Freitag, 9. Januar 2026 – Nana für zuhause
F. und ich waren kurz vor Weihnachten in Hannover im Sprengelmuseum, um uns unter anderem Love you for infinity anzuschauen, eine Gemeinschaftsausstellung mit Yayoi Kusama, Niki de Saint Phalle und Takashi Murakami. Große Empfehlung: Die Ausstellung zeigt sehr deutlich, wie wegweisend Kusama und Saint Phalle schon in den 1960er Jahren waren und dass ihre Werke immer noch zeitgemäß sind.
Unsere Lieblingsbeschäftigung nach dem Ausstellungsgucken in Museen: den Museumsshop nach Schätzen durchsuchen. Hier war der übliche Marketingquatsch wie „Alles mit dem Ausstellungslogo bedrucken“ zu finden, aber auch das tollste Merch, das ich je erworben habe: ein Nana-Ballon.

Es gab ihn in drei Ausfertigungen, wenn ich mich richtig erinnere, aber ich wollte auf jeden Fall den pinkfarbenen. Nach dem etwas mühseligen Aufpumpen (aufblasen hat null funktioniert) stand der Ballon zunächst hinter mir, wenn ich am Schreibtisch saß, aber inzwischen hängt er unter der Flurdecke, wo er auf mich herabschaut und mir weiterhin extrem gute Laune macht.

Das lustige Blümchenkissen von Murakami hätte ich auch gerne mitgenommen, aber das war mir ein Hauch zu hochpreisig. Wir rechnen neuerdings Dinge gerne in den Gegenwert von Weinflaschen um und da gewinnt meistens der Wein, den wir uns kaufen können, wenn wir Objekt X eben nicht erwerben. Aber der Ballon war bezahlbar und fühlt sich für mich schon nach wenigen Tagen fast unbezahlbar an, weil ich wirklich immer grinse, wenn ich unter ihm durchlaufe. Darauf einen Billo-Wein.