Glasierter Tofu mit Sobanudeln und Gurkensalat

Im Original heißt das Rezept Sesame Noodles with Crispy Tofu, aber ich habe keine Ahnung, wieso Sesam. (Edit: Eine Leserin tippt auf das Tahini, was in der Riesenmenge von zwei Esslöffeln in die Sauce kommt. Das könnte es sein!) Danke an @tauben für den Hinweis auf das Rezept, das ist jetzt in meiner Liste, weil gut. Auch wenn ich schnöde Weizennudeln verwendet habe, weil die Sobanudeldichte in meiner unmittelbaren Einkaufsumgebung enttäuschend gering (aka gleich null) war.

Für zwei Personen.

Einen Block Tofu (das waren bei mir so 250 g, das Rezept möchte 340 haben) zwischen zwei Lagen Küchenpapier geben, mit etwas Schwerem belasten (bei mir immer eine Gemüsekonserve im Topf), entwässern.

2 kleine Salatgurken fein hobeln (bei mir 2 mm, 1 mm hätte auch gereicht), in ein Sieb über einer Schüssel geben, mit
Salz bestreuen und für ein paar Minuten Wasser ziehen lassen. Ich beschwere die Gurken gerne, damit das Wasser auch rauskommt; wer grobschlächtig drauf ist, drückt sie nach ein paar Minuten einfach vorsichtig aus. In einer Schüssel mischen mit
1 daumengroßen Stück Ingwer, fein gerieben, und
1 EL Reisessig. Beiseite stellen.

In einer Schüssel
60 ml helle Sojasauce mit
3 EL Honig,
1 kleinen Chili, fein gehackt, sowie
3 EL Reisessig mischen. Das hat gestern so gerade für eine Portion gereicht, macht einfach gleich die doppelte Menge. Beiseite stellen.

Den entwässerten Tofu nun in Scheiben schneiden und trockentupfen. In
neutralem Öl (bei mir helles Sesamöl) bei mittlerer bis hoher Hitze knusprig braten. Einfach ein paar Minuten lang ungestört braten lassen, nicht dauernd dran rumfummeln, erst wenn die eine Seite schick-knusprig-braun aussieht, wenden. Wieder in Ruhe lassen. (Das hilft mir, wenn mir Rezepte sowas sagen. Ich bin eine Rumfummlerin. Kein Wunder, dass meine Steaks selten was werden.)

Wenn der Tofu fertig ist, rausnehmen, die Pfanne auswischen, Hitze etwas runterschalten, den Tofu wieder hineingeben und dazu nun die Sojahonigdingsmischung. Vorsicht, wenn ihr den Herd so hoch hattet wie ich gestern, gibt das eine sehr gut riechende, aber fies große Dampfwolke; am besten vorher die Dunstabzugshaube höher stellen. Den Tofu in der Sauce wenige Minuten braten lassen, bis er von der etwas eingekochten, dicklichen Sauce umhüllt ist. Das ging bei mir deutlich fixer als ich dachte, die Sauce reduzierte sich quasi in Sekundenschnelle.

Währenddessen theoretisch
120 g Sobanudeln nach Packungsanleitung kochen. Nicht abgießen, sie sollen warm bleiben.

Jetzt wird’s im Originalrezept etwas komplizierter: Man soll den Tofu aus der Pfanne nehmen, die dort noch vorhandene restliche Sauce wieder in die Sojaschüssel geben und diese mit
2 EL Tahini und
1 EL Reisessig vermischen. Dann wieder in die Pfanne, die Nudeln dazu, alles durchmischen und servieren. Das hat bei mir nicht so wirklich geklappt, weil ich zu wenig Sauce hatte. @tauben hatte auf Insta den guten Tipp, nach dem ihr euch am besten einfach richtet: Wie oben angedeutet, gleich die doppelte Menge an Sauce machen. Nur die Hälfte davon in die Pfanne zum Tofu geben und quasi verkochen lassen, wie oben beschrieben. Tahini und Reisessig in die andere Hälfte rühren, ab in die Pfanne damit, wenn der Tofu raus ist, Nudeln stattdessen rein, alles vermischen, einen Hauch einkochen lassen. Da ich gestern zu wenig Sauce hatte, habe ich den Pfannenboden mit etwas Sesamöl benetzt und damit den Bodensatz losgekocht, das hat für die Nudeln auch gereicht. Sie sollen nicht in Sauce schwimmen, insofern ist das Rezept ein bisschen learning by doing.

Zum Servieren Tofu auf die Nudeln geben, darüber die Ingwergurken und als Deko noch ein paar Frühlingszwiebelringe. Ich glaube, ich habe noch nie Sojasauce mit Tahini vermischt, aber das schmeckt hervorragend, das mache ich jetzt öfter.