ist jedoch weniger die Thematik (Kindheit und Familie geh\u00f6ren f\u00fcr mich zu den schw\u00e4rzesten Abgr\u00fcnden, \u00fcber die man \u00fcberhaupt schreiben kann) als vielmehr der zart poetelnde Stil, der allen Erwartungen an eine \u201eweibliche\u201c Sprache gerecht werden will. Und doch nur zum Klischee erstarrt. So wird vermeintliche Weiblichkeit zur Masche, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen, werden Texte mit den von mir schon einmal beschriebenen <a href=\"http:\/\/gig.antville.org\/stories\/790408\/\">V\u00f6geln, Hunden, Wolken<\/a> garniert, die, komplement\u00e4r zu den m\u00e4nnlichen Insignien der Welthaltigkeit, als Poesiebehauptungs-Interieur die Prosa vollstellen.<\/p>\n<p>Mit sch\u00f6ner Regelm\u00e4\u00dfigkeit beobachte ich, da\u00df dieser z\u00e4rtelnde Stil besonders bei \u00e4lteren Herren gut ankommt, die dann gerne mal Freundliches \u00fcber diese schmalen B\u00e4ndchen schreiben und ein gro\u00dfes, vertr\u00e4umtes Schwarzwei\u00dfportrait der entsprechenden Dame in den Aufmacher hieven. Das ist dann sowas \u00e4hnliches wie positiver Sexismus: Ach, die M\u00e4dchen, ihre lyrische Sprache, ihre subtilen Empfindungen, diese Melancholie im Ausdruck. <\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Andrea hat einen Artikel von A. L. Kennedy aus der FAZ zum Anlass genommen, sich mal wieder mit der so genannten \u201eFrauenliteratur\u201c zu besch\u00e4ftigen. Leseempfehlung: St\u00f6rend daran ist jedoch weniger die Thematik (Kindheit und Familie geh\u00f6ren f\u00fcr mich zu den schw\u00e4rzesten Abgr\u00fcnden, \u00fcber die man \u00fcberhaupt schreiben kann) als vielmehr der zart poetelnde Stil, der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-908","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-weblog"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/908","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=908"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/908\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=908"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=908"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=908"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}