{"id":9454,"date":"2010-07-21T10:03:27","date_gmt":"2010-07-21T08:03:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=9454"},"modified":"2010-07-21T17:33:55","modified_gmt":"2010-07-21T15:33:55","slug":"leserpost","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=9454","title":{"rendered":"Leserpost"},"content":{"rendered":"<p>Montag abend in meinem Postfach:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eIch lese dein Blog nun bestimmt schon seit 2-3 Jahren, und finde es schade, dass es sich in letzter Zeit zu einem &#8220;Koch- bzw. Rezepte-Blog&#8221; entwickelt. Vermisse die Zeit, in der du noch \u00fcber Filme, B\u00fccher, Serien, deinen Job und allgemeine Tagesbeobachtungen geschrieben hast.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Zuerst wollte ich die Mail pers\u00f6nlich beantworten, aber dann dachte ich, machste das doch mal hier. <\/p>\n<p>Ich habe das selber auch schon mitgekriegt, dass das Blog immer futterlastiger wird, und an manchen Tagen geht es mir auch auf den (haha) Keks. Aber: Das besch\u00e4ftigt mich nun mal zurzeit. Oder seit ein paar Monaten. Und das geht mir wiederum so gar nicht auf den Keks, weil ich es eben jahrelang vermieden habe, mich gro\u00dfartig mit Essen zu besch\u00e4ftigen, weil Essen ja doof war. Jetzt ist Essen toll, und deswegen schreibe ich so viel dar\u00fcber. <\/p>\n<p>Dass das nicht jedem (haha) schmeckt, ist mir auch klar. Aber die Futtereintr\u00e4ge sind im Prinzip nichts anderes als meine Tagesbeobachtungen. Ich k\u00f6nnte jetzt um die Rezepte noch wilde Geschichten stricken, was mir alles beim Einkaufen passiert ist oder wer neben mir im Bus gesessen hat, als ich mit den drei T\u00fcten voller Leckereien gek\u00e4mpft habe, aber wenn ich ehrlich sein darf: Das geht mir in anderen Fressblogs absolut auf die Nerven. Ich will nicht erst 100 Zeilen Blabla lesen, bevor ich wei\u00df, wie man dieses Rezept jetzt zubereitet. Wenn es passt, lasse ich mir das gerne gefallen, aber auf Krampf eine Alltagsbeobachtung aus einem Schokokuchen zu machen, finde ich doof. Sowohl bei mir als auch bei anderen.<\/p>\n<p>Aber darum geht&#8217;s ja gar nicht. Ich schreibe in dieses Blog seit Jahren rein, was mich besch\u00e4ftigt. (Seit \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/anke1\/pasdeblog\/blogarchiv\/juli2002.html\">acht<\/a> Jahren, um genau zu sein. Hatte am 1. Juli Bloggeburtstag, den ich mal wieder verschlafen habe.) Im Moment besch\u00e4ftigt mich Essen. Davor waren es Serien. Die besch\u00e4ftigen mich immer noch, aber daf\u00fcr muss ich erstmal zehn, zwanzig Folgen gucken, bevor ich was dar\u00fcber schreiben m\u00f6chte. Und da ich im Moment viel Zeit in der K\u00fcche verbringe oder auf M\u00e4rkten oder im Internet bei Weinhandlungen, kann und will ich gerade nicht so lange vor dem DVD-Player rumlungern. <\/p>\n<p>Vor den Serien waren es Filme, und da erlebe ich leider schon seit l\u00e4ngerer Zeit eine leichte M\u00fcdigkeit. Ab und zu finde ich auf iTunes einen Film, den ich sehen und besprechen m\u00f6chte, aber das wird immer weniger. Mich ins Kino aufzuraffen, f\u00e4llt mir immer schwerer \u2013 auch wenn ich heute um 14.50 Uhr einen Termin mit einem Lichtspielhaus geplant habe. Ob ich ihn einhalte, seht ihr dann morgen. Jetzt schlie\u00dft auch noch meine Lieblingsvideothek mit den sch\u00f6nen amerikanischen und englischen Filmen, die hier noch nicht im Kino waren, weil sich anscheinend der Rest Hamburgs auch nicht mehr aufraffen kann oder will &#8230; ach, ein Elend. Aber solche Filmm\u00fcdigkeiten kenne ich von mir, auch wenn sie noch nie so lange gedauert haben wie momentan. <\/p>\n<p>Mittendrin gab&#8217;s dann noch die Golfphase, f\u00fcr die ich stapelweise n\u00f6lige Mails bekommen habe, wenn ich sie mir ausgedruckt h\u00e4tte. Mein R\u00fccken findet seit einigen Jahren die Abschlagsbewegung leider richtig doof, sonst k\u00f6nnte ich jetzt noch mehr Leser_innen vergr\u00e4tzen, indem ich weiterhin meine Stunden auf der Range oder den hoppeligen Gr\u00fcns in Moorfleet beschreibe. (Und danach mach ich Fotos von den Sandwiches im Clubrestaurant, haha.)<\/p>\n<p>Und dann gab&#8217;s ganz am Anfang meine deprimierte Singlephase, die in eine fies verknallte P\u00e4rchenphase m\u00fcndete (die netterweise noch anh\u00e4lt). Auch da gab&#8217;s Beschwerden: Zuerst die \u201eStell dich nicht so an\u201c-Mails und dann die \u201eMann, wir waren alle schon mal verliebt\u201c-Mails, die weniger Zuckerguss im Blog wollten.<\/p>\n<p>Um nochmal auf die Leserpost zur\u00fcckzukommen, die \u00fcbrigens mit Anrede und Rausschmei\u00dferfloskeln wirklich freundlich und okay klang und \u00fcber die ich auch nicht b\u00f6se bin, ABER: Ich setze mich nicht alle sechs Monate hin und \u00fcberlege mir, wie ich meine Leserschichten umkrempeln kann. Ich fange nicht an zu kochen, um mir neue Follower zu ergaunern oder meinen Counter in die H\u00f6he zu jagen (oder auf Null zu kriegen). Ich koche, weil es mir jetzt gerade Spa\u00df macht. Genau wie mir Golf Spa\u00df gemacht hat und der eine oder andere Film. Und deswegen schreibe ich dr\u00fcber. Da steckt kein Plan dahinter. Das ist mein Leben. Und ihr d\u00fcrft dabei zugucken.<\/p>\n<p>Und wenn ich was mache, was euch langweilt, gibt&#8217;s direkt nebenan Blogs ohne Rezepte.<\/p>\n<p>Aber wenn ich in einem Jahr mit Snooker anfange und ihr das nicht mitkriegt, weil ihr lieber woanders lest, dann n\u00f6lt nicht, ich h\u00e4tte euch nicht gewarnt!<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Edit 17.30 Uhr, noch mehr Leserpost: \u201eIch lese gerne Kochrezepte, aber dennoch: Fang bitte mit Snooker an!\u201c Hehe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag abend in meinem Postfach: \u201eIch lese dein Blog nun bestimmt schon seit 2-3 Jahren, und finde es schade, dass es sich in letzter Zeit zu einem &#8220;Koch- bzw. Rezepte-Blog&#8221; entwickelt. 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